Vor 29 400 Zuschauern brachte Vedad Ibisevic die Hausherren in der 23. Minute in Führung. Zvjezdan Misimovic (52.) und Grafite (57.) schlugen nach der Pause aber für den deutschen Meister zurück.

Die Hausherren dominierten das Geschehen in der ersten Halbzeit und hätten zur Pause deutlicher als mit 1:0 vorne liegen können. Bereits in der 1. Minute hatte Abwehrchef Josip Simunic die Führung auf dem Fuß, doch der Kroate verzog wie auch vier Minuten später aus aussichtsreicher Position.

Die Gäste, die zuletzt in der Champions League einen überzeugenden 3:0-Auswärtssieg bei Besiktas Istanbul gefeiert hatten, agierten zaghaft und entwickelten nur langsam eigenen Offensivdrang. Zunächst vergab der Brasilianer Grafite, der erstmals nach seinem Heimaturlaub wieder in der Startformation stand, per Kopf. Dann kam der Torschützenkönig der Vorsaison im Zweikampf mit 1899-Keeper Timo Hildebrand im Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) wertete die Aktion nicht als Foul und ließ weiterspielen.

Praktisch im Gegenzug gingen die Gastgeber in Führung. Maicosuel flankte von rechts auf den Kopf von Ibisevic, der sich die Chance zu seinem fünften Saisontor nicht entgehen ließ. Erst danach tat der deutsche Meister etwas mehr für das Spiel. Ein Freistoß von Misimovic (26.) strich knapp am Pfosten vorbei, Edin Dzeko (33.) scheiterte an Hildebrand. Auf der Gegenseite hätten Maicosuel (28.), Ibisevic (39.) und Sejad Salihovic (45.), dessen Freistoß an den Pfosten klatschte, die Führung für die dominanten Hoffenheimer ausbauen können.

Nach dem Wechsel drehten die Gäste auf und innerhalb von fünf Minuten die Partie. Zunächst traf Misimovic aus spitzem Winkel per Direktschuss, dann brachte Grafite die Gäste mit einem abgefälschten Schuss nach vorn. Zuvor hatte Sascha Riether (49.) bereits eine hundertprozentige Chance vergeben.

Wolfsburg ließ nun gekonnt Ball und Gegner laufen, während die TSG völlig den Faden verlor. Ibisevic (60.) hatte zwar das 2:2 auf dem Fuß, aber ansonsten ging in der Offensive nicht mehr viel. Der VfL konterte dagegen immer wieder gefährlich. Dzeko (68.) und Grafite (73.) hätten den Sack zumachen können, bei einem Kopfball von Christian Gentner (82.) rettete Christian Eichner auf der Linie. Kurz vor Schluss verstolperte Dzeko aus vier Metern das dritte Wolfsburger Tor.

Sinsheim (dpa)