Dnipro, Wolodymyr Selenskyj

Die Ukraine hofft auf westliche Raketen mit größerer Reichweite, um Russlands Angriffe abzuwehren.

16.01.2023 - 17:26:38

Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage. Aber das Land kämpft auch an anderen Fronten gegen den «Aggressor» - im Sport etwa. Die News im Überblick.

  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte zurückhaltend auf Berichte über westliche Panzer-Lieferungen an sein Land. - Foto: Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa

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  • Der russische Präsident Wladimir Putin legt zum Gedenken an den 80. Jahrestag des Durchbruchs der Leningrader Blockade auf dem Piskarjowskoje-Friedhof in St. Petersburg Blumen nieder. - Foto: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

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  • Trümmer werden am Samstag weggeräumt, nachdem nach ukrainischen Angaben eine russische Rakete in ein Hochhaus eingeschlagen ist. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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  • Bild der Zerstörung: Ein Krater einer Explosion ist neben einem zerstörten Haus nach einem Raketenangriff in Hlewacha zu sehen. - Foto: Roman Hrytsyna/AP/dpa

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  • Einsatzkräfte tragen die Leiche einer Person, die bei einem Hubschrauberabsturz auf dem Gelände eines Kindergartens ums Leben kam. - Foto: Sergei Chuzavkov/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Rettungskräfte suchen noch immer nach Menschen in dem von einer russischen Rakete getroffenen Wohnblock in Dnipro. - Foto: -/Ukrinform/dpa

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  • Nach dem Einschlag einer russischen Rakete in Dnipro evakuieren Rettungskräfte eine verletzte Frau aus dem mehrstöckigen Wohnhaus. - Foto: Yevhenii Zavhorodnii/AP/dpa

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  • Die Verschütteten in Dnipro dürften nicht mehr am Leben sein. - Foto: Roman Hrytsyna/AP/dpa

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  • Die Absturzstelle des Hubschraubers in Browary. - Foto: Daniel Cole/AP/dpa

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  • Menschen gehen an der Stelle vorbei, an der ein Hubschrauber abgestürzt ist. - Foto: Daniel Cole/AP/dpa

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  • In der Nähe der Absturzstelle des Hubschraubers legen Menschen Stofftiere nieder. - Foto: Sergei Chuzavkov/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Ukrainische Soldaten tragen den Sarg eines Kameraden, der in Bachmut im Kampf gefallen ist. - Foto: Daniel Cole/AP/dpa

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  • Eine Frau betrachtet zerstörte russische Panzer in Kiew. - Foto: Daniel Cole/AP/dpa

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  • Die «Gedenkwand für die gefallenen Verteidiger der Ukraine im russisch-ukrainischen Krieg» in Kiew. - Foto: Daniel Cole/AP/dpa

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  • Eine Frau steht vor einer Ausstellung zerstörter russischer Panzer und gepanzerter Fahrzeuge in der Kiewer Innenstadt. - Foto: Daniel Cole/AP/dpa

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  • Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt in Kiew an der Trauerzeremonie zu Ehren der Verstorbenen des Hubschrauberabsturzes um Innenminister Monastyrskyj teil. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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  • Auf einem vom Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichten Foto sind russische Soldaten mit einem Mörser zu sehen. - Foto: ---/Russian Defense Ministry Press Service via AP/dpa

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  • Ein Raketenangriff hat ein Haus im ukrainischen Hlewacha schwer beschädigt. - Foto: Roman Hrytsyna/AP/dpa

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  • Er könne ein Ende des Krieges «binnen 24 Stunden» aushandeln, behauptet Ex-US-Präsident Donald Trump. - Foto: Michael Conroy/AP/dpa/Archiv

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  • Halina Panasian steht nach einem russischen Raketenangriff in ihrem zerstörten Haus in Hlewacha. - Foto: Roman Hrytsyna/AP/dpa

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  • Ukrainische Soldaten bereiten in Cherson eine von den USA gelieferte M777 Haubitze für den Beschuss einer feindlichen Stellung vor. - Foto: Libkos/AP/dpa

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  • Alberto Ángel Fernández empfängt Olaf Scholz. Der argentinische Präsident will keine Waffen an die Ukraine liefern. - Foto: Kay Nietfeld/dpa

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  • Ukrainische Soldaten auf dem Weg an die Front in der Region Donezk. - Foto: Andriy Dubchak/AP/dpa

