Waffenlieferungen, Sanktionen

In Donezk droht russischen Truppen die Einkesselung - russische Kriegsreporter berichten von ukrainischen Erfolgen.

19.07.2022 - 05:13:37

Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage. Selenskyj fordert nachdrücklich ein Raketenabwehrsystem aus Deutschland. Der Überblick.

  • Das Bild aus einem Video zeigt das Kernkraftwerk Saporischschja. (Archivbild) - Foto: Uncredited/AP/dpa

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  • Ein Flugabwehrschütze der ukrainischen Nationalgarde. - Foto: -/Ukrinform/dpa

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  • Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. - Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpa

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  • Ukrainische Soldaten schießen während einer Übung in Charkiw mit einem 82-mm-Granatwerfer. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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  • Die Universität von Mykolajiw liegt nach einer Bombardierung durch die russischen Streitkräfte in Trümmern. - Foto: Hector Adolfo Quintanar Perez/ZUMA Press Wire/dpa

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  • Ein Soldat steht während der Erntezeit auf einem Feld in Saporischschja. - Foto: -/Ukrinform/dpa

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  • Ein Soldat des regionalen Verteidigungsbataillons an der Frontlinie in Charkiw. - Foto: Hector Adolfo Quintanar Perez/ZUMA Press Wire/dpa

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  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seinem Büro in Kiew. - Foto: Ukrainian Presidential Press Off/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Eine Frau steht inmitten der Trümmer eines Wohnhauses in Mykolajiw, das durch russischen Beschuss zerstört wurde. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpa

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  • Ein ukrainischer Soldat steht vor dem Gebäude der regionalen Militärverwaltung von Mykolaiv, das bei einem russischen Angriff zerstört wurde. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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  • Ein Bewohner geht über die Trümmer eines eingestürzten Wohnhauses in Charkiw. - Foto: Daniel Ceng Shou-Yi/ZUMA Press Wire/dpa

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  • Das Frachtschiff «Polarnet» erreicht den Hafen von Derince im Golf von Izmit. - Foto: Khalil Hamra/AP/dpa

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  • Am Strand von Saky steigt Rauch nach einer Explosion auf. - Foto: AP/dpa

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  • Ein russischer Soldat steht auf dem Gelände des Kernkraftwerks Saporischschja. - Foto: Uncredited/AP/dpa

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  • Ein russischer Soldat bewacht einen Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja. Das Foto wurde bei einer vom russischen Verteidigungsministerium organisierten Reise aufgenommenen. - Foto: Uncredited/AP/dpa

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  • Ein Raketensplitter nach einem Beschuss in der Nähe des Kernkraftwerks Saporischschja. - Foto: Russian Defense Ministry/AP/dpa

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  • Das Kernkraftwerk Saporischschja steht im Südosten der Ukraine. Russische Truppen kontrollieren das Gebiet. - Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

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  • Wolodymyr Selenskyj vor seinem Amtssitz in Kiew. Heute empfängt der Präsident der Ukraine Gäste im westlich gelegenen Lwiw. - Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpa

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  • Andrii, ein orthodoxer Priester, segnet die Särge nicht identifizierter Zivilisten, die in einem Massengrab in Butscha gefunden wurden. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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  • Sechs Monate nach Beginn der russischen Invasion zelebriert die Ukraine ihren Nationalfeiertag - so wie hier in den Straßen von Kiew. - Foto: Sergei Chuzavkov/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Ein Feuerwehrmann macht eine Verschnaufpause, während zwei seiner Kollegen vor einem zerstörten Gebäude der Chemisch-Mechanischen Hochschule in Slowjansk ein Feuer löschen. - Foto: Madeleine Kelly/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Ein Kind versucht, zwei Straßenmusikern in der Innenstadt von Lwiw Geld zu stehlen. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

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  • Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja. - Foto: Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpa

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  • IAEA-Chef Rafael Mariano Grossi spricht mit Journalisten, während sich sein Expertenteam auf den Besuch des Kernkraftwerks Saporischschja vorbereitet. - Foto: Andriy Andriyenko/AP/dpa

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  • Eine Fahrzeugkolonne mit Mitgliedern der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) trifft am 01.09.2022 im Kernkraftwerk Saporischschja ein. - Foto: Victor/XinHua/dpa

