Hamburg (dapd-nrd). Jedes Tier der höchsten Gefahren-Kategorie 1 koste die Stadt 15 Euro täglich.
'Die meisten dieser Tiere leben schon seit Jahren bei uns und haben aufgrund der strengen Auflagen der Stadt kaum eine Chance auf Vermittlung in Hamburg', sagte Tierheimleiterin Katharina Woytalewicz der Zeitung. 28 der 57 Hunde hätten den sogenannten Wesenstest bestanden und könnten an interessierte Hundefreunde abgegeben werden.
Scharfe Kritik an den Kosten übt der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hamburg: 'Ein Hartz-IV-Empfänger hat im Monat 359 Euro zum Leben zur Verfügung. Die Unterbringung eines Kampfhundes im Tierheim kostet bis zu 465 Euro. Da stimmen doch die Relationen nicht mehr', sagte Geschäftsführer Marcel Schweitzer. Die Stadt müsse einen Weg finden, um die Betreuung der Kampfhunde kostengünstiger zu gestalten. Es könne nicht sein, dass ein Tier jahrelang im Tierheim lebe und den Steuerzahler so viel wie ein Mittelklassewagen koste.
Nach Angaben des Behördensprechers werden die Hamburger mit der Unterbringung der gefährlichen Hunde im Tierheim Süderstraße vor Angriffen der Tiere geschützt. Damit seien zwangsläufig Kosten verbunden, für die die Stadt aufkomme.
Wer in Hamburg einen Kampfhund halten möchte, muss dafür bei den zuständigen Bezirksämtern eine Erlaubnis beantragen. Dafür muss der künftige Halter ein 'berechtigtes Interesse' nachweisen. Dazu erarbeitet die Gesundheitsbehörde derzeit einen Regelkatalog.
dapd


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