Wolodymyr Selenskyj, Waffenlieferungen

In Kiew herrscht nach der Entscheidung des Bundestags zur gezielt herbeigeführten Hungersnot vor 90 Jahren Genugtuung.

18.10.2022 - 05:18:26

Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage. Der russische Revanchismus habe bald keine Chance mehr, meint Selenskyj. Die News.

  • Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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  • Ein Mann fährt in Bachmut mit seinem Fahrrad an einem Auto vorbei, das durch Beschuss zerstört wurde. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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  • Eine russische Rakete wird in der Region Belgorod abgefeuert. - Foto: Vadim Belikov/AP/dpa

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  • Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko spricht nach einem russischen Drohnenangriff im Stadtzentrum zu Journalisten. - Foto: -/Ukrinform/dpa

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  • Rettungskräfte sind nach einem russischen Drohnenangriff im Stadtzentrum von Kiew im Einsatz. - Foto: -/Ukrinform/dpa

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  • Menschen sitzen in einer Kiewer U-Bahn-Station, die als Luftschutzbunker dient. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

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  • Dunkle Städte: Nach Monaten des Krieges steht den Ukrainerinnen und Ukrainer nun ein Winter bevor, in denen Strom und Heizung vielerorts wohl nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen werden. - Foto: Leo Correa/AP/dpa

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  • Ukrainische Soldaten fahren in der Region Donezk auf einem Schützenpanzer. - Foto: -/AP/LIBKOS/dpa

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  • Kremlchef Wladimir Putin beim Besuch eines militärischen Ausbildungszentrums in der Region Rjasan. Dieses Foto wurde von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik via AP veröffentlicht. - Foto: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

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  • Ukrainische Soldaten fahren in der Region Donezk auf einem Schützenpanzer. - Foto: -/AP/LIBKOS/dpa

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  • Ein Grad-Mehrfachraketenwerfer des ukrainischen Militärs feuert Raketen auf russische Stellungen an der Frontlinie in der Nähe von Bachmut in der Region Donezk. - Foto: Libkos/AP/dpa

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  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trifft den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew. - Foto: Jesco Denzel/Bundespresseamt/dpa

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  • Die 50-Jährige Tamara trauert auf einem Friedhof in Mykolajiw um ihren einzigen Sohn, der bei einem russischen Bombenangriff getötet wurde. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

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  • Die Anwohner von Bachmut stehen in einer Schlange, um kostenloses Brot von Freiwilligen zu erhalten. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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  • Anwohnerin Nina (72) trägt in Slowjansk hölzerne Trümmer in der Nähe ihres Hauses, das durch Beschuss vor einem Monat zerstört wurde. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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  • Ukrainische Soldaten führen in Tschernihiw mit erbeuteten russischen T-72 Panzern eine militärische Übung durch. - Foto: Aleksandr Shulman/AP/dpa

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  • Ein Mann am Bahnhof von Dschankoj. - Foto: Uncredited/AP/dpa

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  • Ein ukrainischer Soldat kommuniziert über ein Walkie-Talkie über mögliche Verletzte in der Gegend um Terny. Die ukrainischen Truppen setzen ihre Gegenoffensive im Osten des Landes fort, stoßen aber in der Region Luhansk auf heftigen Widerstand. - Foto: Ashley Chan/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Feuerwehrleute entfernen russische Plakate in Cherson. - Foto: Bernat Armangue/AP/dpa

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  • Ein ukrainischer Soldat feuert in der Region Donezk eine Panzerabwehrrakete ab. - Foto: Roman Chop/AP/dpa

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  • Ein ukrainischer Soldat gedenkt in Kiew den Menschen, die bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften auf dem Maidan-Platz im Jahr 2014 ums Leben kamen. - Foto: Andrew Kravchenko/AP/dpa

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  • Rettungskräfte schauen auf die Trümmer eines zerstörten Wohnhauses in Saporischschja. - Foto: -/Ukrinform/dpa