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte zurückhaltend auf Berichte über westliche Panzer-Lieferungen an sein Land. - Foto: Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpaDer russische Präsident Wladimir Putin legt zum Gedenken an den 80. Jahrestag des Durchbruchs der Leningrader Blockade auf dem Piskarjowskoje-Friedhof in St. Petersburg Blumen nieder. - Foto: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpaTrümmer werden am Samstag weggeräumt, nachdem nach ukrainischen Angaben eine russische Rakete in ein Hochhaus eingeschlagen ist. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpaBild der Zerstörung: Ein Krater einer Explosion ist neben einem zerstörten Haus nach einem Raketenangriff in Hlewacha zu sehen. - Foto: Roman Hrytsyna/AP/dpaEinsatzkräfte tragen die Leiche einer Person, die bei einem Hubschrauberabsturz auf dem Gelände eines Kindergartens ums Leben kam. - Foto: Sergei Chuzavkov/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpaRettungskräfte suchen noch immer nach Menschen in dem von einer russischen Rakete getroffenen Wohnblock in Dnipro. - Foto: -/Ukrinform/dpaNach dem Einschlag einer russischen Rakete in Dnipro evakuieren Rettungskräfte eine verletzte Frau aus dem mehrstöckigen Wohnhaus. - Foto: Yevhenii Zavhorodnii/AP/dpaDie Verschütteten in Dnipro dürften nicht mehr am Leben sein. - Foto: Roman Hrytsyna/AP/dpaDie Absturzstelle des Hubschraubers in Browary. - Foto: Daniel Cole/AP/dpaMenschen gehen an der Stelle vorbei, an der ein Hubschrauber abgestürzt ist. - Foto: Daniel Cole/AP/dpaIn der Nähe der Absturzstelle des Hubschraubers legen Menschen Stofftiere nieder. - Foto: Sergei Chuzavkov/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpaUkrainische Soldaten tragen den Sarg eines Kameraden, der in Bachmut im Kampf gefallen ist. - Foto: Daniel Cole/AP/dpaEine Frau betrachtet zerstörte russische Panzer in Kiew. - Foto: Daniel Cole/AP/dpaDie «Gedenkwand für die gefallenen Verteidiger der Ukraine im russisch-ukrainischen Krieg» in Kiew. - Foto: Daniel Cole/AP/dpaEine Frau steht vor einer Ausstellung zerstörter russischer Panzer und gepanzerter Fahrzeuge in der Kiewer Innenstadt. - Foto: Daniel Cole/AP/dpaPräsident Wolodymyr Selenskyj nimmt in Kiew an der Trauerzeremonie zu Ehren der Verstorbenen des Hubschrauberabsturzes um Innenminister Monastyrskyj teil. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpaAuf einem vom Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichten Foto sind russische Soldaten mit einem Mörser zu sehen. - Foto: ---/Russian Defense Ministry Press Service via AP/dpaEin Raketenangriff hat ein Haus im ukrainischen Hlewacha schwer beschädigt. - Foto: Roman Hrytsyna/AP/dpaEr könne ein Ende des Krieges «binnen 24 Stunden» aushandeln, behauptet Ex-US-Präsident Donald Trump. - Foto: Michael Conroy/AP/dpa/ArchivHalina Panasian steht nach einem russischen Raketenangriff in ihrem zerstörten Haus in Hlewacha. - Foto: Roman Hrytsyna/AP/dpaUkrainische Soldaten bereiten in Cherson eine von den USA gelieferte M777 Haubitze für den Beschuss einer feindlichen Stellung vor. - Foto: Libkos/AP/dpaAlberto Ángel Fernández empfängt Olaf Scholz. Der argentinische Präsident will keine Waffen an die Ukraine liefern. - Foto: Kay Nietfeld/dpaUkrainische Soldaten auf dem Weg an die Front in der Region Donezk. - Foto: Andriy Dubchak/AP/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Sanktionen gegen 185 Unternehmen und Personen in Kraft gesetzt, die Russlands Angriffskrieg unterstützen. Bestraft werden demnach Firmen und Unternehmer, die im Auftrag des «Aggressorstaates» Personal und Militärtechnik per Bahn transportieren, sagte Selenskyj in seiner gestern veröffentlichten allabendlichen Videobotschaft. Das beschlagnahmte verfügbare Vermögen komme der Landesverteidigung zugute, sagte er.

Auch belarussische Firmen, die Russland bei den Transporten unterstützen, stehen auf der am Abend veröffentlichten Liste mit 182 Firmen und 3 Personen. Die Ukraine arbeite daran, dass auch andere Staaten die Aktiva der Firmen blockierten. Zugleich dankte Selenskyj «allen, die helfen, die Sanktionen gegen Russland zu verstärken» und jenen Ermittlern, die Russlands Umgehung der Strafmaßnahmen aufdeckten und verfolgten.

Debatte um Olympische Spiele in Paris

Mit Nachdruck forderte der Präsident einmal mehr, dass Russland im nächsten Jahr nicht zu den Olympischen Spielen in Paris zugelassen werde. Wie Selenskyj mitteilte, schrieb er den Präsidenten der führenden internationalen Sportvereinigungen, sie mögen sich festlegen mit Blick auf Pläne des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), russische Athletinnen und Athleten wieder in den Weltsport einzubinden.

Die Ukraine droht mit einem Boykott der Spiele in Paris, sollten Sportlerinnen und Sportler aus Russland oder Belarus dort zugelassen werden. Auch Belarus ist aus Sicht der Ukraine Kriegspartei. Selenskyj hatte zuvor betont, dass die olympischen Prinzipien unvereinbar seien mit Krieg.

