Zeitraum - Nur kleine Lichtblicke in Industrieunternehmen: Im Zeitraum Januar bis Juli lag die Nachfrage um 36 Prozent unter dem Vorjahreswert Trotz erster Anzeichen für eine Stabilisierung steht in den Auftragsbüchern der Industrie in Baden-Württemberg weiterhin ein dickes Minus. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, gingen die Auftragseingänge preisbereinigt im Juli im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres um 27 Prozent zurück.
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Im Zeitraum Januar bis Juli lag die Nachfrage um 36 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ein kleiner Lichtblick: Im Monatsvergleich wurde zum dritten Mal in Folge ein Plus verzeichnet. Im Vergleich zum Juni stiegen die Auftragseingänge um sechs Prozent.

Die jüngsten Nachfrageimpulse sind den Angaben zufolge ausschließlich auf das Inland zurückzuführen. Zudem hatte der Juli drei Arbeitstage mehr als der Juni. Im Vorjahresvergleich erhielt die Südwestindustrie dagegen bereits den 15. Monat in Folge weniger Aufträge. Besonders stark betroffen ist der Maschinenbau mit einem Auftragsminus von Januar bis Juli von 41,5 Prozent. Auch bei den Autobauern und ihren Zulieferern ging die Nachfrage stark zurück - um 39 Prozent.

Entsprechend negativ entwickelten sich auch die Umsätze der Industrieunternehmen. Im Juli sanken sie im Vergleich zum Vorjahresmonat um 24 Prozent, wobei Erlöse aus dem Auslandsgeschäft stärker einbrachen als der Inlandsumsatz. Im Vergleich zum Juni stieg der Umsatz um 5,5 Prozent, aber wie bei den Aufträgen ausgehend von einem niedrigen Niveau. Von Januar bis Juli blieb der Umsatz um 29,5 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Produktion sank im selben Zeitraum um 26,5 Prozent.

Der Personalabbau setzte sich den Zahlen zufolge verstärkt fort. Im Juli waren in der Südwestindustrie 56 900 Menschen weniger beschäftigt als noch vor einem Jahr. Dies entspricht einem Rückgang von 5,2 Prozent - der bislang stärkste innerhalb dieses Jahrzehnts. Insgesamt arbeiteten im Juli noch knapp 1,05 Millionen in einem Industriebetrieb.

Stuttgart (ddp-bwb)