Essen/Düsseldorf (ddp-nrw). Gegen einen Politiker des rechtspopulistischen Bürgerbündnisses Pro NRW ermittelt laut einem Zeitungsbericht die Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Wie die in Essen erscheinende «Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung» (Montagausgabe) berichtet, besteht ein Anfangsverdacht auf Wählertäuschung.

Wie ein Polizeisprecher in Düsseldorf der Zeitung sagte, hatte eine Bürgerin aus Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss) Anzeige gegen den Mann erstattet, der dem Landesvorstand von Pro NRW angehört. Nach Angaben der Frau hatte er sich ihr als städtischer Mitarbeiter vorgestellt und auf diesem Wege versucht, ihre schriftliche Unterstützung für seine Kandidatur bei der Kommunalwahl zu erschleichen. Auch der Staatsschutz wurde dem Vorabbericht zufolge inzwischen eingeschaltet.

Die rechtspopulistische Vereinigung hatte am vergangenen Wochenende mit einem sogenannten Anti-Islamisierungskongress in Köln versucht, Stimmung gegen den Islam und den Kölner Moscheebau zu machen. Tausende Bürger demonstrieren gegen die Veranstaltung. Pro NRW wird seit mehreren Jahren unter dem «Verdacht einer rechtsextremistischen Bestrebung» im NRW-Verfassungsschutzbericht aufgeführt. Bei der Kommunalwahl wollen die Rechtspopulisten in zahlreichen nordrhein-westfälischen Städten antreten.

ddp/mte/pon