Brasilien, Wahlen

Zwar findet der abgewählte Staatschef noch immer keine klaren Worte zur Wahl, richtet jetzt aber einen Appell an seine radikalen Anhänger - sie wollen die Niederlage nicht hinnehmen.

03.11.2022 - 03:54:21

Bolsonaro: Anhänger sollen Straßensperren aufheben

  • Anhänger des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro blockieren eine Autobahn bei Itaborai. - Foto: Andre Penner/AP/dpa

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  • Anhänger des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro blockieren eine Autobahn bei Itaborai. - Foto: Silvia Izquierdo/AP/dpa

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Anhänger des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro blockieren eine Autobahn bei Itaborai. - Foto: Andre Penner/AP/dpaAnhänger des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro blockieren eine Autobahn bei Itaborai. - Foto: Silvia Izquierdo/AP/dpa

Nach tagelangen Blockaden hat Brasiliens abgewählter Präsident Jair Bolsonaro seine Anhänger aufgefordert, die zahlreichen Straßensperren in weiten Teilen des Landes aufzuheben. «Die Sperrung von Fernstraßen in ganz Brasilien beeinträchtigt die Bewegungsfreiheit der Menschen», sagte Bolsonaro in einem auf Twitter veröffentlichten Video. «Man muss das Recht anderer Menschen, die unterwegs sind, respektieren - ganz abgesehen von dem Schaden für unsere Wirtschaft.»

Die Autobahnpolizei hatte gestern Nachmittag noch 150 Straßensperren in verschiedenen Regionen des südamerikanischen Landes registriert, wie das brasilianische Nachrichtenportal «G1» berichtete. Nach eigenen Angaben löste die Polizei bereits 688 Blockaden auf. Bolsonaros Unterstützer wollen den Wahlsieg von dessen Herausforderer Luiz Inácio Lula da Silva nicht hinnehmen. «Andere Demonstrationen auf Plätzen und an öffentlichen Orten sind Teil des demokratischen Spiels», sagte Bolsonaro weiter.

Zahlreiche Bolsonaro-Anhänger demonstrierten gestern vor Kasernen in verschiedenen Regionen Brasiliens gegen den Sieg des linken Ex-Präsidenten Lula in der Stichwahl gegen Bolsonaro am Sonntag. In mindestens 18 Bundesstaaten und in wichtigen Städten wie Rio de Janeiro, São Paulo und Brasília forderten sie ein Eingreifen des Militärs, wie die brasilianische Zeitung «Folha de S. Paulo» berichtete.

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