Zapatero wies auf einem Parteitag in Sevilla den Vorwurf zurück, seine Regierung habe mit "Improvisation" auf die sich verschärfende Wirtschafts- und Finanzkrise reagiert. Der Ex-Premier räumte ein, dass er zu spät das Ausmaß der Krise erkannt habe. Dennoch versicherte er, die von seiner Regierung getroffenen Sparmaßnahmen im Umfang von 10 Milliarden Euro seien unerlässlich gewesen. Nur so habe verhindert werden können, dass die EU die Kontrolle über Spaniens Finanzen übernehmen würde. Ohne diese Maßnahmen hätte sich Spanien in derselben Lage wie Griechenland oder Portugal befunden, beteuerte Zapatero, der fast neun Jahre an der Spitze der spanischen Regierung stand.
Die 956 Delegierten wählen am Samstag den Nachfolger von Zapatero an der Spitze der PSOE. Einzige Bewerber sind der frühere Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba und die ehemalige Verteidigungsministerin Carme Chacón. Der Ausgang der Abstimmung gilt als völlig offen.


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