    Victor/XinHua/dpa

  • Die Lage der Mitarbeiter in dem ukrainischen AKW sei unhaltbar, heißt es in einem Bericht der IAEA. - Foto: Iaea Mission/Iaea Imagebank/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Der Blitzvorstoß der ukrainischen Truppen zwingt russische Truppen, sich aus ukrainischen Gebieten zurückzuziehen. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpa

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  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (M) macht in Isjum ein Selfie mit einem Polizisten. - Foto: Leo Correa/AP/dpa

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  • Ein Feld ist mit Kratern übersät, die der Beschuss in der Nähe von Isjum in der Region Charkiw hinterlassen hat. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpa

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  • Ein ukrainischer Soldat steht an einem Kontrollpunkt nahe des kürzlich zurückeroberten Gebiets von Isjum. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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  • Vor dem Scheinreferendum im besetzten Luhansk wird auf einem Plakat für den russischen Pass geworben. - Foto: Uncredited/AP/dpa

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  • Kremlchef Wladimir Putin in Moskau. - Foto: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

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  • Vermittlung, Geld, militärische Ausrüstung - Ukraines Präsident Selenskyj hat sich bei Verbündeten für die geleistete Hilfe bedankt. Pocht aber weiter auf die Lieferung bestimmter Waffen, auch aus Deutschland. - Foto: -/Ukrainian Presidential Press Office/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

    -/Ukrainian Presidential Press Office/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

  • Leopard-2-Panzer werden seit 1978 in Serien gebaut - inzwischen gibt es verschiedene Varianten. - Foto: Csaba Krizsan/MTI/AP/dpa

    Csaba Krizsan/MTI/AP/dpa

Das Bild aus einem Video zeigt das Kernkraftwerk Saporischschja. (Archivbild) - Foto: Uncredited/AP/dpaEin Flugabwehrschütze der ukrainischen Nationalgarde. - Foto: -/Ukrinform/dpaWolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. - Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpaUkrainische Soldaten schießen während einer Übung in Charkiw mit einem 82-mm-Granatwerfer. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpaDie Universität von Mykolajiw liegt nach einer Bombardierung durch die russischen Streitkräfte in Trümmern. - Foto: Hector Adolfo Quintanar Perez/ZUMA Press Wire/dpaEin Soldat steht während der Erntezeit auf einem Feld in Saporischschja. - Foto: -/Ukrinform/dpaEin Soldat des regionalen Verteidigungsbataillons an der Frontlinie in Charkiw. - Foto: Hector Adolfo Quintanar Perez/ZUMA Press Wire/dpaDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seinem Büro in Kiew. - Foto: Ukrainian Presidential Press Off/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpaEine Frau steht inmitten der Trümmer eines Wohnhauses in Mykolajiw, das durch russischen Beschuss zerstört wurde. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpaEin ukrainischer Soldat steht vor dem Gebäude der regionalen Militärverwaltung von Mykolaiv, das bei einem russischen Angriff zerstört wurde. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpaEin Bewohner geht über die Trümmer eines eingestürzten Wohnhauses in Charkiw. - Foto: Daniel Ceng Shou-Yi/ZUMA Press Wire/dpaDas Frachtschiff «Polarnet» erreicht den Hafen von Derince im Golf von Izmit. - Foto: Khalil Hamra/AP/dpaAm Strand von Saky steigt Rauch nach einer Explosion auf. - Foto: AP/dpaEin russischer Soldat steht auf dem Gelände des Kernkraftwerks Saporischschja. - Foto: Uncredited/AP/dpaEin russischer Soldat bewacht einen Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja. Das Foto wurde bei einer vom russischen Verteidigungsministerium organisierten Reise aufgenommenen. - Foto: Uncredited/AP/dpaEin Raketensplitter nach einem Beschuss in der Nähe des Kernkraftwerks Saporischschja. - Foto: Russian Defense Ministry/AP/dpaDas Kernkraftwerk Saporischschja steht im Südosten der Ukraine. Russische Truppen kontrollieren das Gebiet. - Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpaWolodymyr Selenskyj vor seinem Amtssitz in Kiew. Heute empfängt der Präsident der Ukraine Gäste im westlich gelegenen Lwiw. - Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpaAndrii, ein orthodoxer Priester, segnet die Särge nicht identifizierter Zivilisten, die in einem Massengrab in Butscha gefunden wurden. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpaSechs Monate nach Beginn der russischen Invasion zelebriert die Ukraine ihren Nationalfeiertag - so wie hier in den Straßen von Kiew. - Foto: Sergei Chuzavkov/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpaEin Feuerwehrmann macht eine Verschnaufpause, während zwei seiner Kollegen vor einem zerstörten Gebäude der Chemisch-Mechanischen Hochschule in Slowjansk ein Feuer löschen. - Foto: Madeleine Kelly/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpaEin Kind versucht, zwei Straßenmusikern in der Innenstadt von Lwiw Geld zu stehlen. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpaDieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja. - Foto: Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpaIAEA-Chef Rafael Mariano Grossi spricht mit Journalisten, während sich sein Expertenteam auf den Besuch des Kernkraftwerks Saporischschja vorbereitet. - Foto: Andriy Andriyenko/AP/dpaEine Fahrzeugkolonne mit Mitgliedern der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) trifft am 01.09.2022 im Kernkraftwerk Saporischschja ein. - Foto: Victor/XinHua/dpaDie Lage der Mitarbeiter in dem ukrainischen AKW sei unhaltbar, heißt es in einem Bericht der IAEA. - Foto: Iaea Mission/Iaea Imagebank/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpaDer Blitzvorstoß der ukrainischen Truppen zwingt russische Truppen, sich aus ukrainischen Gebieten zurückzuziehen. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpaDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (M) macht in Isjum ein Selfie mit einem Polizisten. - Foto: Leo Correa/AP/dpaEin Feld ist mit Kratern übersät, die der Beschuss in der Nähe von Isjum in der Region Charkiw hinterlassen hat. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpaEin ukrainischer Soldat steht an einem Kontrollpunkt nahe des kürzlich zurückeroberten Gebiets von Isjum. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpaVor dem Scheinreferendum im besetzten Luhansk wird auf einem Plakat für den russischen Pass geworben. - Foto: Uncredited/AP/dpaKremlchef Wladimir Putin in Moskau. - Foto: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpaVermittlung, Geld, militärische Ausrüstung - Ukraines Präsident Selenskyj hat sich bei Verbündeten für die geleistete Hilfe bedankt. Pocht aber weiter auf die Lieferung bestimmter Waffen, auch aus Deutschland. - Foto: -/Ukrainian Presidential Press Office/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpaLeopard-2-Panzer werden seit 1978 in Serien gebaut - inzwischen gibt es verschiedene Varianten. - Foto: Csaba Krizsan/MTI/AP/dpa

