Düsseldorf (dapd-nrw). Darin hatte der Chef des Landesverbands, Andres Hustadt, die Schließung ganzer Krankenhaus-Abteilungen gefordert. Auch die komplette Schließung von Kliniken sei zu prüfen.
Hustadt sagte der Zeitung, die vielen leerstehenden Betten führten zu Einweisungen und Behandlungen von Patienten, die nicht notwendig seien. Jedes nicht belegte Bett koste ein Krankenhaus Geld. Daher bestehe die Gefahr einer Fehlbelegung durch großzügige Diagnosestellung.
NRW hat den Angaben zufolge im Ländervergleich eine sehr hohe Krankenhausdichte. Im Ballungsraum Ruhrgebiet liege das Angebot bei 1.910 Betten je 100 Quadratkilometer. Zwar liege man damit leicht unter dem Krankenhausangebot von Berlin, aber mit 26 Prozent deutlich über dem in Hamburg. Außerdem liege die Auslastung der 19 Krankenhäuser der Inneren Medizin zwischen Bochum, Dortmund und Herne mit insgesamt 3.000 Betten bei 78 Prozent. Die der 15 chirurgischen Kliniken bei 74 Prozent. Ohne die wohnortnahe Versorgung zu gefährden, könnten daher in dieser Region ganze Abteilungen geschlossen werden, sagte Hustadt dem Blatt.
Der VDEK-Sprecher sagte, die Krankenhäuser in Ballungsgebieten sollten sich auf spezielle Bereiche wie etwa Hüftoperationen spezialisieren. Zu viele Krankenhäuser würden zu viele verschiedene Operationen durchführen. Das könne zu Qualitätsproblemen führen.
dapd


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