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Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpaEin Mann fährt in Bachmut mit seinem Fahrrad an einem Auto vorbei, das durch Beschuss zerstört wurde. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpaEine russische Rakete wird in der Region Belgorod abgefeuert. - Foto: Vadim Belikov/AP/dpaKiews Bürgermeister Vitali Klitschko spricht nach einem russischen Drohnenangriff im Stadtzentrum zu Journalisten. - Foto: -/Ukrinform/dpaRettungskräfte sind nach einem russischen Drohnenangriff im Stadtzentrum von Kiew im Einsatz. - Foto: -/Ukrinform/dpaMenschen sitzen in einer Kiewer U-Bahn-Station, die als Luftschutzbunker dient. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpaDunkle Städte: Nach Monaten des Krieges steht den Ukrainerinnen und Ukrainer nun ein Winter bevor, in denen Strom und Heizung vielerorts wohl nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen werden. - Foto: Leo Correa/AP/dpaUkrainische Soldaten fahren in der Region Donezk auf einem Schützenpanzer. - Foto: -/AP/LIBKOS/dpaKremlchef Wladimir Putin beim Besuch eines militärischen Ausbildungszentrums in der Region Rjasan. Dieses Foto wurde von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik via AP veröffentlicht. - Foto: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpaUkrainische Soldaten fahren in der Region Donezk auf einem Schützenpanzer. - Foto: -/AP/LIBKOS/dpaEin Grad-Mehrfachraketenwerfer des ukrainischen Militärs feuert Raketen auf russische Stellungen an der Frontlinie in der Nähe von Bachmut in der Region Donezk. - Foto: Libkos/AP/dpaBundespräsident Frank-Walter Steinmeier trifft den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew. - Foto: Jesco Denzel/Bundespresseamt/dpaDie 50-Jährige Tamara trauert auf einem Friedhof in Mykolajiw um ihren einzigen Sohn, der bei einem russischen Bombenangriff getötet wurde. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpaDie Anwohner von Bachmut stehen in einer Schlange, um kostenloses Brot von Freiwilligen zu erhalten. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpaAnwohnerin Nina (72) trägt in Slowjansk hölzerne Trümmer in der Nähe ihres Hauses, das durch Beschuss vor einem Monat zerstört wurde. - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpaUkrainische Soldaten führen in Tschernihiw mit erbeuteten russischen T-72 Panzern eine militärische Übung durch. - Foto: Aleksandr Shulman/AP/dpaEin Mann am Bahnhof von Dschankoj. - Foto: Uncredited/AP/dpaEin ukrainischer Soldat kommuniziert über ein Walkie-Talkie über mögliche Verletzte in der Gegend um Terny. Die ukrainischen Truppen setzen ihre Gegenoffensive im Osten des Landes fort, stoßen aber in der Region Luhansk auf heftigen Widerstand. - Foto: Ashley Chan/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpaFeuerwehrleute entfernen russische Plakate in Cherson. - Foto: Bernat Armangue/AP/dpaEin ukrainischer Soldat feuert in der Region Donezk eine Panzerabwehrrakete ab. - Foto: Roman Chop/AP/dpaEin ukrainischer Soldat gedenkt in Kiew den Menschen, die bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften auf dem Maidan-Platz im Jahr 2014 ums Leben kamen. - Foto: Andrew Kravchenko/AP/dpaRettungskräfte schauen auf die Trümmer eines zerstörten Wohnhauses in Saporischschja. - Foto: -/Ukrinform/dpa

Die Einstufung der vor 90 Jahren gezielt herbeigeführten Hungersnot in der Ukraine als Völkermord durch den Bundestag ist von der ukrainischen Staatsführung ausdrücklich begrüßt worden. «Dies ist eine Entscheidung für Gerechtigkeit, für Wahrheit», sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj gestern Abend in seiner täglichen Videoansprache.

«Und das ist ein sehr wichtiges Signal für viele andere Länder der Welt, dass es dem russischen Revanchismus nicht gelingen wird, die Geschichte umzuschreiben.»

Mit großer Mehrheit hatten die Abgeordneten in Berlin gestern einen gemeinsamen Antrag von Ampel-Koalition und Unionsfraktion angenommen, in dem von einem «menschenverachtenden Verbrechen» die Rede ist. Unter der Verantwortung des sowjetischen Diktators Josef Stalin waren dem sogenannten Holodomor («Mord durch Hunger») in den Jahren 1932 und 1933 allein in der Ukraine bis zu vier Millionen Menschen zum Opfer gefallen.