Die russische Führung will nach den im Eilverfahren durchgepeitschten Scheinreferenden in der Ukraine erst in der kommenden Woche über den Beitritt der besetzten Gebiete zur Russischen Föderation entscheiden. Das Parlament soll dazu am Montag und Dienstag tagen.

Ende dieser Woche hingegen ist in Moskau schon eine große Kundgebung vorgesehen, die den Rückhalt der Russen zur Expansionspolitik von Kremlchef Wladimir Putin demonstrieren soll. Ein Auftritt des russischen Präsidenten ist möglich.

Kiew zeigt sich unterdessen weder von den angeblichen Abstimmungsergebnissen der Referenden noch von Atomdrohungen der russischen Führung eingeschüchtert. Am Mittwoch machte die ukrainische Armee weitere Geländegewinne und droht nun mit der Einkesselung größerer russischer Truppenteile. Präsident Wolodomyr Selenskyj fordert die russischen Soldaten zur Flucht auf. Heute ist der 218. Tag des Krieges.

Duma entscheidet Anfang der Woche über Annexionen

Die beiden russischen Parlamentskammern wollen am Montag und Dienstag über mögliche Annexionen der besetzten Regionen Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja entscheiden. Die Duma habe ihren Terminkalender geändert und komme an beiden Tagen zu Plenarsitzungen zusammen, sagte Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin nach Angaben der Staatsagentur Tass.

Zuvor hatte bereits die Vorsitzende des Föderationsrats, Valentina Matwijenko, erklärt, das Oberhaus des Parlaments könnte in seiner regulären Sitzung am Dienstag eine Entscheidung über den Beitritt der besetzten ukrainischen Gebiete zu Russland treffen.

Moskau will auch nach den Scheinreferenden den Krieg in der Ukraine bis zur Eroberung des gesamten Gebiets Donezk fortsetzen. Das sei das Mindestziel, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er äußerte sich damit zum Ende der als Völkerrechtsbruch kritisierten Abstimmungen in besetzten Gebieten in der Ukraine. Bisher kontrollieren die russischen Truppen und die Separatistenverbände rund 58 Prozent des ostukrainischen Gebiets Donezk.

