Kernkraftwerk, AKW

Für die russische Führung läuft bei den Scheinreferenden in den besetzten Gebieten in der Ukraine alles nach Plan.

27.08.2022 - 07:16:18

Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage. Dafür sorgt ein Zwischenfall an einer Einberufungsstelle für Aufsehen. Die Entwicklungen im Überblick.

  • Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1 in Lubmin. - Foto: Stefan Sauer/dpa

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  • Russische Rekruten versammeln sich in einem militärischen Rekrutierungszentrum. - Foto: Uncredited/AP/dpa

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  • Soldaten der ukrainischen Armee sitzen auf einem gepanzerten Militärfahrzeug. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

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  • Rettungskräfte arbeiten an einem zerstörten Gebäude in Charkiw. - Foto: Andrii Marienko/AP/dpa

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  • Ein Feuerwehrmann macht eine Verschnaufpause, während zwei seiner Kollegen vor einem zerstörten Gebäude der Chemisch-Mechanischen Hochschule in Slowjansk ein Feuer löschen. - Foto: Madeleine Kelly/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Ein Kind versucht, zwei Straßenmusikern in der Innenstadt von Lwiw Geld zu stehlen. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

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  • Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja. - Foto: Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpa

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  • Am AKW Saporischschja im Süden der Ukraine soll es bereits Schäden an der Infrastruktur geben. - Foto: -/Maxar Technologies/AP/dpa

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  • In den besetzten ukrainischen Gebieten will die russische Militärverwaltung über den Beitritt zu Russland abstimmen lassen. - Foto: Leo Correa/AP/dpa

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  • Trümmer und ein ausgebranntes Motorrad in Orichiw. - Foto: --/Ukrinform/dpa

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  • Dieses von Maxar Technologies zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt Buschbrände außerhalb der Hauptanlagen des Kernkraftwerks Saporischschja. - Foto: -/Maxar Technologies/AP/dpa

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  • Ein Mann steht vor den Trümmern seines Hauses, das von der russischen Armee bombardiert wurde. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

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  • Durch einen russischen Angriff sind einige Gebäude in Charkiw beschädigt worden. - Foto: Andrii Marienko/AP/dpa

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  • Ein ukrainischer Soldat steht vor einer Schule in der Region Donezk, die bei einem russischen Angriff zerstört wurde. - Foto: Leo Correa/AP/dpa

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  • Nach einem Raketenangriff in Kramatorsk am frühen Mittwochmorgen. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpa

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  • Nach Raketenangriffen in Bachmut steigt Rauch in den Himmel auf. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpa

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  • Die 14-köpfige Experten-Mission unter Leitung von IAEA-Chef Rafael Grossi hat nach gefährlicher Anreise das Atomkraftwerk Saporischschja erreicht. - Foto: Andriy Andriyenko/AP/dpa

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  • Der IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi  und Mitglieder der IAEA-Unterstützungs- und Hilfsmission kommen im Kernkraftwerk Saporischschja an. - Foto: Iaea Mission/Iaea Imagebank/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Eine Fahrzeugkolonne mit Mitgliedern der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) trifft am 01.09.2022 im Kernkraftwerk Saporischschja ein. - Foto: Victor/XinHua/dpa

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  • Bundeskanzler Olaf Scholz empfängt den ukrainischen Ministerpräsidenten Denys Schmyhal mit militärischen Ehren in Berlin. - Foto: Kay Nietfeld/dpa

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  • Infolge von Beschuss zerstörte Fenster am Atomkraftwerk Saporischschja. - Foto: Iaea Mission/Iaea Imagebank/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Russische Streitkräfte an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Atomkraftwerks Saporischschja (Aufnahme vom 2. September). - Foto: Victor/XinHua/dpa

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  • Ukrainische Soldaten an der Front in Donezk. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpa

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  • Ein Mann geht über die Trümmer eines Krankenhauses, das nach einem russischen Angriff schwer beschädigt wurde. - Foto: Leo Correa/AP/dpa

