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Thyssenkrupp, DE0007500001

ESSEN - Der seit vielen Jahre in der Krise steckende Industriekonzern Thyssenkrupp kommt nicht zur Ruhe - eine schlechte Nachricht jagt die nächste.

16.08.2019 - 08:32:24

THYSSENKRUPP IM FOKUS: Probleme ohne Ende - Dax-Abstieg droht. Am Kapitalmarkt wird der Schlingerkurs des bislang glanz- und glücklosen Unternehmenschefs Guido Kerkhoff gnadenlos abgestraft. Im September droht dem Traditionsunternehmen aus dem Ruhrgebiet der Abstieg aus dem Dax .

oder Siemens Healthineers an die Börse.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Der Kurs der Thyssenkrupp-Aktie ist ein einziges Trauerspiel - der Kurssprung nach dem erneuten Strategieschwenk verpuffte schnell. Inzwischen ist das Papier auf den tiefsten Stand seit 2003 gefallen und kostet nur noch etwas mehr als 9 Euro.

Die Performance-Daten der Aktie lesen sich wie ein Schreckensszenario: Alleine in diesem Jahr beträgt der Verlust 37 Prozent, seit Kerkhoffs Amtsantritt sind es rund 55 Prozent und seit dem Rekordhoch von 46,92 Euro im Herbst 2007 sank der Kurs um 80 Prozent. Unter den aktuell im Dax gelisteten Werten hat in diesem Zeitraum nur die Deutsche Bank mehr verloren.

Nach dem in den vergangenen Wochen forcierten Absturz ist Thyssenkrupp an der Börse nicht mal mehr sechs Milliarden Euro wert. Experten gehen daher davon aus, dass der Traditionskonzern seinen Platz im deutschen Leitindex Dax zugunsten von MTU oder Deutsche Wohnen räumen muss, wobei der Triebwerksbauer hier die Nase derzeit leicht vorne hat.

Für Thyssenkrupp wäre das eine Zäsur am Kapitalmarkt - schließlich war mit Thyssen ein Teil des 1999 fusionierten Unternehmens seit dem ersten Tag des deutschen Leitindex im Jahr 1988 dabei.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Die Experten kommen dem jüngsten Absturz der Aktie kaum hinterher. So haben derzeit nur zwei Analysten ein Kursziel unter 10 Euro - größter Pessimist ist Alphavalue-Experte Hans-Peter Wodniok. Er stufte das Papier nach den Zahlen zum dritten Quartal von "Reduce" auf "Sell" - zudem senkte er das Kursziel um 30 Prozent auf 6,65 Euro.

Sorgen bereitet ihm vor allem der hohe Schuldenberg und die Last aus den stark gestiegenen Pensionsrückstellungen, nachdem die Stahlsparte wieder voll in der Konzernbilanz integriert ist. Das ist der Hauptgrund dafür, dass er sein Kursziel so deutlich reduzierte.

Nach den Quartalszahlen senkten viele Experten ihre Kursziele - aber trotz der Reduzierungen liegen die meisten zum Teil noch deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Zu den größten Optimisten zählen Jefferies-Experte Alan Spence und Kepler-Cheuvreux-Analyst Rochus Brauneiser - das Kursziel der beiden liegt mit 16 Euro um fast 70 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Beide empfehlen das Papier dementsprechend auch zum Kauf. Insgesamt tun das neun der 19 von Bloomberg erfassten Experten, sieben halten sich derzeit bedeckt und geben weder eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung - lediglich drei raten zum Verkauf. Denn die meisten sehen ein großes Potenzial in einem Börsengang der Aufzugsparte.

@ dpa.de