APPLE INC, US0378331005

CUPERTINO - Dass die Geschäfte von Apple wegen der aktuellen Bauteile-Knappheit weniger gut laufen, tut der Aktie des Technologiekonzerns keinen Abbruch.

26.11.2021 - 08:33:26

APPLE IM FOKUS: Trotz Wachstumseinbußen bleibt Aktie auf Rekordjagd. Die Papiere eilen von Rekord zu Rekord und haben dem iPhone-Hersteller wieder den Titel des weltweit wertvollsten Unternehmens zurückgebracht. Was bei Apple los ist, was die Aktie macht und was Analysten sagen.

bislang um rund 17 Prozent gestiegen ist. Verglichen mit dem 52-prozentigen Kurssprung der Aktie des Konkurrenten Microsoft steht die Apple-Performance allerdings recht bescheiden da.

Aufgrund des starken Kursauftriebs hat Microsoft vor wenigen Wochen Apple den Rang als wertvollstes Unternehmen der Welt abgelaufen. Dank der jüngsten Kursrally hat der jahrelange Platzhirsch Apple aber seine Spitzenposition mittlerweile wieder zurückerobert. Apple wird derzeit an der Börse mit 2,66 Billionen Dollar bewertet, Microsoft kommt auf 2,54 Billionen Dollar.

Wie nachhaltig der Erfolg der bereits seit 1980 an der Börse gelisteten Apple-Aktie ist, zeigt ein Blick auf die mittel- und langfristige Entwicklung. In den vergangenen fünf Jahren haben Aktionäre, die seitdem die Papiere gehalten haben, ihr Investment praktisch versechsfacht.

Seit dem Sommer 2001 beläuft sich das Kursplus auf rund 50 000 Prozent - wer damals 1000 Dollar in Apple investiert hatte, hat heute rund eine halbe Million Dollar. Wer beim Börsengang mit 1000 Dollar eingestiegen ist und seitdem nicht verkauft hat, hat Apple-Aktien für mehr als eine Million Dollar im Depot.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Die Experten blicken weiterhin vorsichtig optimistisch auf Apple. Von den sieben seit Oktober von dpa-AFX erfassten Analysten empfehlen drei die Aktie zum Kauf und vier zum Halten. Mit einem Kursziel von 180 US-Dollar ist Samik Chatterjee von JPMorgan am optimistischsten. Derzeit notiert die Apple-Aktie bei rund 161 Dollar und damit fast beim durchschnittlichen Kursziel von knapp 160 Dollar der von dpa-AFX erfassten Experten.

Analyst Rod Hall von der US-Investmentbank Goldman Sachs beurteilte aktuelle Daten zu den Vorlaufzeiten für Bestellungen von Apple-Produkten positiv. Die Lieferzeit für iPhone-13-Pro-Modelle in China und den USA hätten sich verkürzt. Zudem müssten Kunden in Großbritannien als auch europaweit nicht mehr so lange auf 16-Zoll-MacBooks warten. Auch sein Kollege David Vogt von der schweizerischen Großbank UBS sprach davon, dass sich die Lieferengpässe abschwächten.

Analyst Ingo Wermann von der DZ Bank sieht aufgrund des Chipmangels kurzfristig weiterhin Belastungen für das Wachstum im Produktbereich von Apple, dessen Portfolio sich jedoch einer ungebrochen hohen Nachfrage erfreue. Stärkster Wachstumsmotor bleibe zunächst das Service-Geschäft.

Mit Blick auf die Quartalszahlen zeigten sich die Analysten mehr oder weniger zufrieden. Tim Long von der britischen Barclays Bank attestierte dem iPhone-Hersteller ein durchwachsen ausgefallenes Quartal. Die Lieferkettenprobleme hätten erwartungsgemäß den Umsatz beeinträchtigt. Dieser Effekt sollte sich im Weihnachtsquartal noch verstärken. Samik Chatterjee von JPMorgan betonte, dass die Lieferprobleme nichts an der hohen Nachfrage nach dem iPhone änderten - und blieb bei seiner optimistischen Haltung.

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