Niemand könne darüber hinwegsehen, dass Russland täglich seinen Terror fortsetze, sagte Selenskyj. In der Stadt Kostjantyniwka im Gebiet Donezk seien bei russischen Raketenangriffen gegen Wohngebäude gestern drei Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden. Der Präsident betonte mit Blick auf die in Aussicht gestellten Militärhilfen des Westens, dass die Ukraine dringend Raketen mit größerer Reichweite benötige, um solche Angriffe abzuwehren.

Russland wirft Ukraine Beschuss von Krankenhaus vor

Das russische Verteidigungsministerium hat den ukrainischen Streitkräften den gezielten Beschuss eines Krankenhauses in der Region Luhansk vorgeworfen. Das Ministerium in Moskau teilte gestern Abend mit, das Krankenhaus in Nowoajdar sei durch einen Mehrfachraketenwerfer des US-Typs Himars beschossen worden. Dabei seien 14 Menschen getötet und 24 Patienten und Klinik-Mitarbeiter verletzt worden. Die Region Luhansk ist weitgehend von Russland besetzt. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Das Ministerium veröffentlichte zunächst weder Videos noch Fotos von dem Einschlag, der sich bereits am Morgen ereignet haben soll.

Das Ministerium warf den ukrainischen Streitkräften einen «absichtlichen Raketenschlag» gegen das zivile Krankenhaus vor, es handele sich um ein «schweres Kriegsverbrechen des Kiewer Regimes». Beweise veröffentlichte die Behörde zunächst nicht. Die Verantwortlichen würden gefunden und zur Rechenschaft gezogen.

Kanzler Scholz will weiter mit Putin telefonieren

Bundeskanzler Olaf Scholz will auch weiterhin versuchen, in direkten Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf ein Ende des Krieges gegen die Ukraine hinzuwirken. «Ich werde auch wieder mit Putin telefonieren - weil es nötig ist, dass miteinander gesprochen wird», sagte der SPD-Politiker dem «Tagesspiegel».

Solange Russland den Krieg in unverminderter Aggression weiterführe, werde sich die jetzige Situation nicht ändern, sagte Scholz. «Mir ist aber wichtig, dass die Gespräche immer wieder auf das eigentliche Thema zurückkommen: Wie kommt die Welt aus dieser schrecklichen Lage heraus? Die Voraussetzung dafür ist klar: der Rückzug russischer Truppen.»

Mit Blick auf neue Forderungen zur Lieferung von Kampfjets in die Ukraine warnte Scholz vor einem «ständigen Überbietungswettbewerb» um Waffensysteme. Die Frage der Kampfflugzeuge stelle sich gar nicht. «Wenn, kaum dass eine Entscheidung getroffen ist, in Deutschland die nächste Debatte beginnt, wirkt das wenig seriös und erschüttert das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in staatliche Entscheidungen», betonte Scholz mit Hinweis auf den jüngsten Entschluss, Kampfpanzer an Kiew zu liefern. Er bekräftigte: «Ein deutscher Kanzler, der seinen Amtseid ernst nimmt, muss alles dafür tun, dass aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine kein Krieg wird zwischen Russland und der Nato.» Er werde «eine solche Eskalation nicht zulassen».

Während seines Lateinamerika-Besuchs betonte Scholz erneut, es handle sich um einen Krieg zwischen Russland und der Ukraine. «Daran ändert sich nichts dadurch, dass wir die Ukraine mit finanzieller, humanitärer Hilfe ausstatten oder Waffen liefern», sagte der Kanzler gestern Abend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.

Argentinien plant keine Waffenlieferung an Ukraine

Der argentinische Präsident Alberto Fernández erteilte bei Scholz' Besuch in Südamerika einer möglichen Waffenlieferung Argentiniens an die Ukraine eine Absage. «Ich kann nicht über Entscheidungen urteilen, die andere Länder treffen», sagte Fernández in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Scholz. «Argentinien und Lateinamerika denken nicht daran, Waffen an die Ukraine oder irgendein anderes Land in einem Konflikt zu schicken.» Er könne aber versichern, dass der Kanzler und er sich am meisten wünschten, dass der Frieden so bald wie möglich wiederhergestellt werde.

Scholz, der zu einem viertägigen Besuch in Argentinien, Chile und Brasilien ist, hatte dem Medienverbund «Grupo de Diarios América» gesagt, der Ukraine-Krieg sei «keine rein europäische Angelegenheit».

Was heute wichtig wird

Die russischen Truppen und die Privatarmee des Putin-Vertrauten Jewgeni Prigoschin setzen ihre Angriffe im Donbass fort. Sie hatten zuletzt von Fortschritten und Kampferfolgen gesprochen, die von unabhängiger Seite nicht überprüfbar sind und aus Sicht von westlichen Experten von Moskau womöglich übertrieben dargestellt werden. Die Ukraine betont, den Angriffen standzuhalten.

@ dpa.de