Auch Selenskyjs Berater Mychajlo Podoljak begrüßte die Entscheidung des Bundestags. «Deutschland, 2022. Nennt offen Russland Mörder, der den Krieg in Europa führt, anerkennt Holodomor 1932-33 als Völkermord am ukrainischen Volk, spricht über die Unmöglichkeit eines "ungerechten Friedens" zu russischen Bedingungen», twitterte Podoljak am Abend auf Deutsch.

«Wir danken Ihnen für diese starke deutsche Führungsposition und hoffen auf Leos.» Damit bekräftigte er den Wunsch der Ukraine, deutsche Kampfpanzer vom Typ Leopard geliefert zu bekommen. In der ukrainischen Version seines Tweets verlieh er auch der Hoffnung auf Raketenabwehrsysteme Ausdruck.

Selenskyj hofft auf Patriots aus Deutschland

Der ukrainische Staatschef setzt weiter auf die Überstellung von Patriot-Luftabwehrsystemen aus Deutschland. Eine derartige Entscheidung Berlins wäre «historisch» , meinte Selenskyj gestern Abend. «Generationen von Ukrainern» würden Kanzler Olaf Scholz dafür danken.

Bisher hat der Kanzler nur dem Nachbarn Polen Patriot-Flugabwehrsysteme zur Sicherung seines Luftraums angeboten. Warschau hält eine Stationierung auf ukrainischem Boden aber für sinnvoller.

Kiew: Russland bereitet in «Raketenpause» neue Angriffe vor

Nach den schweren Angriffen der vergangenen Wochen hat das russische Militär nach Erkenntnissen der ukrainischen Streitkräfte eine «Raketenpause» eingelegt. Allerdings nutze das russische Militär diese Unterbrechung zur Vorbereitung neuer massierter Angriffe, sagte gestern Vadim Skibizki, ein Vertreter des ukrainischen Militärgeheimdienstes. Zum einen überprüfe die russische Seite, welche Ziele anzugreifen seien, zum anderen werde die Wirkung bisheriger Angriffe ausgewertet.

Darüber hinaus würden neue Raketen auf einen Einsatz vorbereitet, sagte Skibizki weiter. «Das braucht Zeit.» Da Russland einen Großteil seiner gefechtsbereiten Raketen aufgebraucht habe, würden nunmehr Projektile, die noch zu Sowjetzeiten gebaut wurden, aus den Arsenalen geholt und aufbereitet. Dennoch setze Russland auch einige moderne Raketen aus der strategischen Reserve ein. Die Angaben ließen sich nicht überprüfen.

Die russischen Streitkräfte greifen seit einiger Zeit gezielt Objekte der energetischen Infrastruktur an, um mit dem Ausfall der Strom- und Wasserversorgung die ukrainische Bevölkerung unter Druck zu setzen.

Selenskyj: Noch sechs Millionen Ukrainer ohne Strom

Trotz fieberhafter Reparaturen am Elektrizitätsnetz sind in der Ukraine aktuell immer noch rund sechs Millionen Menschen ohne Strom. «Techniker und Versorgungsunternehmen tun alles, um das System zu stabilisieren und den Menschen länger mehr Energie zu geben», sagte Selenskyj am Abend.

Aber: «Die Situation in der Hauptstadt sowie in den Gebieten Winnyzja, Lemberg, Odessa, Chmelnyzkyj und Tscherkassy bleibt sehr schwierig.»

US-Regierung hofft auf Freigabe weiterer Milliardenausgaben

Die US-Regierung erhofft sich vom Kongress eine baldige Billigung weiterer Milliardenausgaben zur Unterstützung der Ukraine. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, sagte gestern, die Regierung sei dabei, Kongressmitgliedern detailliert darzulegen, wofür das Geld eingesetzt werden solle. Die Regierung hat beim Kongress weitere Mittel im Umfang von 37,7 Milliarden Dollar (36,5 Milliarden Euro) erbeten, um die Ukraine im Kampf gegen den Angreifer Russland zu unterstützen.

Washington hat in den vergangenen Monaten gewaltige Summen zur Unterstützung der Ukraine mobilisiert. Im Mai hatte der US-Kongress dafür Mittel im Umfang von fast 40 Milliarden Dollar gebilligt, die nach und nach in verschiedenen Paketen an Kiew ausgeschüttet wurden. Die USA lieferten dabei auch Waffen und Munition aus eigenen Militärbeständen, die nun aufgestockt werden müssen.

@ dpa.de