Zukunft der 'Formel 1' am Nürburgring offen: Die Zukunft der Formel 1 am Nürburgring ist auch nach der Kündigung der Verträge mit den privaten Betreibern durch die landeseigene Nürburgring GmbH offen. Der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) sagte am Dienstag in Mainz, er wolle nun persönlich mit 'Formel 1'-Promotor Bernie Ecclestone verhandeln.
Vergrößern Zukunft der 'Formel 1' am Nürburgring offen | Bild: © dapd

Mainz (dapd-rps). Sein Ziel sei immer gewesen, den Rennzirkus im Jahr 2014 oder 2015 in die Eifel zu holen. Da 2014 bereits an den Hockenheimring vergeben sei, bleibe also nur 2015.

Aus Sicht der am Dienstag gekündigten privaten Betreiber der Rennstrecke, die die Verhandlungen mit Ecclestone bislang im Auftrag der Landesregierung geführt hatten, wäre die 'Formel 1' damit für den Nürburgring für lange Zeit verloren. Sollte es bis zum Frühsommer dieses Jahres keine Vereinbarung mit Ecclestone über ein nächstes Rennen im Sommer 2013 geben, dann werde die Formel 1 'auf lange Sicht keine Zukunft auf dem Nürburgring haben', sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Nürburgring Automotive GmbH (NAG).

Schon jetzt warteten zahlreiche Bewerber darauf, dass ein Termin frei werde, fügte der NAG-Sprecher hinzu. 'Ohne Nürburgring würde die Formel 1 künftig wohl nur noch alle zwei Jahre in Deutschland gastieren, aber auf dem Hockenheimring', warnte er.

Die NAG habe dagegen mit Ecclestone ein langfristiges Angebot für insgesamt fünf Rennen im Zweijahresrhythmus verhandelt, beginnend im Jahr 2013. Das Land Rheinland-Pfalz hätte bei dieser 'Infrastrukturmaßnahme' jedes Rennen mit 9,8 Millionen Euro fördern müssen. 'So preiswert war die Formel 1 noch nie in der Eifel', fügte der NAG-Sprecher hinzu.

Lewentz entgegnete, bei diesem Angebot rede man über insgesamt 50 Millionen Euro an Landesmitteln, da wolle er lieber selbst noch einmal verhandeln. Von einer Drohung Ecclestones, dass die 'Formel 1' entweder 2013 am Nürburgring gastiere oder gar nicht, wisse er nichts. Sollte das tatsächlich so sein, müsse man natürlich darüber nachdenken. Allerdings würde dann ein Nachtragshaushalt nötig.

Die Formel 1 war zuletzt im Juli 2011 am Nürburgring zu Gast davor 2009. Im Koalitionsvertrag der rot-grünen Landesregierung wurde vereinbart, dass die staatliche Förderung für den Rennzirkus von zuletzt 13 Millionen Euro deutlich reduziert werden soll.

dapd