Silber gab es in Doha für Stabhochsprung-Hoffnung Malte Mohr, Bronze für seinen Teamkollegen Alexander Straub und Kugelstoß-Koloss Ralf Bartels: Mit dreimal Edelmetall innerhalb einer halben Stunde hat sich das 17-köpfige Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) am ersten Wettkampftag prächtig geschlagen. In Valencia waren die Deutschen 2008 ganz ohne Edelmetall geblieben.
Nach 21 Jahren gewann Europameister Bartels wieder eine Medaille für die deutschen Kugelstoßer bei einer Hallen-WM. «Das wird immer verrückter. Jetzt holst du mit 21 Metern gar nichts mehr. Ich bin erstaunt, dass ich auf diesem hohen Niveau mithalten kann. Vielleicht ist es bei mir wie mit Wein: Je älter, desto besser», meinte der 32-Jährige vom SC Neubrandenburg, der mit starken 21,44 Metern Dritter wurde. Gold sicherte sich wie schon 2004 und 2008 der Amerikaner Christian Cantwell mit 21,83 Metern. Zweiter wurde der Weißrusse Andrej Michnewitsch (21,68).
Vor 4000 Zuschauern im futuristischen Aspire Dome von Doha schwangen sich die deutschen Stabartisten wenig später zu einer erfolgreichen Double-Mission auf: Erstmals seit sieben Jahren standen wieder zwei DLV-Springer bei einer Hallen-WM auf dem Podest. Mit starken 5,70 Metern eroberte Youngster Mohr aus München Silber; Teamkollege Straub von der LG Filstal wurde Dritter mit 5,65 Metern. Gold ging an Freiluft-Weltmeister Steven Hooker aus Australien, der als Einziger 6,01 Meter überquerte. Danach versuchte sich Hooker dreimal vergeblich an 6,16 Meter - Sergej Bubkas 17 Jahre alter Hallen-Weltrekord (6,15) «überlebte» aber noch einmal.
Hookers Landsmann Fabrice Lapierre machte das Glück der «Aussies» perfekt: Der Mann aus Down Under gewann mit 8,17 Meter überraschend Weitsprung-Gold. Immerhin um 19 Zentimeter sprang Christian Reif an Bronze vorbei: Der deutsche Hallenmeister aus Ludwigshafen wurde mit 7,86 Metern Fünfter. Ein Jahr nach seinem EM-Titel von Turin holte sich der ehemalige Dopingsünder Dwain Chambers auch sein erstes WM- Gold in der Halle: Der 31 Jahre alte Brite siegte über 60 Meter in der Weltjahresbestzeit von 6,48 Sekunden.
Hamburg (dpa)






























