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FRANKFURT - Das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) hat die heftig umstrittenen Rodungspläne von RWE im Braunkohlegebiet Hambacher Forst am Freitag vorläufig gestoppt - und Anleger damit bereits viel Geld gekostet.

05.10.2018 - 14:49:23

AKTIE IM FOKUS: RWE knicken nach Rodungsstopp für Hambacher Forst ein. Die Papiere des Düsseldorfer Versorgers rutschten um bis zu 4,7 Prozent auf 19,475 Euro ab. Der Börsenwert schrumpfte damit binnen weniger Stunden um mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Das Gericht entsprach mit seiner überraschenden Entscheidung am Freitag einem Eilantrag des Umweltverbandes BUND. Wann im juristischen Streit zwischen dem Bund für Umwelt und Naturschutz und dem Land Nordrhein-Westfalen eine endgültige Entscheidung fällt, ist nicht absehbar.

Gerade diese Unsicherheit schmeckt den Anlegern nicht. Entsprechend verstärkte sich der Verkaufsdruck auf die Aktien noch, als die "Rheinische Post" auf ihrer Internetseite erklärte, dass sich das juristische Tauziehen möglicherweise sogar über Jahre hinziehen könnte. Eine Sprecherin des Kölner Verwaltungsgerichts wollte gegenüber der Zeitung jedenfalls selbst einen mehrjährigen Rechtsstreit nicht ausschließen.

Für RWE geht es um viel. Den finanziellen Schaden für das Unternehmen aus einem kurzfristigen Verzicht auf die Rodung des Waldes hatte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz Ende September in einer ZDF-Talkshow auf vier bis fünf Milliarden Euro beziffert.

@ dpa.de

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