Ärmelkanal, Bootsunglück

Vor gut einem Jahr kamen bei einem Bootsunglück im Ärmelkanal 27 Menschen.

14.12.2022 - 11:03:36

Berichte: Mehrere Tote nach Bootsunglück im Ärmelkanal. Nun könnte es erneut zu einer Tradögie gekommen sein. Ein Boot mit 30 bis 50 Menschen geriet in Seenot. Es soll mehrere Tote geben.

Bei einem Bootsunglück im Ärmelkanal sollen britischen Medienberichten zufolge mehrere Menschen gestorben sein. Nach Informationen von Sky News sollen auf dem in den frühen Morgenstunden in Seenot geratenen Boot mit Migranten an Bord rund 30 bis 50 Menschen gewesen sein, von denen einige nicht überlebt haben sollen, wie der Sender unter Berufung auf eine französische Quelle berichtete. Der «Telegraph» schrieb von mindestens drei mutmaßlichen Todesfällen. Eine offizielle Bestätigung der Todesfälle gab es zunächst noch nicht.

Die Küstenwache koordinierte am Mittwoch gemeinsam mit Militär, Polizei und dem Grenzschutz eine Such- und Rettungsmission, bei der mindestens zwei Helikopter sowie britische und französische Rettungsboote im Einsatz waren. Was mit dem verunglückten Boot genau passiert war, blieb zunächst unklar.

Suche nach Vermissten

Die Suche nach Vermissten werde sich den weiteren Tag über hinziehen, berichtete Sky News unter Berufung auf Insiderquellen. Aufgrund der kalten Temperaturen - in den vergangenen Nächten fielen diese in der Region in den Bereich der Minusgrade - werde jedoch nicht mehr nach Überlebenden gesucht.

Vor gut einem Jahr waren bei einem Bootsunglück im Ärmelkanal 27 Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt unternahmen viele Tausende Migranten die gefährliche Überfahrt in Richtung Vereinigtes Königreich. Der britische Premierminister Rishi Sunak hatte erst am Dienstag Pläne öffentlich gemacht, wie er härter gegen illegale Migration vorgehen will.

Die britische Innenministerin Suella Braverman, die für ihre radikale Linie in Sachen Migration bekannt ist, schrieb auf Twitter, sie sei mit ihren Gedanken bei allen Betroffenen. Sie werde über den «erschütternden Vorfall» auf dem Laufenden gehalten und die Behörden seien dabei, die Situation aufzuklären.

@ dpa.de