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  • Ein zerstörter russischer Panzer ist in der Nähe von Charkiw in der Ukraine zu sehen. - Foto: David Ryder/ZUMA Press Wire/dpa

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  • Der Blitzvorstoß der ukrainischen Truppen zwingt russische Truppen, sich aus ukrainischen Gebieten zurückzuziehen. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpa

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  • Ein Raketenangriff auf ein Elektrizitätswerk in Charkiw trennte die Region vom Stromnetz. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpa

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  • Ukrainische Soldaten in der Region Donezk im Osten des Landes. - Foto: Leo Correa/AP/dpa

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  • Kriegsbeute: Ein ukrainischer Soldat hält in Isjum eine verschmutzte russische Flagge. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpa

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  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei seinem Besuch in Isjum im Gebiet Charkiw. - Foto: -/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa

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  • Selenskyj spricht von «Massengrab»: In der zurückeroberten Stadt Isjum wurden über 400 Leichen gefunden. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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  • Ein ukrainischer Soldat inspiziert mit einem Metalldetektor ein Massengrab in der kürzlich zurückeroberten Stadt Isjum. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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  • Ukrainische Rettungskräfte bergen bei der Exhumierung in Isjum einen Sarg. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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  • Arbeiter stehen auf dem Waldfriedhof von Isjum am Grab eines nicht identifizierten Zivilisten. Dort wurden nach Angaben aus Kiew mehr als 400 Leichen gefunden. Die Menschen sollen ums Leben gekommen sein, als Russland die Stadt Ende März beschoss. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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  • Ein ukrainischer Soldat steht an einem Kontrollpunkt nahe des kürzlich zurückeroberten Gebiets von Isjum. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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  • Das Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das Kernkraftwerk Südukraine. - Foto: Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpa

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  • Zerstörte Scheiben an einem Gebäude in Mykolajiw. In der Nähe des Atomkraftwerks Südukraine ist nach ukrainischen Angaben eine russische Rakete eingeschlagen. - Foto: Uncredited/South Ukraine Nuclear Power Plant Press Office/AP/dpa

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  • Zerstörte Gebäude stehen in der Stadt Isjum in der Region Charkiw. - Foto: Danylo Antoniuk/ZUMA Press Wire/dpa

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  • Bei der UN-Vollversammlung distanzieren sich immer mehr Länder von Moskau. - Foto: Jason Decrow/AP/dpa

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  • Ukrainische Soldaten feuern einen Mörser in der kürzlich zurückeroberten Stadt Kupjansk in der Region Charkiw ab. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpa

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  • Autos und Busse stehen an der russisch-finnischen Grenze Schlange. - Foto: Sasu Makinen/Lehtikuva/AP/dpa

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  • In vier von Russland besetzten ukrainischen Gebieten haben die Scheinreferenden begonnen. - Foto: Uncredited/AP/dpa

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  • In den von Russland besetzten Gebieten haben Scheinreferenden begonnen. - Foto: Uncredited/AP/dpa

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  • Russische Polizisten halten Demonstranten fest, die gegen die von Kremlchef Putin angeordnete Teilmobilmachung in Russland für den Krieg in der Ukraine protestieren. - Foto: Uncredited/AP/dpa

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  • Bei einem Protest gegen die Teilmobilisierung in Moskau halten Polizisten eine Frau fest. - Foto: Uncredited/AP/dpa

