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Ausland, Haiti

Nach dem starken Erdbeben in Haiti ist die Zahl der Toten auf über 700 gestiegen.

16.08.2021 - 17:08:02

Mehr als 700 Tote nach Erdbeben in Haiti

und Moderna .

Mittlerweile könnten mögliche Risiken der Impfung in der Altersgruppe zuverlässiger beurteilt werden, erklärte die Stiko am Montag. Sie verwies auf nahezu zehn Millionen geimpfte Kinder und Jugendliche im US-Impfprogramm. Die Zurückhaltung hatte Stiko-Chef Thomas Mertens zuletzt mit unzureichenden Daten zur Sicherheit der Impfung bei Heranwachsenden begründet. Im Fokus standen vor allem mögliche Folgen von Herzmuskelentzündungen bei Geimpften. Am Montag sprach die Stiko von meist unkomplizierten Verläufen. Der offizielle Empfehlungstext liegt noch nicht vor, Änderungen sind in einem Abstimmungsverfahren mit Ländern und Fachkreisen noch möglich.

Bereits Anfang August hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern breitere Impfangebote für Kinder vereinbart - etwa auch in regionalen Impfzentren. Der Vorsitzende der Länder-Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, nannte die Entscheidung der Stiko ein wichtiges Signal an Eltern und die Jugendlichen selbst: "Lassen Sie sich und Ihre Kinder jetzt impfen!" Je mehr Kinder geimpft seien, "umso sicherer können wir auch in das kommende Schuljahr starten". Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Jetzt braucht es Tempo, um einfach zugängliche Schulhof-Impfangebote für Schülerinnen und Schüler zu schaffen, die dann auch gleich ihren Eltern offen stehen." Auch die Aufklärung und die Informationskampagne müssten nun Schritt halten.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, die Stiko habe sehr lange mit ihrer Entscheidung gewartet. "Damit hat sie es für viele Kinder über 12 Jahre schwer gemacht, eine Impfung zu erhalten. Umso mehr begrüße ich den Schritt jetzt", sagte er der "Rheinischen Post" (Dienstag). Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schrieb bei Twitter: ""Endlich!". Die Entscheidung sei nun für den Schulstart wichtig. "Leider haben wir viel Zeit verloren", kritisierte er. "Umso schneller sollte jetzt das Impfangebot erfolgen."

Die FDP-Gesundheitsexpertin im Bundestag, Christine Aschenberg-Dugnus, sagte, die Stiko-Entscheidung schaffe Klarheit für Eltern und Kinder sowie Rechtssicherheit für Ärzte. "Die Bundesregierung hätte dieses Ergebnis abwarten sollen, statt unabgestimmt vorzupreschen. Damit sollte die Stiko schlicht unter Druck gesetzt werden." Für Kinder unter 12 Jahren ist bislang kein Corona-Impfstoff verfügbar.

@ dts-nachrichtenagentur.de