XETRA-START/DAX knapp behauptet - Air Berlin dank Etihad gesucht: In der Folge kam es aber zu einer deutlichen Erholung
Vergrößern XETRA-START/DAX knapp behauptet - Air Berlin dank Etihad gesucht | Bild: © ad-hoc-news

DJ XETRA-START/DAX knapp behauptet - Air Berlin dank Etihad gesucht FRANKFURT (Dow Jones) Knapp behauptet und damit erholt von den Anfangsverlusten zeigt sich der DAX am Montag. Schwache asiatische Vorgaben nach dem Tod des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il ließen den Markt zur Eröffnung bis auf 5.645 Punkte fallen. In der Folge kam es aber zu einer deutlichen Erholung. "Die Europäer schieben Korea beiseite", so ein Händler. Der Markt sei bereits in den vergangenen Tagen gefallen und überverkauft. Das deutsche Börsenbarometer verliert gegen 9.36 Uhr MEZ noch 0,1% oder 7 auf 5.695 Punkte. Kaum Reaktionen löst im Handel dagegen die Meldung aus, die Ratingagentur Fitch wolle die Bonitätsnoten von sechs Eurozone-Staaten auf eine Herabstufung prüfen. "Der Euro hat auf die Nachricht nicht mehr reagiert", so ein Marktteilnehmer. Nach der ersten Androhung einer solchen Maßnahme durch Moody's habe eine solche Ankündigung an Schlagkraft verloren. "Von Grund auf sind die Anleger weiterhin nicht von Aktien überzeugt", heißt es bei den Stimmungsforschern von Sentix in einer Analyse. Daran hätten auch einige positive Konjunkturdaten nichts ändern können: "Denn die Anleger blicken mit Sorge nach China und Japan", heißt es in der Einschätzung. Im Blick der Anleger steht die Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister über weitere Schritte im Kampf gegen die Schuldenkrise. Sie soll um 16 Uhr MEZ starten. Zentraler Punkt der Gespräche soll die Frage bilateraler Darlehen der europäischen Länder an den Internationalen Währungsfonds (IWF) sein, mit denen dieser Hilfen für Euro-Krisenländer finanzieren soll. Beim EU-Gipfel hatten die Euro-Länder und andere Mitgliedstaaten erklärt, bis zu 200 Mrd EUR für den IWF bereitzustellen. Die Finanzminister wollen selbst Großbritannien bitten, einen beträchtlichen Teil der angestrebten Kredite an den IWF zu übernehmen. Wie die Zeitung "Daily Telegraph" meldet, soll Großbritannien einen Beitrag von 30,9 Mrd EUR leisten. Allerdings hat sich der britische Premierminister David Cameron bisher ablehnend gegenüber Idee gezeigt. Technische Analysten sehen den DAX unterstützt um 5.650 Punkte und dann beim Gap, der charttechnischen Lücke, die der DAX am 28. November zwischen 5.529 und 5.573 Punkten gerissen hat. "Der DAX ist dafür bekannt, dass er solche Gaps wieder schließt", so Petra von Kerssenbrock, Technische Analystin von der Commerzbank. Die Nachrichtenlage bei den Einzelunternehmen ist weiter dünn. Air Berlin springen um 9% auf 2,52 EUR, nachdem Etihad seinen Anteil an der Fluggesellschaft auf 29,21% erhöht hat. Zudem wird die finanziell angeschlagene Air Berlin mit Kreditlinien von bis zu 255 Mio USD unterstützt. Sie laufen bis Ende 2016. Das ist der Befreiungsschlag, die Insolvenzgefahr ist bis 2016 vom Tisch", so ein Händler. Etihad ist die Staats-Airline der Vereinigten Arabischen Emirate. Lufthansa zeigen sich davon unbeeindruckt und geben mit dem Markt 0,3% ab. Deutsche Telekom geben um 0,1% auf 8,98 EUR nach. Wie das "WSJ" berichtet, verdichten sich die Zeichen für ein Scheitern der Übernahme von T-Mobile USA durch AT&T. AT&T habe Verhandlungen über Verkäufe von Unternehmensteilen auf Eis gelegt, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Diese Gespräche waren geführt worden, um die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden für die 39 Mrd USD schwere Transaktion zu erhalten. Die Stahlwerte Salzgitter und Klöckner & Co ignorieren die gesenkten Kursziele durch Nomura und legen um je rund 0,5% zu. Bei Continental stützen die Analysten von Barclays. Sie haben den Reifenhersteller mit "Overweight" in ihre Beobachtungsliste aufgenommen. Die Aktie steigt um 0,6% auf 46,60 EUR. Südzucker profitieren kräftig von einer Hochstufung durch Goldman Sachs und legen um 2,9% zu auf 23,92 EUR. Die Analysten haben die Aktien auf "Buy" nach "Neutral" erhöht. Das Kursziel sehen die Analysten bei 28,40 EUR. Vossloh steigen um 0,6% auf 72,82 EUR. Die Eigentümer des Bahntechnikkonzerns verstärken ihren Widerstand gegen den Großaktionär Heinz Hermann Thiele. "Es gibt Teile der Familie, die gerade ihren Anteil erhöhen", sagte der Chef der Vossloh-Familiengemeinschaft Peter Langenbach der "FTD". So werde der Stimmenpool, in dem die Familie ihre Aktien gebündelt hat, vergrößert. SGL Carbon geben indes um 1,4% nach auf 44,69 EUR. Der Karbon-Hersteller erwartet keine Übernahme durch die zu den Ankeraktionären gehörende Susanne Klatten und BMW, schreibt die "FAZ am Sonntag". DJG/mod/ros

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