Ausland, Großbritannien

Die Organisation fĂŒr das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hat die Laboranalyse im Fall Skripal bestĂ€tigt.

12.04.2018 - 13:25:40

OPCW bestÀtigt britische Laboruntersuchung im Fall Skripal

Demnach handelte es sich bei den von den britischen Behörden nach dem Anschlag zur VerfĂŒgung gestellten Proben um das Nervengift Nowitschok, das in "hoher Reinheit" vorgelegen habe. Blutproben von Skripal, seiner Tochter und einem weiteren Verletzten seien von der OPCW selbst genommen worden.

"The results of analysis by the OPCW designated laboratories of enviromental and biomedical samples collected by the OPCW team confirm the findings of the United Kingdom relating to the identity of the toxic chemical that was used in Salisbury and severely injured three people", heißt es in einem Bericht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Das Nervengift Nowitschok wurde ab den 1970er Jahren in der Sowjetunion entwickelt und mindestens bis in die 1990er-Jahre dort weiter erforscht. Die OPCW gilt als unabhĂ€ngige internationale Organisation, die durch die Vertragsstaaten der Chemiewaffenkonvention begrĂŒndet wurde. Sie hat ihren Sitz in Den Haag. Der ehemalige russisch-britische Doppelagent Skripal und seine Tochter waren Anfang MĂ€rz in der englischen Stadt Salisbury Opfer eines Anschlags geworden. Dies hatte eine internationale diplomatische Krise ausgelöst. Die britische Regierung warf Russland vor, fĂŒr den Anschlag verantwortlich zu sein, handfeste Beweise blieb sie aber schuldig. Skripal, einst Oberst des sowjetischen und spĂ€ter russischen MilitĂ€rnachrichtendienstes GRU, war zum britischen Geheimdienst ĂŒbergelaufen und 2004 in Russland deswegen verhaftet worden. 2010 war er begnadigt und zusammen mit drei weiteren westlichen Spionen gegen zehn vom FBI verhaftete russische Spione ausgetauscht worden. Mittlerweile sind Skripal und seine Tochter außer Lebensgefahr.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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