Zwölf Tote bei Anschlag in Bagdad: Bei einem Autobombenanschlag und einer anschließenden Schießerei in Bagdad sind am Sonntag zwölf Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Ziel des Anschlags waren das Hauptquartier der elften irakischen Heeresdivision und ein Rekrutierungszentrum der Streitkräfte. Unter den Toten waren nach offiziellen Angaben fünf Soldaten.
Vergrößern Zwölf Tote bei Anschlag in Bagdad | Bild: © ddp

Bagdad (apn). Unmittelbar nach der Detonation des Autos griffen Bewaffnete laut Polizei das Hauptquartier an.

Erst am 17. August hatte sich ein Selbstmordattentäter vor demselben Hauptquartier in die Luft gesprengt und 61 Rekruten in den Tod gerissen. Bei dem Angriff vom Sonntag lieferten sich die Bewaffneten ein 15-minütiges Feuergefecht mit Wachleuten. Einige der Angreifer trugen Sprengstoffgürtel und planten eine zweite Detonation, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Fernsehnachrichtenagentur APTN sagte. «Der Plan war, zwei Mal zuzuschlagen», sagte Generalmajor Mohammed al Askari. Die Angreifer wurden erschossen, bevor sie ihre Sprengsätze zünden konnten. Einer von ihnen wurde lediglich verletzt und wurde festgenommen.

In die Kämpfe haben nach US-Militärangaben auch amerikanische Soldaten eingegriffen. Ein US-Militärsprecher berichtete, die Amerikaner hätten den Irakern Feuerschutz gegeben, während die irakischen Soldaten zwei Terroristen gestellt hätten, die in die Anlage eingedrungen seien. Das Gefecht ereignete sich fünf Tage, nachdem die USA offiziell ihre Kampfeinsätze im Irak für beendet erklärt hatten. Unter den zwölf Toten befand sich den Angaben zufolge kein Amerikaner. US-Oberstleutnant Eric Bloom berichtete weiter, die irakischen Streitkräfte hätten um Unterstützung durch Hubschrauber, Drohnen und Sprengstoffexperten gebeten.

Ministerpräsident Nuri al-Maliki hatte vergangene Woche wegen drohender Terroranschläge die höchste Alarmstufe ausgerufen. Es drohten Anschläge, die Furcht und Chaos säen sollten, erklärte er. Das Land hat sechs Monate nach der Parlamentswahl noch immer keine Regierung. Eine Einigung kam bislang nicht zustande, weil aus der Wahl am 7. März kein klarer Sieger hervorging.

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