Berlin (dapd-bln). Auch die Grenzen der Karriereplanung für Frauen müssten erweitert werden. Zu oft stehe das Kita-Angebot dem beruflichen Fortkommen noch entgegen. Familienpolitik sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Der Auftrag zur Erarbeitung des Berichts für die aktuelle Wahlperiode war vom Senat ergangen. Das Papier wurde in einem Zeitraum von drei Jahren gefertigt.
Eine der wichtigsten Forderungen des Berichts ist der Ausbau des bereits wachsenden Engagements der Unternehmen für Arbeitnehmer mit Familie. Flexiblere Arbeitszeiten müssten mit flexibleren Betreuungsmöglichkeiten verknüpft werden. 'Dazu zählt vor allem die Notwendigkeit der Betreuung an den Randzeiten eines Arbeitstages', sagte der Vorsitzende des Beirates, Peter Ruhenstroth-Bauer. Des Weiteren müsse frühkindliche Bildung stärker beworben werden, wozu auch Kinder 'nichtdeutscher Sprache' eingeladen werden müssten. Kieze und Quartiere müssten familiengerecht gestaltet werden. Im Internet solle ein Berliner Familienportal eingerichtet werden.
Anwalt Ruhenstroth-Bauer nannte die breite Besetzung des ehrenamtlich tätigen Beirates mit Vertretern religiöser und weltanschaulicher Gruppen, mit Wissenschaftlern, Politikern und Verbandsvertretern als 'einmalig in Deutschland'.
Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) bezeichnete die Art und Weise des Zustandekommens des Berichtes als 'bemerkenswert'. Er sei froh, dass das Papier über die Fixierung der Familie allein auf Eltern und Kinder hinausgehe. Zugleich verwies er darauf, dass in seinem Ressort pro Jahr rund eine Milliarde Euro für familienpolitische Maßnahmen bereitstünden.
dapd


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