Mette Frederiksen, Dänemark

Es ist ein knappes Rennen - bis tief in die Nacht werden Stirmen gezählt.

02.11.2022 - 01:17:51

Mini-Mehrheit für linkes Lager in Dänemark. Jetzt ist klar: Das Bündnis um Regierungschefin Frederiksen bleibt am politischen Ruder in Kopenhagen.

  • Mette Frederiksen ist Ministerpräsidentin von Dänemark. - Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

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  • Pernille Vermund, Gründerin der rechtspopulistischen Partei Nye Borgerlige, spricht auf einer Wahlparty. - Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix Foto/dpa

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  • Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen vor ihrer Stimmabgabe in Vaerloese. - Foto: Sergei Grits/AP/dpa

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Mette Frederiksen ist Ministerpräsidentin von Dänemark. - Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpaPernille Vermund, Gründerin der rechtspopulistischen Partei Nye Borgerlige, spricht auf einer Wahlparty. - Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix Foto/dpaDänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen vor ihrer Stimmabgabe in Vaerloese. - Foto: Sergei Grits/AP/dpa

Das Mitte-links-Bündnis um die Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat bei der Dänemark-Wahl in letzter Minute eine voraussichtliche minimale Mehrheit erhalten. Nach Auszählung aller im Land abgegebenen Stimmen kam das linksgerichtete Lager in der Nacht doch noch auf die aller Voraussicht nach zur Mehrheit reichenden 87 Sitze.

Hochrechnungen des Senders TV2 hatten diese für Frederiksen wichtige Zahl bereits am späten Abend vorhergesagt, nach Auszählung letzter Stimmen sprang der Wert auch beim Sender DR von 86 auf 87 Mandate. Auf der Wahlparty der Sozialdemokraten gab es Jubel und Tränen des Glücks.

Für eine Mehrheit im dänischen Parlament in Kopenhagen sind 90 der 179 Sitze notwendig. 175 dieser Mandate werden in Dänemark vergeben, jeweils zwei in Grönland und auf den Färöer-Inseln, die beide offiziell zum Königreich Dänemark zählen.

Frederiksen für breite Zusammenarbeit politischer Mitte

Die färöischen Mandate wurden bereits am Montag unter den beiden Blöcken aufgeteilt, das Ergebnis aus Grönland wurde am Mittwochmorgen gegen 5.00 Uhr erwartet. Bei den letzten sechs Wahlen gingen beide grönländischen Mandate an den roten Block - damit wird auch dieses Mal gerechnet. So dürfte das linke Lager am Ende auf genau 90 Mandate kommen.

Frederiksen hat im Wahlkampf mehrmals betont, eine breite Regierungszusammenarbeit über die politische Mitte hinweg anzustreben. Eine rote Mehrheit dürfte ihre Verhandlungsposition in der Hinsicht entscheidend verbessern: Gehen die zwischen den Blöcken stehenden Moderaten von Ex-Regierungschef Lars Løkke Rasmussen oder Parteien des blauen Mitte-rechts-Blocks nicht auf ihre Forderungen ein, könnte sie mit der Aussicht großen Druck ausüben, stattdessen wieder auf ihren roten Block zu setzen. Dieser unterstützt Frederiksens bisherige sozialdemokratische Minderheitsregierung bereits heute im Parlament.

@ dpa.de