Gerresheimer AG, DE000A0LD6E6

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11.07.2018 - 20:20:37

Gerresheimer übernimmt Sensile Medical / Erwartet unabhängig hiervon wegen zwei neuer Großaufträge mittelfristig erhöhtes Wachstum und verbesserte Profitabilität bei zunächst höherem Capex / Organische Umsatzprognose 2018 nach oben eingegrenzt

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DGAP-Ad-hoc: Gerresheimer AG / Schlagwort(e): Fusionen & Übernahmen

Gerresheimer übernimmt Sensile Medical / Erwartet unabhängig hiervon wegen

zwei neuer Großaufträge mittelfristig erhöhtes Wachstum und verbesserte

Profitabilität bei zunächst höherem Capex / Organische Umsatzprognose 2018

nach oben eingegrenzt

11.07.2018 / 20:17 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformationen nach Artikel 17 der Verordnung

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Gerresheimer übernimmt Sensile Medical / Erwartet unabhängig hiervon wegen

zwei neuer Großaufträge mittelfristig erhöhtes Wachstum und verbesserte

Profitabilität bei zunächst höherem Capex / Organische Umsatzprognose 2018

nach oben eingegrenzt

Düsseldorf, 11. Juli 2018 - Gerresheimer erweitert sein Geschäftsmodell mit

der Übernahme der Sensile Medical AG, Schweiz ("Sensile Medical") aufgrund

eines heute unterzeichneten Aktienkaufvertrages in Richtung Original

Equipment Manufacturer (OEM) für Drug Delivery Plattformen mit digitalen und

elektronischen Fähigkeiten für Pharma- und Biopharmakunden. Sensile Medical

entwickelt innovative Drug Delivery Produkte und Plattformen zur

Verabreichung von Medikamenten, einschließlich digitaler Vernetzung. Sensile

Medical arbeitet bereits sehr erfolgreich mit Kunden an der Entwicklung von

Devices für Diabetiker und Patienten mit Herzerkrankungen. Der Kaufpreis

wird in Abhängigkeit von dem Erreichen vertraglich definierter Meilensteine

maximal EUR 350 Mio. betragen. Die Anfangszahlung beträgt EUR 175 Mio.

Unabhängig davon konnte Gerresheimer zwei große neue Aufträge gewinnen,

einen zur Herstellung von Inhalatoren und einen für vorfüllbare Spritzen für

einen großen Heparinhersteller. Andererseits verliert Gerresheimer einen

deutlich kleineren Auftrag im Inhalationsbereich mit nachfolgenden

Restrukturierungsaufwendungen für das Werk in Küssnacht (Schweiz), das bis

Ende 2019 geschlossen werden soll.

Ohne Sensile Medical ergeben sich daraus folgende Änderungen in der Planung

der Investitionen, Profitabilität und Umsatzerlöse: Für die Jahre 2019 und

2020 werden höhere Investitionen von voraussichtlich zusätzlichen 2

Prozentpunkten bis maximal 4 Prozentpunkten der währungsbereinigten

Umsatzerlöse angesetzt, die unter anderem zur Kapazitätserweiterung des

Werks in Horsovsky Tyn (Tschechische Republik) sowie für weitere

Automatisierungen und für ein neues Werk in Osteuropa genutzt werden sollen.

Gleichzeitig erwartet Gerresheimer, dass dies ebenfalls in den Jahren 2019

und 2020 zu Belastungen der Adjusted EBITDA-Marge von ca. 1 Prozentpunkt

führen wird (verglichen mit dem Wert des Geschäftsjahres 2017), und zwar

wegen der niedrigmargigen Umsatzerlöse im Engineering- und Werkzeuggeschäft

aus den gewonnenen neuen Großaufträgen sowie der erhöhten Aufwendungen für

Verlagerung, Mitarbeitertrainings und das An- und Hochfahren der Produktion.

Für die Jahre 2021 und 2022 erwartet Gerresheimer ebenfalls ohne

Berücksichtigung von Sensile Medical, dass dann einerseits die Umsatzerlöse

über das übliche Wachstum hinaus genauso wie die Adjusted EBITDA-Marge um 2

Prozentpunkte steigen und andererseits das Investitionsvolumen wieder auf

rund 8 Prozent zurückgehen wird.

Im Anschluss an die am 22.02.2018 gegebene Prognose erwartet Gerresheimer

ohne Berücksichtigung von Sensile Medical für das laufende Jahr ein starkes

zweites Halbjahr und präzisiert die Prognose für die währungsbereinigten

Umsatzerlöse folglich am oberen Ende auf EUR 1,38 Mrd. bis EUR 1,4 Mrd.

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