Ausland, Frankreich

Der Philosoph Jürgen Habermas sieht vor der Wahl in Frankreich auch die Bundesregierung in der Verantwortung für einen drohenden Rechtsruck im Nachbarland: Sie habe eine Krisenpolitik durchgesetzt, welche "die immer noch weiterschwelende Finanzkrise nicht gelöst, aber das Auseinanderdriften der nationalen Ökonomien in Nord und Süd beschleunigt und Europa tief gespalten" habe, sagte Habermas der Wochenzeitung "Die Zeit".

19.04.2017 - 11:14:24

Habermas: Berlins Krisenpolitik hat Europa tief gespalten

Ein "Weiter so" mit "demokratisch entmündigten Völkern, die über ökonomische Anreize zur Ordnung gerufen werden", besiegele den Zerfall. Für den Philosophen Peter Sloterdijk wäre ein Wahlsieg von Marine Le Pen "das Ende Frankreichs, wie wir es gekannt haben. Gewisse Zuckungen würden beweisen, dass das Leben irgendwie weitergeht, wie verworren auch immer", sagte Sloterdijk der Zeitung.

"Vermutlich würde das Land auf Jahre hinaus unregierbar werden. Eine rechtsradikale Figur im Élysée wird die landestypischen Geister der Revolte zu neuem Leben erwecken, die während der glücklosen Ära Hollande in Ratlosigkeit versunken waren. Ein nach innen gekehrtes Frankreich, das seine Zerrissenheit pflegt, würde für Europa unbrauchbar." Ulrich Wickert hofft, dass der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron die Wahl gewinnt: "Wird Macron gewählt, könnte das einen Aufbruch bedeuten für Frankreich, für Europa, für Deutschland."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Grünen-Abgeordneter kritisiert Europa-Pläne als unzureichend Der EU-Parlamentarier Sven Giegold (Grüne) hat die Beschlüsse von Schloss Meseberg als unzureichend kritisiert. (Ausland, 21.06.2018 - 16:31) weiterlesen...

Schulz hält Vereinbarungen zur Eurozonen-Reform für unzureichend Der frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz hält die deutsch-französischen Vereinbarungen von Meseberg zur Reform der Eurozone für zu zaghaft. (Ausland, 21.06.2018 - 15:02) weiterlesen...

BDI begrüßt deutsch-französische EU-Reformpläne Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang, hat die deutsch-französischen EU-Reformpläne als "entscheidenden Impuls" zur Eurostärkung gelobt. (Ausland, 20.06.2018 - 15:37) weiterlesen...

Bofinger lobt deutsch-französische Pläne für Eurozonen-Budget Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat die deutsch-französischen Pläne für ein Eurozonen-Budget gelobt. (Ausland, 20.06.2018 - 15:24) weiterlesen...

Deutsche Wirtschaft bei Merkel-Macron-Plan skeptisch Die deutsche Wirtschaft reagiert skeptisch auf die Pläne von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für ein Eurozonen-Budget. (Ausland, 20.06.2018 - 14:36) weiterlesen...

CSU verlangt Koalitionsausschuss zu Ergebnissen von Meseberg Die CSU verlangt die Einberufung eines Koalitionsausschusses wegen der Ergebnisse der Gespräche von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf Schloss Meseberg. (Ausland, 19.06.2018 - 22:19) weiterlesen...