Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

EON AG, DE000ENAG999

ESSEN - Der Energiekonzern Eon gehört in der Corona-Krise zu den Stabilitätsankern für Investoren.

11.05.2020 - 09:31:25

EON IM FOKUS: Stabiler Dividendentitel in unruhigen Zeiten. Konzernchef Johannes Teyssen sieht das Unternehmen nach der Transaktion mit RWE gut aufgestellt. Eon gilt als sicherer Dividendentitel. Was bei dem Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

übertragen. Seine eigenen Geschäfte mit den Erneuerbaren hat Eon bereits zum 1. Oktober an RWE übergeben.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Viele Analysten schätzen Energieversorger wie Eon als zuverlässige Dividendentitel - gerade in solch ungewissen Zeiten. Adam Dickens von der britischen Investmentbank HSBC bescheinigt Eon defensive Qualitäten, Wachstum und sichere Dividenden, weswegen er die Aktie zu seinen Favoriten im Energiesektor zählt und zum Kauf empfiehlt.

Auch Deepa Venkateswaran von Bernstein Research schätzt diesen "belastbaren Charakter". Energie-Netze machten mehr als 80 Prozent des operativen Profils und Wertes von Eon aus, so dass die Aktie in Krisenzeiten vergleichsweise robust sei, konstatierte das Analysehaus Kepler Cheuvreux.

Europäische Versorger seien in der Covid-19-Krise robust, aber dagegen nicht immun, schrieb dagegen Analyst John Musk von RBC. Eine geringere Energie-Nachfrage, niedrigere Strompreise und möglicherweise steigende Kapitalkosten hätten die größten Auswirkungen auf den Sektor. Risiken sehen Marktbeobachter dabei vor allem im Vertriebsgeschäft.

So verwies Goldman-Sachs-Analyst Alberto Gandolfi auf die Gefahr steigender Arbeitslosigkeit und drohender Zahlungsausfälle bei Kunden. Hinzu komme, dass ähnlich wie in Großbritannien auch in Spanien über rabattierte sozialverträgliche Tarife für die Verbraucher gesprochen werde. Sam Arie von der Schweizer Großbank UBS schrieb jüngst, bei Eon sei fraglich, ob und inwiefern auch alle Kunden in der Rezession ihre Rechnungen begleichen können.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Eon hat im Corona-Crash ab Mitte Februar ein paar ordentliche Schrammen abbekommen. Das Papier fiel von seinem Mehrjahreshoch von mehr als 11 Euro Mitte Februar auf ein Tief von unter 8 Euro Ende März. Danach begann die Aktie, sich auf etwas mehr als 9 Euro zu erholen. In Summe verlor das Papier im Corona-Crash bisher rund ein Fünftel und damit in etwa so viel wie der Dax.

Nach der jüngsten Erholung befindet sich das Papier wieder auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen Jahren. Seit 2018 pendelt das Papier - mit Ausnahme des Hochs seit Mitte Februar diesen Jahres - zwischen 8 und 10 Euro. Auch der Anfang 2018 angekündigte Innogy-Deal beflügelte die Aktie nicht nachhaltig.

Immerhin konnte sich die Aktie von ihrem absoluten Tief knapp unter der Marke von 6 Euro wieder erholen - von ihrem Rekordhoch von rund 45 Euro Anfang 2008 sind die Anteile des 2000 aus der Fusion der beiden Mischkonzerne Veba und Viag entstandenen Unternehmens aber meilenweit entfernt.

Auf lange Sicht ist das Eon-Papier ohnehin einer der größten Verlierer am deutschen Aktienmarkt. So verlor die Aktie in den vergangenen fünf, zehn beziehungsweise 15 Jahren 26 Prozent, 44 Prozent beziehungsweise 53 Prozent - damit zählte sie in diesen Zeiträumen immer zu den schwächsten Dax-Titeln. Deshalb liegt Eon beim Ranking der wertvollsten deutschen Konzerne nur noch in der unteren Hälfte des deutschen Leitindex.

Das war Mitte des vergangenen Jahrzehnts noch anders. Da lag Eon mit knapp 50 Milliarden Marktkapitalisierung in dieser Wertung noch unter den ersten Drei. Da mag es auch kaum trösten, dass es dem Konkurrenten RWE nicht viel besser ging - beide Titel litten unter anderem unter den mehrfachen Änderungen der Energiepolitik der Bundesregierung.

@ dpa.de