USA, Weltpolitik

Der Tübinger Friedensforscher Thomas Nielebock hält US-Präsidenten Donald Trump für eine Gefahr für den Weltfrieden.

17.02.2017 - 05:01:35

Friedensforscher sieht Trump als Gefahr für den Weltfrieden

"Man muss hoffen, dass ihn die staatlichen Institutionen einfangen", sagte Nielebock der "Heilbronner Stimme" (Freitag). Dem Politikwissenschaftler bereitet vor allem die psychische Veranlagung des US-Präsidenten Sorgen.

Werde der Druck auf Trump zu groß, fürchtet Nielebock eine Kurzschlussreaktion. "Ich kann nur hoffen, dass er dann nicht nach dem Prinzip handelt: Ich reiß euch alle mit in den Abgrund." Trumps Provokationen in Richtung China oder der Palästinenser zeige, dass ihm die diplomatische Klugheit fehle, für andere mitzudenken. Und dessen Hauptberater, Steve Bannon, folge wohl der fatalen Überzeugung, ein Krieg sei ohnehin nicht mehr zu vermeiden - "ganz ähnlich wie die europäischen Eliten 1914". So gesehen gebe es viele Parallelen zur Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Die an diesem Freitag beginnende Sicherheitskonferenz in München sei im Prinzip zu begrüßen, sagte Nielebock. "Wo sonst gibt es eine solche Austauschmöglichkeit, auch auf informeller Ebene? Dialog ist wichtig, weil sich so Fehleinschätzungen korrigieren lassen." Statt der gemeinsamen Suche nach Frieden, stünden die meisten Diskussionen allerdings unter dem Motto: "Wir müssen uns schützen." Kleinere Länder und die Sicherheitsbedürfnisse gesellschaftlicher Akteure blieben außen vor, und auch alternative Meinungen fänden auf der Konferenz zu wenig Gehör, kritisierte der akademische Oberrat der Universität Tübingen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Raumsonde «Cassini» wieder in Kontakt mit Erde. «Wir haben es geschafft!», twitterte die Raumfahrtbehörde Nasa. Cassini übermittle nach einem erfolgreichen Flug durch die Lücke zwischen Saturn und seinen Ringen Daten. Noch 21 weitere Male soll die Raumsonde in den nächsten Monaten die bislang noch unerforschte Zone durchfliegen. Kein anderer Flugkörper hat ein solches Manöver bislang versucht. Washington - Nach einem ersten spektakulären Tauchmanöver durch die Ringe des Saturn hat die Raumsonde «Cassini» wieder Signale zur Erde geschickt. (Politik, 27.04.2017 - 12:04) weiterlesen...

Mission geglückt - Raumsonde «Cassini» wieder in Kontakt mit Erde. «Wir haben es geschafft!», twitterte die Raumfahrtbehörde Nasa. Washington - Nach einem ersten spektakulären Tauchmanöver durch die Ringe des Saturn hat die Raumsonde «Cassini» wieder Signale zur Erde geschickt. (Wissenschaft, 27.04.2017 - 11:56) weiterlesen...

Schon vor 130 000 Jahren? - Nordamerika wohl schon wesentlich früher besiedelt San Diego - Frühe Menschen haben Nordamerika möglicherweise schon vor etwa 130 000 Jahren erreicht - und damit 115 000 Jahre früher als bisher angenommen. (Wissenschaft, 27.04.2017 - 07:07) weiterlesen...

«Brücke in die Welt» - Künstlicher Mutterleib soll Frühchen helfen. Doch nach wie vor müssen die Babys - und ihre Eltern - nach der Geburt kritische Wochen überstehen. US-Forscher wollen die Kleinen in einem Beutel, einer Art künstlichen Gebärmutter, heranreifen lassen. Die Überlebenschancen extremer Frühchen sind erheblich gestiegen. (Wissenschaft, 25.04.2017 - 22:40) weiterlesen...

Jahre im All - Rekord-Kosmonaut Padalka beendet Karriere. Frust ist ihm anzumerken - gern wäre er noch einmal geflogen. Ein anderer Raumfahrt-Rekord steht schon kurz bevor. Keiner war länger im Weltraum, nun zieht sich der russische Kosmonaut Gennadi Padalka aus dem aktiven Dienst zurück. (Unterhaltung, 23.04.2017 - 12:48) weiterlesen...

March for Science: Weltweite Demonstrationen für die Wissenschaft Beim "March for Science" haben am Samstag in zahlreichen Städten weltweit Zehntausende für eine unabhängige Wissenschaft demonstriert. (Wissenschaft, 22.04.2017 - 16:54) weiterlesen...