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Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1 in Lubmin. - Foto: Stefan Sauer/dpaRussische Rekruten versammeln sich in einem militärischen Rekrutierungszentrum. - Foto: Uncredited/AP/dpaSoldaten der ukrainischen Armee sitzen auf einem gepanzerten Militärfahrzeug. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpaRettungskräfte arbeiten an einem zerstörten Gebäude in Charkiw. - Foto: Andrii Marienko/AP/dpaEin Feuerwehrmann macht eine Verschnaufpause, während zwei seiner Kollegen vor einem zerstörten Gebäude der Chemisch-Mechanischen Hochschule in Slowjansk ein Feuer löschen. - Foto: Madeleine Kelly/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpaEin Kind versucht, zwei Straßenmusikern in der Innenstadt von Lwiw Geld zu stehlen. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpaDieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja. - Foto: Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpaAm AKW Saporischschja im Süden der Ukraine soll es bereits Schäden an der Infrastruktur geben. - Foto: -/Maxar Technologies/AP/dpaIn den besetzten ukrainischen Gebieten will die russische Militärverwaltung über den Beitritt zu Russland abstimmen lassen. - Foto: Leo Correa/AP/dpaTrümmer und ein ausgebranntes Motorrad in Orichiw. - Foto: --/Ukrinform/dpaDieses von Maxar Technologies zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt Buschbrände außerhalb der Hauptanlagen des Kernkraftwerks Saporischschja. - Foto: -/Maxar Technologies/AP/dpaEin Mann steht vor den Trümmern seines Hauses, das von der russischen Armee bombardiert wurde. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpaDurch einen russischen Angriff sind einige Gebäude in Charkiw beschädigt worden. - Foto: Andrii Marienko/AP/dpaEin ukrainischer Soldat steht vor einer Schule in der Region Donezk, die bei einem russischen Angriff zerstört wurde. - Foto: Leo Correa/AP/dpaNach einem Raketenangriff in Kramatorsk am frühen Mittwochmorgen. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpaNach Raketenangriffen in Bachmut steigt Rauch in den Himmel auf. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpaDie 14-köpfige Experten-Mission unter Leitung von IAEA-Chef Rafael Grossi hat nach gefährlicher Anreise das Atomkraftwerk Saporischschja erreicht. - Foto: Andriy Andriyenko/AP/dpaDer IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi  und Mitglieder der IAEA-Unterstützungs- und Hilfsmission kommen im Kernkraftwerk Saporischschja an. - Foto: Iaea Mission/Iaea Imagebank/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpaEine Fahrzeugkolonne mit Mitgliedern der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) trifft am 01.09.2022 im Kernkraftwerk Saporischschja ein. - Foto: Victor/XinHua/dpaBundeskanzler Olaf Scholz empfängt den ukrainischen Ministerpräsidenten Denys Schmyhal mit militärischen Ehren in Berlin. - Foto: Kay Nietfeld/dpaInfolge von Beschuss zerstörte Fenster am Atomkraftwerk Saporischschja. - Foto: Iaea Mission/Iaea Imagebank/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpaRussische Streitkräfte an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Atomkraftwerks Saporischschja (Aufnahme vom 2. September). - Foto: Victor/XinHua/dpaUkrainische Soldaten an der Front in Donezk. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpaEin Mann geht über die Trümmer eines Krankenhauses, das nach einem russischen Angriff schwer beschädigt wurde. - Foto: Leo Correa/AP/dpaEin zerstörter russischer Panzer ist in der Nähe von Charkiw in der Ukraine zu sehen. - Foto: David Ryder/ZUMA Press Wire/dpaDer Blitzvorstoß der ukrainischen Truppen zwingt russische Truppen, sich aus ukrainischen Gebieten zurückzuziehen. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpaEin Raketenangriff auf ein Elektrizitätswerk in Charkiw trennte die Region vom Stromnetz. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpaUkrainische Soldaten in der Region Donezk im Osten des Landes. - Foto: Leo Correa/AP/dpaKriegsbeute: Ein ukrainischer Soldat hält in Isjum eine verschmutzte russische Flagge. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpaDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei seinem Besuch in Isjum im Gebiet Charkiw. - Foto: -/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpaSelenskyj spricht von «Massengrab»: In der zurückeroberten Stadt Isjum wurden über 400 Leichen gefunden. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpaEin ukrainischer Soldat inspiziert mit einem Metalldetektor ein Massengrab in der kürzlich zurückeroberten Stadt Isjum. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpaUkrainische Rettungskräfte bergen bei der Exhumierung in Isjum einen Sarg. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpaArbeiter stehen auf dem Waldfriedhof von Isjum am Grab eines nicht identifizierten Zivilisten. Dort wurden nach Angaben aus Kiew mehr als 400 Leichen gefunden. Die Menschen sollen ums Leben gekommen sein, als Russland die Stadt Ende März beschoss. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpaEin ukrainischer Soldat steht an einem Kontrollpunkt nahe des kürzlich zurückeroberten Gebiets von Isjum. - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpaDas Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das Kernkraftwerk Südukraine. - Foto: Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpaZerstörte Scheiben an einem Gebäude in Mykolajiw. In der Nähe des Atomkraftwerks Südukraine ist nach ukrainischen Angaben eine russische Rakete eingeschlagen. - Foto: Uncredited/South Ukraine Nuclear Power Plant Press Office/AP/dpaZerstörte Gebäude stehen in der Stadt Isjum in der Region Charkiw. - Foto: Danylo Antoniuk/ZUMA Press Wire/dpaBei der UN-Vollversammlung distanzieren sich immer mehr Länder von Moskau. - Foto: Jason Decrow/AP/dpaUkrainische Soldaten feuern einen Mörser in der kürzlich zurückeroberten Stadt Kupjansk in der Region Charkiw ab. - Foto: Kostiantyn Liberov/AP/dpaAutos und Busse stehen an der russisch-finnischen Grenze Schlange. - Foto: Sasu Makinen/Lehtikuva/AP/dpaIn vier von Russland besetzten ukrainischen Gebieten haben die Scheinreferenden begonnen. - Foto: Uncredited/AP/dpaIn den von Russland besetzten Gebieten haben Scheinreferenden begonnen. - Foto: Uncredited/AP/dpaRussische Polizisten halten Demonstranten fest, die gegen die von Kremlchef Putin angeordnete Teilmobilmachung in Russland für den Krieg in der Ukraine protestieren. - Foto: Uncredited/AP/dpaBei einem Protest gegen die Teilmobilisierung in Moskau halten Polizisten eine Frau fest. - Foto: Uncredited/AP/dpa

