Grenzschutz, Waffenschmuggel

Der US-Präsident ist auf Mexiko angewiesen, um gegen illegale Migration und Drogenschmuggel etwas auszurichten.

11.01.2023 - 02:23:55

Mexikos Präsident dankt Biden für neue Migrationspolitik. Trotz Differenzen endet sein Besuch in Mexiko-Stadt mit einem Dank seines Amtskollegen.

Zum Abschluss des Nordamerika-Gipfels hat der mexikanische Staatschef Andrés Manuel López Obrador seinem US-Kollegen Joe Biden für dessen liberalere Migrationspolitik gedankt.

«Sie sind der erste US-Präsident in einer langen Zeit, der keinen einzigen Meter Mauer gebaut hat», sagte er gestern im Nationalpalast in Mexiko-Stadt. «Wir danken für den Respekt gegenüber den Mexikanern, die in den USA leben und einer ehrlichen Arbeit nachgehen. Sie werden nicht belästigt oder müssen Razzien über sich ergehen lassen wie in früheren Zeiten.»

Republikaner kritisieren Lockerung der Migrationspolitik

Gegenüber seinem Amtsvorgänger Donald Trump hat Biden viele Regelungen in der Migrationspolitik gelockert. Das hat ihm in den USA viel Kritik eingebracht. Zuletzt stieg die Zahl der Migranten dramatisch an. Biden kündigte ein Modell an, nach dem Einwanderer aus einzelnen Ländern unter bestimmten Bedingungen legal einreisen dürfen. Dafür werden illegal eingereiste Migranten nach Mexiko abgeschoben. Dafür braucht er die mexikanische Regierung.

Zuvor hatten sich López Obrador, Biden und der kanadische Premierminister Justin Trudeau zum Nordamerika-Gipfel getroffen. Bei dem Treffen der drei Mitgliedstaaten des Freihandelsabkommens USMCA ging es um Migration, Drogenschmuggel, Wettbewerbsfähigkeit und den Klimawandel. «Wir sind und werden immer gemeinsam stärker sein», sagte Trudeau. López Obrador kündigte eine gemeinsame Kommission aus Vertretern der drei Ländern an, die über eine bessere wirtschaftliche Integration und eine Stärkung der Lieferketten beraten soll.

@ dpa.de