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Rheinmetall AG, DE0007030009

Rheinmetall AG, DE0007030009

27.07.2020 - 16:14:59

Rheinmetall AG: Nicht zahlungswirksame Wertminderungen für Automotive-Sparte im zweiten Quartal 2020 / Quartalsergebnis besser als Konsensus

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DGAP-Ad-hoc: Rheinmetall AG / Schlagwort(e): Quartalsergebnis/Sonstiges

Rheinmetall AG: Nicht zahlungswirksame Wertminderungen für Automotive-Sparte

im zweiten Quartal 2020 / Quartalsergebnis besser als Konsensus

27.07.2020 / 16:10 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung

(EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2020 wird die Rheinmetall AG für die

Automotive-Sparte des Konzerns nicht zahlungswirksame Wertminderungen von

300 MioEUR berücksichtigen. Sie entfallen nahezu ausschließlich auf die

Automotive-Division Hardparts. Die Wertminderungen resultieren vor allem aus

dem in Folge der Covid-19-Pandemie drastisch reduzierten Produktionsvolumen

der internationalen Automobilindustrie im Jahr 2020 sowie aus den aktuellen

Expertenschätzungen, die - verglichen mit den Prognosen und Planungsannahmen

vor der Coronakrise - von einer auch mittelfristig deutlich geringeren

Wachstumsdynamik bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ausgehen. Demnach wird

im laufenden Jahr ein Produktionsrückgang von weltweit über 20% gegenüber

2019 prognostiziert; eine Rückkehr zum Produktionsniveau vor der Krise wird

nach Expertenprognosen nicht vor dem Jahr 2024 erwartet.

Die Wertminderungen bei Rheinmetall Automotive werden sich auf bestimmte

Kennzahlen wie das berichtete EBIT, das Konzernergebnis und die

Eigenkapitalquote des Rheinmetall-Konzerns auswirken. Die Entwicklung der

operativen Ergebnismargen in den Unternehmensbereichen bleibt durch die

Wertminderung unbeeinflusst.

Darüber hinaus prüft Rheinmetall derzeit strategische Optionen im

Unternehmensbereich Automotive. In diesem Zusammenhang werden im dritten

Quartal 2020 Restrukturierungsrückstellungen von 40 MioEUR erwartet, die

nicht durch die Wertminderungen erfasst sind und die im Zeitraum von 2020

bis 2022 zahlungswirksam werden. Sie betreffen vor allem Kosten für

Kapazitätsanpassungen und Produktionsverlagerungen zur Optimierung des

internationalen Standortnetzwerkes in der Division Hardparts (24 MioEUR)

sowie Kosten zur Anpassung und Neuausrichtung der Strukturen zur

Vorbereitung des Eintritts in neue Märkte in der Division Mechatronics (16

MioEUR).

Der Rheinmetall-Konzern wird nach ersten vorläufigen Zahlen das zweite

Quartal 2020 bei wichtigen Kennzahlen besser abschließen als erwartet und

die aktuellen durchschnittlichen Analystenschätzungen für die Entwicklung

des Konzernumsatzes und für das operative Ergebnis übertreffen.

Der Unternehmensbereich Automotive konnte die durch die Covid-19-Pandemie

ausgelöste deutliche Geschäftsabschwächung im zweiten Quartal 2020 aufgrund

umfangreicher und schnell wirkender Kostensenkungsmaßnahmen besser

bewältigen als zunächst prognostiziert und übertrifft die aktuellen

durchschnittlichen Analystenschätzungen für das operative Ergebnis um 35

MioEUR.

Nach vorläufigen Zahlen für die Berichtsperiode von April bis Juni 2020

liegt der Umsatz des Unternehmensbereichs Automotive bei 338 Mio EUR

(Vorjahr: 726 MioEUR) und das operative Quartalsergebnis bei - 52 MioEUR

(Vorjahr: + 52 MioEUR). Gemäß der Konsensus-Schätzung durch Vara Research

rechnen Analysten für die Automotive-Sparte aktuell mit einem Quartalsumsatz

von 332 MioEUR und einem operativem Quartalsverlust von - 87 MioEUR.

Der Unternehmensbereich Defence hat - nach vorläufigen Zahlen - im zweiten

Quartal 2020 einen Quartalsumsatz von 901 MioEUR (Vorjahr: 746 MioEUR) und

ein operatives Ergebnis von + 93 MioEUR (Vorjahr: + 60 MioEUR)

erwirtschaftet. Die durchschnittlichen Schätzungen der Analysten gehen von

einem Quartalsumsatz von 814 MioEUR und einem operativen Quartalsergebnis

von 73 MioEUR aus.

Aus den Kennzahlen für beide Unternehmensbereiche leiten sich auf Basis der

vorläufigen Zahlen für den Rheinmetall-Konzern ein Quartalsumsatz von 1.239

MioEUR (Vorjahr: 1.471 MioEUR) und ein operatives Quartalsergebnis von + 36

MioEUR (Vorjahr: + 110 MioEUR) ab. Die entsprechenden Analystenschätzungen

liegen für den Umsatz bei 1.146 MioEUR und für das operative Ergebnis bei -

18 MioEUR.

Kontakt:

Peter Rücker: +49 (0) 211 473 4320, peter.ruecker@rheinmetall.com

27.07.2020 CET/CEST Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche

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