Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ausland, Militär

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor einem Auseinanderdriften von Bundeswehr und Gesellschaft gewarnt.

12.11.2020 - 13:19:49

Steinmeier warnt vor freundlichem Desinteresse an Bundeswehr

"Es scheint paradox: Die Bundeswehr übernimmt heute mehr Verantwortung als je zuvor, ist aber im Bewusstsein, im Alltag der allermeisten Deutschen fast unsichtbar geworden", sagte Steinmeier am Donnerstag beim Feierlichen Gelöbnis zum 65. Gründungstag der Bundeswehr in Schloss Bellevue. In der alten Bundesrepublik habe kein Weg an der Bundeswehr vorbei geführt.

"Es gab viel mehr Standorte als heute. Hunderttausende junge Männer leisteten verpflichtenden Wehrdienst, fast jede Familie hatte mit der Armee zu tun." Aber mit der Deutschen Einheit habe sich vieles verändert. "Mit dem Schwinden der existenziellen Bedrohung aus dem täglichen Bewusstsein ist auch viel Interesse an der Bundeswehr geschwunden." Seit der Aussetzung der Wehrpflicht gebe es in der Gesellschaft weniger Wissen über die Bundeswehr von heute. "Die Truppe ist heute deutlich kleiner, vielfältiger, bunter als damals. Die veränderten Aufgaben und die Demographie haben ihren Teil dazu beigetragen." Zugleich sei die Truppe professioneller geworden. Doch viel von dieser Realität werde von den Deutschen nicht wahrgenommen. "Es droht ein freundliches Desinteresse, eine Gleichgültigkeit, die dem Vertrauen zwischen Bundeswehr und Gesellschaft nicht dient." Der Bundespräsident warnte vor der Gefahr einer "gegenseitigen Verständnislosigkeit von Soldat und Gesellschaft", die man nicht einfach hinnehmen könne. "Denn für uns muss weiter gelten, was vor 65 Jahren Maxime der neugegründeten Bundeswehr war: Armee und Gesellschaft dürfen sich in einer Demokratie niemals fremd werden", so Steinmeier. In diesem Anspruch stecke eine Verpflichtung für beide Seiten.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Baerbock fordert stärkeres Engagement in Verteidigungspolitik Vor dem Präsidentschaftswechsel in den USA hat die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock ein stärkeres gemeinsames Engagement Europas in der Verteidigungspolitik gefordert. (Ausland, 30.11.2020 - 06:03) weiterlesen...

FDP wirft Scholz Affront gegenüber der Parlamentsarmee vor Die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vorgeworfen, die Bundeswehr auf eine Stufe mit Tabak, Alkohol und Glücksspiel zu stellen. (Ausland, 29.11.2020 - 13:34) weiterlesen...

AKK: Rehabilitierung homosexueller Soldaten wichtiger Schritt Vor dem Kabinettsbeschluss zur Rehabilitierung Homosexueller in der Armee hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) die Entschädigung der diskriminierten Soldaten als wichtigen Schritt bezeichnet. (Ausland, 25.11.2020 - 00:03) weiterlesen...

Bericht: Keine dauerhafte deutsche Militärpräsenz mehr in Kundus Die Bundeswehr beendet offenbar im Rahmen ihres Afghanistan-Einsatzes ihre dauerhafte Militärpräsenz in Kundus. (Ausland, 24.11.2020 - 17:02) weiterlesen...

NATO entscheidet im Februar über möglichen Afghanistan-Rückzug Die NATO wird nach den Worten ihres Generalsekretärs Jens Stoltenberg im Februar kommenden Jahres entscheiden, ob sie ihren Einsatz in Afghanistan fortsetzt oder das Land noch im Frühjahr verlässt. (Ausland, 24.11.2020 - 01:03) weiterlesen...

Stoltenberg: Auch Biden wird Verteidigungsausgaben einfordern NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erwartet vom künftigen US-Präsidenten Joe Biden anhaltenden Druck auf die Bündnispartner, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen. (Ausland, 24.11.2020 - 01:02) weiterlesen...