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STOXX Europe 600 Automobiles & Parts, EU0009658681

(durchgehend aktualisiert)

16.12.2020 - 11:18:29

AKTIE IM FOKUS 2: Continental von höheren Zielen beflügelt

trieben die Stimmung zusätzlich an. Die Aktien des Autozulieferers stiegen um 4,5 Prozent und lagen damit im Dax knapp vor den Aktien des Autobauers Volkswagen . Andere Branchenwerte standen dem nur wenig nach. Der Stoxx Europe 6000 Autos & Parts war mit einem Anstieg um 2,5 Prozent führend in der gesamteuropäischen Branchentabelle.

Den Continental-Aktien fehlte mit dem Kurssprung am Mittwoch nur wenig für ein neues Jahreshoch. Dieses stammt mit 120,20 Euro aus dem November, als die Aktie den Corona-Crash im Februar und März bereits abgehakt hatte. Der Branchenindex hat sein Jahreshoch nun aber weiter nach oben geschraubt, er kletterte am Mittwoch erstmals seit einem Jahr wieder über die Marke von 530 Punkten.

Anleger legen derzeit an den Finanzmärkten insgesamt viel Hoffnung in bald beginnende Impfungen gegen das Coronavirus - und damit auf ein Abklingen der Pandemie mit einer deutlichen Konjunkturerholung, auch wenn derzeit die Beschränkungen noch verschärft werden. Im zyklischen Autosektor zeigt sich dieses Bild derzeit besonders deutlich, Händler sprachen deshalb von einer fortgesetzt guten Sektorstimmung. Dazu passt, dass Continental am Mittwoch anspruchsvolle Mittelfristziele vorstellte.

Auf Konzernebene strebt der Zulieferer mittelfristig ein Wachstum aus eigener Kraft von 5 bis 8 Prozent jährlich an. Das Autozuliefergeschäft soll mit 7 bis 11 Prozent Wachstum der Treiber sein. Bei der um Sondereffekte bereinigten Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern plant Conti mit 8 bis 11 Prozent, ohne die abzuspaltende Antriebstechnik.

Wie Analyst Sascha Gommel von Jefferies Research auf den ersten Blick betonte, liegen die Ziele über den Erwartungen. Die neuen Ziele sind Teil eines strategischen Updates, das laut Gommel einen erheblichen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit legt. Der neue Konzernchef Nikolai Setzer will in mehreren Hightech-Bereichen das Tempo erhöhen, gleichzeitig soll sich der Autozulieferer auf vorhandene Stärken besinnen.

Seit dem Corona-Crash, der im März bei 51,45 Euro sein Tief fand, haben sich die Aktien mit derzeit knapp 120 Euro schon deutlich mehr als verdoppelt. Gleiches gilt sektorweit, wie der Anstieg des Stoxx Europe 600 Autos & Parts von 254 bis über 530 Punkte zeigt.

@ dpa.de