Nach dem Ende der Scheinreferenden in den besetzten Gebieten der Ukraine an diesem Dienstag steht ein rascher Anschluss an Russland bevor.

Nach Angaben der Organisatoren soll in den besetzten Gebieten in der Ost- und Südukraine eine Mindestbeteiligung von 50 Prozent erreicht worden sein. Es sind Scheinreferenden, weil sie ohne Zustimmung der Ukraine, unter Kriegsrecht und nicht nach demokratischen Prinzipien ablaufen. Außerdem gab es Berichte, wonach Menschen zur Abgabe ihrer Stimme gezwungen worden sind.

Der Kreml war bereits zu Beginn der Scheinreferenden am Freitag von einem Ja für einen Beitritt zu Russland ausgegangen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Verfahren für eine Aufnahme der Regionen könnten schnell gehen.

Der Kreml räumte angesichts zahlreicher Berichte über Zwangsmaßnahmen und Gewalt bei der Rekrutierung von Reservisten Verstöße bei der Teilmobilmachung ein. In Ostsibirien schoss ein Mann auf den Leiter einer Einberufungsstelle. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) setzt sich für weitere Gespräche über eine Waffenstillstandszone um das ukrainische AKW Saporischschja ein.

Organisatoren: Mindestbeteiligung im Gebiet Cherson erreicht

Nach Angaben der Organisatoren sollen in allen vier von Russland besetzten Gebieten im Osten der Ukraine inzwischen jeweils mehr als die Hälfte der Berechtigten ihre Stimme abgegeben haben. Im südukrainischen Gebiet Cherson soll die Mindestbeteiligung von 50 Prozent erreicht worden sein, wie die Vorsitzende der Wahlkommission, Marina Sacharowa, nach einer Meldung der russischen Staatsagentur Tass mitteilte.

Russland erwartet eine Zustimmung von 80 bis 90 Prozent der Menschen für einen Beitritt zu seinem Staatsgebiet. Die Abstimmungen werden international als Völkerrechtsbruch kritisiert.

