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AKTIE IM FOKUS 4: Anleger nutzen Auftakt-Minus bei Dialog Semiconductor zum Kauf

14.01.2019 - 13:03:23

FRANKFURT - Anfangs deutliche Kursverluste der Aktie von Dialog Semiconductor nach vorläufigen Umsatzzahlen haben Schnäppchenjäger angelockt. Die Papiere drehten im frühen Handel rasch ins Plus und stiegen in der Spitze knapp über 23 Euro. Zuletzt kosteten sie mit plus 4,47 Prozent 22,90 Euro. Damit waren sie der stärkste Wert im schwächelnden Nebenwerte-Index SDax . Der Apple -Zulieferer hatte im Schlussquartal 2018 das untere Ende seiner Umsatzprognose erreicht.

Dass Dialog die konzerneigenen Ziele erreicht hat, sollte als positives Signal gesehen werden, nachdem viele Apple-Zulieferer zuletzt Gewinnwarnungen wegen der schwachen Nachfrage nach der jüngsten iPhone-Generation veröffentlicht hätten, schrieb Analyst Robin Brass von der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

Grundsätzlich will Dialog unabhängiger von dem US-IT-Konzern Apple werden und stellte daher im Herbst die Beziehung zu seinem wichtigsten Kunden neu auf. Dialog schloss damals eine millionenschwere Vereinbarung mit dem iPhone-Hersteller ab. Gewisse Technologien für Chips zur Stromsteuerung (PMIC) wurden an Apple auslizensiert und zudem Vermögenswerte übertragen. Damit fand Dialog eine Lösung für den zuvor schwelenden Konflikt um die Stromchips, denn es war zuvor lange darüber spekuliert worden, dass die Amerikaner diese künftig in Eigenregie herstellen könnten. Die Dialog-Aktien hatten von dem Schritt profitiert.

Analyst Achal Sultania von Credit Suisse äußerte sich an diesem Montag nun lobend über die Aktivitäten von Dialog außerhalb des Großkunden Apple. Diese machten inzwischen knapp ein Drittel des gesamten Umsatzes aus und seien damit im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsen. Hier wirke sich die Ende 2017 abgeschlossene Übernahme des US-Chipherstellers Silego positiv aus, schrieb er. Auch habe Dialog den Umsatz mit energieeffizienteren Bluetooth-Produkten und mit Anwendungen für das schnelle Aufladen mobiler Geräte kräftig erhöht.

Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank wies zudem darauf hin, dass Dialog finanziell gut aufgestellt sei, schuldenfrei bleibe und eigene Aktien zurückkaufe.

Anfang Januar waren die Dialog-Anteile nach einer Umsatzwarnung von Apple ebenso deutlich abgesackt wie Papiere anderer Halbleiterunternehmen und Apple-Zulieferer. Sie hatten sich dann aber schnell wieder von ihren Einbußen erholt. Seit Mitte November kommen sie allerdings per Saldo mit Kursen um 22 Euro nur wenig vom Fleck./ajx/bek/mis/ck/jha/

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