München (dapd-bay). Davon habe auch Bayern in früheren Jahren profitiert.
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt setzte allerdings seine Attacken fort. Er forderte zugleich Bayerns designierten SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude auf, ebenfalls bei Wowereit auf Korrekturen zu dringen. Berlin kassiere 'Jahr für Jahr drei Milliarden Euro bayerisches Geld'. Darüber habe sich Ude jedoch bislang 'mit keinem Wort bei seinem SPD-Parteifreund Wowereit beschwert'.
Dobrindt fügte in der CSU-Zeitung 'Bayernkurier' hinzu: 'Etwas mehr Einsatz für bayerische Interessen würde ich mir auch von einem SPD-Kandidaten wünschen.' Er mahnte zugleich: 'Die Gespräche zur Reform des Länderfinanzausgleichs müssen jetzt schnell greifbare Fortschritte bringen, sonst ist eine Verfassungsklage unvermeidlich.'
Daran änderten auch die 'plumpen Erpressungsversuche' der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) nichts. Dobrindt kritisierte: 'Sie klammert sich verzweifelt an den Länderfinanzausgleich, weil ihr Land in den eigenen Schulden immer weiter absäuft.'
Die DGB-Landesvorsitzenden von Bayern und Nordrhein-Westfalen, Matthias Jena und Andreas Meyer-Lauber, schalteten sich mit einer gemeinsamen Pressemitteilung in den Streit ein. Darin mahnten sie übereinstimmend, die Solidarität zwischen den Bundesländern dürfe nicht infrage gestellt werden. Jena kritisierte, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wolle 'Schuldenabbau um jeden Preis und greift dafür jetzt den Länderfinanzausgleich an'.
Bayerns CSU-Fraktionschef Georg Schmid warnte daraufhin die Gewerkschaften davor, sich für den Wahlkampf der SPD instrumentalisieren zu lassen. Damit tue sich der DGB keinen Gefallen. Es gehe bei Themen wie dem Schuldenabbau und den Länderfinanzausgleich 'nicht um Parteipolitik'. Dies sei 'schon daran zu erkennen, dass auch der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg den Länderfinanzausgleich in seiner jetzigen Form für reformbedürftig hält'.
dapd


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