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ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz ließ über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mitteilen: «Es war eine sprachliche Entgleisung im Eifer der Halbzeitpause. Wir haben mit Katrin Müller-Hohenstein gesprochen, sie bedauert die Formulierung. Es wird nicht wieder vorkommen.» Ein ZDF-Sprecher nannte die Aussage auf ddp-Anfrage «flapsig».
«Wir nehmen es nicht hin, wenn extremistische Terminologie von links oder rechts im öffentlich-rechtlichen Fernsehen verbreitet wird. Das widerspricht dem Staatsvertrag», sagte der Vize-Bundesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus, Hugo Diederich, der auch Mitglied im ZDF-Fernsehrat ist.
Die Moderatoren würden für ihre Wortwahl gut bezahlt. Das ZDF sei ein Schaufenster Deutschlands, das als Gast aus Südafrika berichte «und nicht als Statthalter einer Diktatur». Diederich forderte eine Entschuldigung im Programm oder auf der ZDF-Homepage. Andernfalls stehe infrage, ob Müller-Hohenstein künftig im ZDF moderieren dürfe.
Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, warnte vor Hysterie. «Die Moderatorin hat es bedauert, das ZDF hat es bedauert. Da gibt es deutlich keine böse Absicht», sagte er der «Leipziger Volkszeitung» (Dienstagausgabe). «Ich glaube, dass ist ihr einfach so rausgerutscht», sagte Graumann. Der Begriff sei inzwischen leider zu einem umgangssprachlichen Idiom geworden. «Viele Menschen denken gar nicht an die NSDAP in dem Moment, wenn sie es sagen. Aber es wäre mir lieber, wenn es nicht existieren oder nicht so häufig verwendet würde.»
Der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans sagte am Montag in Berlin, das ZDF habe durch das Gespräch mit der Moderatorin bereits Konsequenzen gezogen.
ddp

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