Nürnberg (dapd-bay).
Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,4 Prozent. Im November betrug die Quote 3,3 Prozent. Nach Angaben der Agentur ist das der niedrigste Arbeitslosenstand in einem Dezember seit 1991. Im Dezember 2010 hatte die Arbeitslosenquote noch bei 4,0 Prozent gelegen.
Optimistisch blickt angesichts der Zahlen der Chef der Regionaldirektion Bayern, Ralf Holtzwart, in die Zukunft. 'Alle Indikatoren sprechen für eine positive Entwicklung auf dem bayerischen Arbeitsmarkt', sagte der Agenturchef. Es gebe derzeit keinerlei Anzeichen für einen drohenden Einbruch der Wirtschaft.
Skeptisch hingegen äußerte sich der bayerische DGB-Chef Matthias Jena. Bei einem Großteil der neu entstandenen Arbeitsplätze handle es sich um schlecht bezahlte Beschäftigungsverhältnisse. 'Es gibt mehr Erwerbstätige, aber gleichzeitig so viele Niedriglöhner, Leiharbeiter und Mini-Jobber wie noch nie', kritisierte Jena.
In derzeit 50, also gut der Hälfte aller bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte, lag die Arbeitslosenquote im November erneut unter drei Prozent. Nach der Definition der Arbeitsagentur ist in diesen Regionen damit Vollbeschäftigung erreicht.
Die niedrigste Arbeitslosigkeit im gesamten Freistaat wurde erneut im Landkreis Eichstätt registriert. Hier liegt die Quote bei 1,2 Prozent. Die Stadt Nürnberg verzeichnete mit einer Quote von 7,3 Prozent erneut die höchste Arbeitslosenquote in Bayern.
Gemessen am Gesamtjahr 2011 lag die Arbeitslosenquote in Bayern bei durchschnittlich 3,8 Prozent. Das ist die niedrigste Quote unter allen Bundesländern, wie die Agentur weiter mitteilte.
Die im Jahresdurchschnitt geringste Arbeitslosigkeit wurde dabei in den Regierungsbezirken Unterfranken und Schwaben mit einer Quote von jeweils 3,5 Prozent gemessen. Mittelfranken bildete demnach mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent auf Jahressicht das Schlusslicht unter den bayerischen Bezirken.
Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU) sprach angesichts der Daten von einem guten Jahr 2011. 'Die bayerische Wirtschaft ist stark, und deshalb können wir zuversichtlich in das neue Jahr starten', sagte die Ministerin. Gerade angesichts der guten Arbeitsmarktlage müssten jetzt die älteren Arbeitnehmer in den Blick genommen werden. 'Mit einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent bei den 55- bis unter 65-Jährigen ist hier noch ein großes Potenzial vorhanden', sagte die Ministerin.
dapd


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