Selenskyj ruft den Nationalen Sicherheitsrat ein

Mit Blick auf die geplante russische Annexion kommt an diesem Freitag in der Ukraine der Nationale Sicherheitsrat zusammen. «Präsident Wolodymyr Selenskyj beruft für morgen dringend eine Sitzung des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine ein», teilte Präsidentensprecher Serhij Nykyforow am Donnerstag bei Facebook mit.

Die Tagesordnung und andere Einzelheiten würden später mitgeteilt, hieß es. Der Sicherheitsrat ist ein Gremium unter Vorsitz des ukrainischen Präsidenten. Zu ihm gehören unter anderem die Chefs von Armee und Geheimdiensten, Verteidigungs- und Innenminister und andere Regierungsmitglieder.

Russischen Truppen droht Einkesselung bei Lyman

Derzeit sind die russischen Truppen in der Defensive. So droht ihnen im Norden von Donezk offenbar eine Einschließung durch die ukrainische Armee. Russische Kriegsreporter berichteten von erfolgreichen ukrainischen Vorstößen nordöstlich und östlich der Kleinstadt Lyman. Sollte die Siedlung Torske zurückerobert werden, droht den Russen eine Abschneidung der Verbindungswege von Lyman nach Kreminna und Swatowe im Luhansker Gebiet. Die Straßen stehen bereits unter Beschuss durch die ukrainische Artillerie.

Auch bei der Stadt Kupjansk im Gebiet Charkiw ist mit Kiwschariwka mindestens ein weiterer Ort auf der Ostseite des Flusses Oskil ukrainischen Angaben zufolge zurückerobert worden. Das bedeutet, dass die Kiewer Truppen auch weiter auf die Region Luhansk vorrücken, die Moskau noch im Sommer als «vollständig befreit» gemeldet hatte.

Selenskyj fordert Waffen und härtere Sanktionen

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat Deutschland um weitere Waffenlieferungen an Kiew und die Verschärfung des geplanten achten EU-Sanktionspakets gegen Moskau gebeten.

«Zum Thema Verteidigung habe ich unsere Erwartung an ein Raketenabwehrsystem aus Deutschland unterstrichen – vielen Dank für Ihre Hilfsbereitschaft bei der Luftverteidigung», sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache nach einem Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Beim Gespräch sei auch das neue Sanktionspaket der EU erörtert worden. «Stand heute gibt es zum achten Sanktionspaket noch etwas hinzuzufügen», forderte er.

Neben dem Scholz-Telefonat, bei dem laut Selenskyj auch die mutmaßliche Sabotage an den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 besprochen wurde, berichtete der ukrainische Präsident über weitere Gespräche - und bedankte sich beim türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan für dessen Vermittlung beim Gefangenenaustausch und die Militärkooperation. Bei US-Präsident Joe Biden bedankte sich Selenskyj für die neuen Militärhilfen über 1,1 Milliarden Dollar.

Die Ukraine werde sich trotz der Scheinreferenden in den von Russland besetzten Regionen nicht mit Gebietsverlusten abfinden und ihr Territorium zurückerobern. Die russischen Soldaten forderte er einmal mehr auf Russisch dazu auf, zu fliehen - oder sich zu ergeben. Nur so könnten sie ihr Leben retten, sagte der 44-Jährige.

EU-Parlamentspräsidentin wirbt für Leopard-2-Lieferungen

EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola hat angesichts des russischen Angriffskriegs für die Lieferung von Leopard-2-Panzern an die Ukraine geworben. «Die Panzer werden gebraucht», sagte sie bei einer Veranstaltung des Nachrichtenportals «The Pioneer» in Berlin.

«Wir sind an einem entscheidenden Punkt. Die Ukraine benötigt Waffen, um zu überleben», fügte Metsola hinzu. Entsprechende Pläne lägen auf dem Tisch. In der aktuellen Situation sei Europa gefordert voranzugehen. Die Bundesrepublik habe dabei eine besondere Rolle: «Und wir erwarten von Deutschland, dass es hilft, Führung zu übernehmen.»

Das wird heute wichtig

Kremlchef Putin telefoniert mit dem türkischen Präsidenten Erdogan. Auch hier soll es um die Scheinreferenden in der Ukraine gehen. Erdogan hatte die Abstimmungen kritisiert. Die Türkei hat sich in dem Konflikt als Vermittler angeboten und bereits mehrere Abkommen wie den Getreidedeal oder einen größeren Gefangenenaustausch zwischen den beiden Seiten arrangiert.

@ dpa.de