Es wird erwartet, dass Russlands Präsident Wladimir Putin die Gebiete bereits am Freitag in die Russische Föderation aufnehmen könnte. Er hatte betont, dass Moskau Attacken der Ukraine auf die Gebiete dann künftig wie Angriffe auf sein eigenes Staatsgebiet behandeln und sich mit allen Mitteln verteidigen werde. Der Westen bereitet neue Sanktionen vor als Reaktion auf die Annexion.

Lage am AKW Saporischschja Thema bei IAEA-Tagung

IAEA-Chef Rafael Grossi sagte am Montag bei der IAEA-Jahrestagung in Wien, er stehe bereit, diese Woche mit Russland und der Ukraine Gespräche über eine Waffenstillstandszone um das ukrainische AKW Saporischschja zu führen. Er mahnte: «Wenn dort etwas passiert, werden wir keine Naturkatastrophe dafür verantwortlich machen können, sondern nur unsere eigene Untätigkeit.» Grossi hatte vorige Woche am Rande der UN-Generalversammlung in New York mit Vertretern Russlands und der Ukraine dazu Verhandlungen aufgenommen. Vertreter beider Länder machten erneut das jeweils andere Land für Angriffe auf Europas größtes Kernkraftwerk verantwortlich.

Kremlsprecher: Noch keine Entscheidung über Ausrufung von Kriegsrecht

Um die Einberufung für den Krieg in der Ukraine zu umgehen, reisten zuletzt Zehntausende Männer fluchtartig aus Russland aus. Zu den Rekrutierungen gibt es Berichte über Zwang und Gewalt. Kremlsprecher Peskow räumte nun nach einer Meldung der Agentur Interfax Verstöße bei der Teilmobilmachung ein. «In der Tat gibt es Fälle, in denen gegen das Dekret verstoßen wird», sagte Peskow demnach. «Wir hoffen, dass das Tempo der Beseitigung zunimmt und dass alle Fehler korrigiert werden.»

Zugleich betonte Peskow, die russische Führung habe bisher keine Entscheidung über die Einführung des Kriegsrechts getroffen: «Dazu gibt es im Augenblick keine Entscheidungen.» Bei einer Einführung des Kriegsrechts dürften wehrfähige Männer Russland nicht mehr verlassen.

Vorfall in Ostsibirien

In Teilen Russlands hatte es zuletzt Widerstand gegen Einberufungen gegeben. In der ostsibirischen Stadt Ust-Ilimsk im Gebiet Irkutsk schoss nun ein Reservist auf den Leiter einer Einberufungsstelle. Dies teilte der Gouverneur der Region, Igor Kobsew, am Montag bei Telegram mit. Der Zustand des «Militärkommissars» sei kritisch, sagte Kobsew. «Die Ärzte kämpfen um sein Leben.» Der 25 Jahre alte Schütze, der zum Kriegsdienst in der Ukraine eingezogen werden sollte, wurde demnach festgenommen. Seit der am vergangenen Mittwoch von Putin angeordneten Teilmobilmachung kommt es landesweit zu zahlreichen Protesten, Festnahmen und Zwischenfällen.

Kremlsprecher: Wahlen in Italien rein interne Angelegenheit

Zur Parlamentswahl in Italien wollte sich Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag nicht eingehender äußern. Diese sei eine «rein interne Angelegenheit». Russland begrüße allerdings alle politischen Kräfte, «die in der Lage sind, den Rahmen des etablierten Mainstreams, der von Hass auf Russland geprägt ist, zu verlassen und mehr Objektivität und Konstruktivität in den Beziehungen zu unserem Land zu zeigen», sagte Peskow nach einer Meldung der Agentur Interfax.

Wahlsiegerin Giorgia Meloni gilt außenpolitisch als prowestlich sowie als Befürworterin der Nato. Sie betont ihre Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine. Allerdings gehören zu ihrem Bündnis auch Kräfte, die sich russlandfreundlich geäußert hatten. Russland setzt vor allem auf jene Politiker in der EU, die sich für ein Ende der westlichen Sanktionen gegen Moskau einsetzen.

@ dpa.de