Computer, Internet

Berlin - Ein IT-Sicherheitsforscher hat nach eigenen Angaben 40 zuvor unbekannte Schwachstellen in Software von Samsung-Geräten entdeckt, durch die Hacker demnach zum Beispiel die Kontrolle über vernetzte Fernseher übernehmen könnten.

03.04.2017 - 22:22:06

Können Hacker den TV kapern? - IT-Sicherheitsforscher: Schwachstellen in Samsung-Software

Besonders gefährlich wirkt eine Sicherheitslücke in der App-Plattform für das Betriebssystem Tizen. Es sei ihm gelungen, über die Schwachstelle im «TizenStore» Schadsoftware auf seinen Samsung-Fernseher einzuschleusen, erklärte der israelische Experte Amihai Neiderman der Website «Motherboard». Man könne auf diese Weise ein Tizen-System mit jedem beliebigen schädlichen Softwarecode infizieren, sagte er.

Von Samsung gab es zunächst keine Reaktion auf den Bericht. Auf Anfrage von «Motherboard» erklärte das Unternehmen zuvor, man nehme die Sicherheit der Geräte ernst und stopfe Schwachstellen schnell, wenn sie entdeckt würden. Samsung setzt Tizen nicht nur bei vernetzten Fernsehern, sondern auch bei seinen Computer-Uhren sowie einigen in Asien verkauften Smartphone-Modellen ein. Außerdem sollen in Zukunft immer mehr vernetzte Hausgeräte mit Tizen laufen.

Neiderman ist Forschungschef der IT-Sicherheitsfirma Equus Software. Alle 40 Schwachstellen im Tizen-Betriebssystem könnten aus der Ferne ausgenutzt werden, erklärte er. Bei dem jüngst bekanntgewordenen älteren CIA-Hack eines Smart-TV-Modells von Samsung musste man noch einen präparierten USB-Stick in das Gerät stecken. Der Experte stellt die Ergebnisse seiner rund achtmonatigen Untersuchungen auch am Montag auf einer Konferenz des Sicherheitsoftware-Anbieters Kaspersky Lab vor.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Experten warnen vor «Hysterie» um WLAN-Sicherheitslücke. Der Appell des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, keine Bankgeschäfte oder Einkäufe mehr über ein drahtloses Netzwerk zu tätigen, gehe zu weit. Das sagten mehrere Fachleute der Deutschen Presse-Agentur. Man könne das Internet über WLAN schon noch nutzen, auch für sensible Transaktionen, sagte Marc Bachmann, IT-Sicherheitsexperte beim Bitkom. Es gebe keinen Anlass für eine «Hysterie». Berlin - Die Sicherheitslücke im WLAN-Protokoll WPA2 hebelt nach Einschätzung von Experten nicht sämtliche Verschlüsselungsverfahren in einem Netzwerk aus. (Politik, 17.10.2017 - 16:32) weiterlesen...

Sicherheits-Updates - Experten warnen vor «Hysterie» um WLAN-Sicherheitslücke Nachdem Sicherheitsforscher in Belgien eine gravierende Sicherheitslücke im WLAN-Verschlüsselungsprotokoll WPA2 entdeckt haben, sind Experten sich nun uneins, welche konkreten Gefahren in der Praxis bestehen. (Politik, 17.10.2017 - 15:25) weiterlesen...

Chaos Computer Club: Warnung zu WLAN-Sicherheit überzogen. Die Experten nennen die Warnung vor Online-Banking und Shopping im eigenen WLAN «überzogen». Das Amt hatte am Abend öffentlich dazu aufgefordert, zunächst auf Online-Banking in einem mit WPA2 gesicherten Netzwerk zu verzichten. Auch vom Einkaufen im Netz via WLAN warnte das BSI. Hintergund ist eine Sicherheitslücke im WLAN-Protokoll WPA2. Berlin - Der Chaos Computer Club hat eine Warnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik zur Nutzung von WLAN kritisiert. (Politik, 17.10.2017 - 11:02) weiterlesen...

Sicherheitslücken in WLAN-Verschlüsslung WPA2 entdeckt. Mit der «KRACK» getauften Attacke können demnach Angreifer die WPA2-Verschlüsselung aufbrechen, belauschen und manipulieren, berichtete der belgische Sicherheitsforscher Mathy Vanhoef. Das Computer Emergency Response Team der USA warnte einem Bericht von «ArsTechnica» zufolge bereits vor den Folgen der entdeckten Lücken. Löwen - Sicherheitsforscher der Katholischen Universität Löwen haben gravierende Sicherheitslücken in dem Verschlüsselungsprotokoll WPA2 entdeckt, mit dem WLAN-Hotspots abgesichert werden. (Politik, 16.10.2017 - 20:44) weiterlesen...

WPA2-Fehler - Forscher entdecken Sicherheitslücken in WLAN-Verschlüsslung. Doch offenbar klaffen in dem Standard kritische Sicherheitslücken. Die gute Nachricht: Netzwerkausrüster können die Lücken wohl mit Updates stopfen. Das Verschlüsselungsverfahren WPA2 soll in einem WLAN-Hotspot Verbindungen absichern und Lauscher aussperren. (Wissenschaft, 16.10.2017 - 12:18) weiterlesen...

Patentstreit - Qualcomm will iPhone-Produktion in China stoppen. Qualcomm habe entsprechende Klagen bei einem auf geistiges Eigentum spezialisierten Gericht in China eingereicht. San Francisco - Der Chipkonzern Qualcomm eskaliert seinen Patentstreit mit Apple und will jetzt die iPhone-Produktion in China stoppen. (Wissenschaft, 15.10.2017 - 14:10) weiterlesen...