Besonders nachts sei ein Feuer, das etwa durch einen defekten Lüfter oder eine defekte Heizung ausgelöst werden könne, gefährlich, weil der Geruchs- und Geschmackssinn bei Schlafenden beeinträchtigt sei. Lange rät deshalb dazu, einen Rauchmelder zu installieren. Ein batteriebetriebenes Gerät sei schon ab etwa sieben Euro im Handel erhältlich.
Ein Dekra-Test in einem stillgelegten Steinbruch zeigte, dass ein Reisemobil binnen Minuten bis auf das Stahl-Chassis abbrennen kann. Lange: «Die Insassen hätten nur unmittelbar in der Brandentstehungsphase die Möglichkeit gehabt, das Feuer im Reisemobil zu löschen. Spätestens nach drei Minuten kann selbst die Feuerwehr nichts mehr retten.»
Der Brandexperte nennt als Hauptursache von Caravan- und Reisemobil-Bränden «elektrische Defekte». Eine häufige Brandquelle seien Kabel, die nachträglich verbaut wurden. Oft sei auch der Kabelquerschnitt zu klein gewählt, so dass ein Kabelbrand praktisch programmiert sei. «Wir raten jedem Camper, nicht selbstständig an der Fahrzeugelektrik zu basteln. Der Einbau von zusätzlichen Batterien oder elektronischen Geräten sollte ausschließlich in Fachbetrieben vorgenommen werden», sagt Lange.
Zu den verheerenden Folgen kommt es nach den Erkenntnissen der Feuerfachleute durch den Materialmix aus Stoff, Holz und Kunststoff. Durch das Öffnen von Türen oder das Schmelzen von Kunststoff-Fenstern kann es zum gefürchteten Kamineffekt kommen. Ein plötzlicher Sauerstoffeintritt facht das Feuer weiter an. Das mobile Heim endet als qualmendes Wrack.
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