XETRA-START/Rally geht weiter - Telekom nach KPN-Zahlen leichter: Auf Tagessicht ist der Leitindex bei 7.182 Punkten unterstützt, bei 7.316 Punkten liegt ein Widerstand
Vergrößern XETRA-START/Rally geht weiter - Telekom nach KPN-Zahlen leichter | Bild: © ad-hoc-news

DJ XETRA-START/Rally geht weiter - Telekom nach KPN-Zahlen leichter FRANKFURT (Dow Jones) Die Rally am deutschen Aktienmarkt setzt sich zum Start in den Gründonnerstag fort. Bis 9.46 Uhr steigt der DAX um 0,6% oder 45 auf 7.295 Punkte. Auf Tagessicht ist der Leitindex bei 7.182 Punkten unterstützt, bei 7.316 Punkten liegt ein Widerstand. In der zweiten Reihe geht es für den MDAX um 0,3% bzw 31 auf 10.481 Zähler nach oben, der TecDAX zieht um 0,8% oder 7 auf 924 Stellen an. "Apple und Qualcomm haben am Vorabend das Szenario mehr als solider Quartalszahlen aus den USA gestützt", sagt ein Händler. Gesucht sind im frühen Geschäft am deutschen Aktienmarkt weiter die Zykliker, als defensiv geltende Titel entwickeln sich hingegen unterdurchschnittlich. Auch Automobilwerte tendieren nach den kräftigen Vortagsgewinnen nur knapp behauptet. Dank starker "iPhone"-Verkäufe hat Apple im zweiten Geschäftsquartal sowohl den Nettogewinn als auch den Umsatz nahezu verdoppelt. So wurden in dem Vierteljahr von Ende Dezember bis Ende März 18,7 Mio Exemplare des Multifunktionsmobiltelefons verkauft. Das waren mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum und 15% mehr als im vorangegangenen Vierteljahr, das wegen der Weihnachtszeit üblicherweise Apples stärkstes ist. Für das am 26. März abgelaufene Quartal berichtete Apple einen Nettogewinn von 6 Mrd USD oder 6,40 USD je Aktie. Analysten hatten im Mittel ihrer Prognosen lediglich 5,36 USD je Aktie erwartet. Für neue Impulse könnte am Vormittag der ifo-Geschäftsklimaindex für April sorgen. Der Ökonomenkonsens lautet auf einen leichten Rückgang auf 110,5 von 111,1 Punkten im Vormonat. Marktteilnehmer warnen allerdings, dass selbst ein über der Konsensprognose liegender Frühindikator die Kurse kaum noch nach oben treiben dürfte. "Die Konjunkturdynamik wird ihren Zenit wohl überschritten haben. Dafür spricht auch, dass die weltwirtschaftlichen Abwärtsrisiken tendenziell zunehmen. Davon sollten die Geschäftserwartungen früher oder später negativ beeinflusst werden", sagt Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen. Aus den USA ist für den Nachmittag mit dem Philly-Fed-Index für April der zweite regionale Frühindikator für das Verarbeitende Gewerbe avisiert. Hier erwarten Volkswirte im Mittel ihrer Prognosen einen Punktestand von +35,0 nach +43,4 im März. Wie jeden Donnerstag stehen schließlich noch die Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung auf dem Programm. Die Markterwartungen lauten auf einen Rückgang um 17.000 binnen Wochenfrist. Auch die Agenda der Unternehmensberichte ist prall gefüllt: So werden unter anderem Nokia, General Electric, Morgan Stanley, Verizon Communications und McDonald's über den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Quartal berichten. Angesichts der anhaltend guten Quartalsberichte der Unternehmen stehen vor allem die konjunktursensitiven Aktien auf den Einkaufslisten. HeidelbergCement legen um 1,6% auf 51,94 EUR zu, für BASF geht es um 1,1% auf 65,99 EUR nach oben. Infineon profitieren weiter von der nach den Quartalsberichten von Apple, IBM und Intel guten Stimmung im Technologiesektor und legen um 0,9% auf 7,51 zu. Im TecDAX steigen die Papiere des Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor um 3,3% auf 15,33 EUR. Unter den Aktien aus der ersten Reihe stehen Deutsche Telekom etwas unter Druck, sie geben um 1,2% auf 11,10 EUR nach. Der niederländische Telekommunikationsanbieter KPN hat aufgrund der schwachen Geschäfte im Heimatmarkt am Morgen seine Gesamtjahresprognose kassiert. KPN brechen in Amsterdam um 7,4% auf 10,88 EUR ein. Im MDAX steigen Fuchs Petrolub um 2,1% auf 109,75 EUR. "Bei Umsatz und Ergebnis 8% bis 9% über meinen Erwartungen", kommentiert Commerzbank-Analyst Lutz Grüten die Rumpfzahlen des Unternehmens zum ersten Quartal. Auch der angehobene Ausblick für das Gesamtjahr gefalle. Der Schmierstoffhersteller strebt nunmehr an, das "Rekord-EBIT" von 250,1 Mio EUR aus dem Jahr 2010 zu übertreffen, erst kürzlich hatte das Management Grüten zufolge lediglich eine "bestenfalls unveränderte Entwicklung" in Aussicht gestellt. Nur optisch schwach fallen Munich Re um 3,6% und RWE um 6,3% zurück. Der Rückversicherer schüttet am Gründonnerstag eine Dividende von 6,25 EUR aus, das entspricht einer Rendite von 5,4%. Bei RWE sind es 3,50 EUR respektive 7,6%. DJG/jej/flf (END) Dow Jones Newswires April 21, 2011 03:50 ET (07:50 GMT) Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.