Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Indikatoren, Analyse

FRANKFURT - Chinas Wirtschaft hat 2019 wegen des Handelskonflikts mit den USA und einer insgesamt flauen Weltwirtschaft an Schwung verloren.

17.01.2020 - 12:07:24

Ökonomenstimmen zum Wirtschaftswachstum in China. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt legte nur noch um 6,1 Prozent zu, nachdem sie 2018 um 6,6 Prozent gewachsen war. Damit ist Chinas Wirtschaft so langsam wie seit fast 30 Jahren nicht mehr expandiert. Allerdings zeigten sich Ende 2019 deutliche Hinweise für eine konjunkturelle Belebung. Unter anderem wuchs die Industrieproduktion im Dezember um 6,9 Prozent im Jahresvergleich und damit stärker als erwartet. Für eine positive Überraschung sorgten auch Kennzahlen zur Entwicklung der Umsätze im Einzelhandel.

Einschätzungen zu den Konjunkturdaten aus China:

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt VP Bank

"Das unterzeichnete Handelsabkommen verspricht Besserung. Nicht etwa weil Handelshemmnisse wegfallen, ein Großteil der Strafzölle bleibt bekanntlich in Kraft, sondern weil es für mehr Klarheit sorgt. Die Nachricht ist: Es gibt mehr Planungssicherheit, was sich positiv auf die weltweite Investitionsstimmung auswirken könnte. Darüber hinaus lancierte die chinesische Regierung zahlreiche konjunkturstützende Maßnahmen. Diese scheinen nun Früchte zu tragen. Wie der Datenkranz für den Dezember zeigt, nimmt die Binnenwirtschaft des Landes eine höhere Drehzahl auf."

Thomas Altmann, Analyst der Asset Management-Gesellschaft QC Partners

"Die chinesische Wirtschaft läuft mit konstantem, wenn auch nur moderatem Tempo. Trotz der aktuellen Stabilisierung wächst die chinesische Wirtschaft aktuell so langsam wie zuletzt vor fast 30 Jahren. Die chinesische Industrie wächst weiterhin, allerdings deutlich langsamer als in der Vergangenheit. Diese Daten sind weit davon entfernt, eine Katastrophe für China oder die Aktienmärkte zu sein. Klar ist aber auch, dass China als leistungsstarke Lokomotive der Weltwirtschaft erst einmal ausfällt."

Stephen Innes, Marktstratege AxiCorp

"Die Daten deuten darauf hin, dass sich das chinesische Wirtschaftswachstum zu stabilisieren begonnen hat und die kurzfristige Dynamik anzieht. Dies ist eine gute Nachricht, da die Binnenwirtschaft von der Phase-1-Vereinbarung einen weiteren Auftrieb erhalten sollte."

Miguel Chanco, Analyst Pantheon Macroeconomics

"Frühindikatoren geben Hinweise, dass die Erholung im Industriesektor in den kommenden Monaten weiter gehen könnte. Das Teilabkommen mit den USA wird ebenfalls helfen. Allerdings sind wir weiter besorgt, was die Widerstandsfähigkeit der konjunkturellen Erholung angeht."

Analysten der Landesbank Baden-Württemberg LBBW

"Im Dezember stiegen die Investitionen, die Industrieproduktion sowie die Einzelhandelsumsätze spürbar an. Per Saldo zeigen die Zahlen, dass sich die Wachstumsabschwächung verlangsamt hat und die Gegenmaßnahmen der chinesischen Regierung zu greifen beginnen."

Francoise Huang, Analystin Euler Hermes

"Auch wenn das Schlimmste wohl überstanden ist, denken wir nicht, dass das die Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft beendet ist. Zwar haben sich Frühindikatoren in den vergangenen Monaten verbessert, sie bleiben aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Das Teilabkommen mit den USA hilft einige konjunkturelle Risiken zu beseitigen, allerdings bleiben die hohen Zölle weiter in Kraft und das nach wie vor schwache globale Wachstum wird die Wiederbelebung der außenwirtschaftlichen Aktivitäten Chinas bremsen."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

VIRUS: Stimmung in Chinas Industrie fällt auf Rekordtief. Wie das Pekinger Statistikamt am Samstag mitteilte, fiel der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) des herstellenden Gewerbes im Februar auf 35,7 Punkte, den niedrigsten bisher gemessenen Wert. Das vorherige Rekordtief war im November 2008 während der globalen Finanzkrise gemessen worden. Werte über der kritischen Grenze von 50 Punkten deuten auf eine positive Stimmung in der Wirtschaft hin, während darunter von einem Abschwung auszugehen ist. Die strengen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 hatten die chinesische Wirtschaft seit Ende Januar praktisch zum Stillstand gebracht. Nur langsam nehmen Fabriken und Unternehmen die Arbeit wieder auf. PEKING - Vor dem Hintergrund des Coronavirus-Ausbruchs ist die Stimmung in Chinas Industrie auf ein Rekordtief gesunken. (Wirtschaft, 29.02.2020 - 11:33) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP 2: Arbeitsmarkt bleibt robust - Auswirkungen von Coronavirus unklar (Tippfehler in der Überschrift beseitigt.) (Wirtschaft, 28.02.2020 - 17:01) weiterlesen...

USA: Konsumklima der Uni Michigan steigt auf den höchsten Stand seit März 2018. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg gegenüber dem Vormonat um 1,2 Punkte auf 101,0 Zähler, wie die Universität am Freitag auf Basis einer zweiten Schätzung mitteilte. Das ist der höchste Stand seit März 2018. In einer ersten Schätzung waren noch 100,9 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Revision auf 100,7 Punkte gerechnet. MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Februar spürbar verbessert. (Wirtschaft, 28.02.2020 - 16:13) weiterlesen...

USA: Chicago-Einkaufsmanagerindex steigt überraschend deutlich. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex stieg im Februar um 6,1 Punkte auf 49,0 Punkte, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 46,0 Punkte gerechnet. Im Vormonat war der Indikator mit 42,9 Punkten noch auf den tiefsten Stand seit Dezember 2015 gefallen. CHICAGO - In den USA hat sich die Unternehmensstimmung überraschend deutlich aufgehellt. (Wirtschaft, 28.02.2020 - 15:59) weiterlesen...

Inflation verharrt in Deutschland im Februar bei 1,7 Prozent. Die Jahresteuerungsrate lag wie schon im Januar bei 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden anhand vorläufiger Daten mitteilte. Im Dezember waren es noch 1,5 Prozent und im November 1,1 Prozent. WIESBADEN - Die Inflation in Deutschland hat trotz gestiegener Nahrungsmittel- und Energiepreise im Februar nicht weiter angezogen. (Wirtschaft, 28.02.2020 - 15:23) weiterlesen...

USA: Einkommen wachsen stärker - Konsumausgaben schwächer. Die Ausgaben hingegen legten schwächer als erwartet zu. Wie das amerikanische Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte, stiegen die Einkünfte im Januar um 0,6 Prozent im Monatsvergleich. Analysten hatten zwar einen Anstieg erwartet, aber im Schnitt nur um 0,4 Prozent. Im Vormonat waren die Preise kaum gestiegen. Das Ministerium revidierte den Zuwachs von zuvor 0,2 auf nur noch 0,1 Prozent. WASHINGTON - Die privaten Einkommen der US-Bürger sind zu Beginn des Jahres überraschend stark gestiegen. (Wirtschaft, 28.02.2020 - 15:06) weiterlesen...