Gesundheit, Deutschland

Berlin - Bei leichten und mittelschweren Depressionen können Online-Therapien eine wirksame und effektive Alternative zur klassischen Psychotherapie sein.

13.06.2017 - 12:40:05

Geringere Abbrecherquote - Online-Therapie kann bei Depressionen helfen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse (TK), die in Berlin vorgestellt wurde.

Die rund 1100 Patienten, die im Internet den «TK-DepressionsCoach» genutzt hatten, wiesen demnach einen erkennbaren und andauernden Rückgang ihrer Krankheitssymptome auf. In der Folge gab es auch weniger Fehltage und Krankschreibungen. Darüber hinaus sei die Abbrecherquote deutlich geringer als bei den sonst üblichen Therapien.

Das internetbasierte Programm soll den Patienten dabei helfen, besser mit ihren depressiven Belastungen umzugehen. Für sie gibt es unter anderem spezielle Übungen sowie eine individuelle Online-Betreuung durch Therapeuten. Damit reagiert die Krankenkasse auf die oftmals langen Wartezeiten bei Therapieplätzen sowie auf internationale Studien, wonach nur jeder vierte Depressionspatient angemessen behandelt wird.

Davon, dass das Online-Tool - wie etwa in Großbritannien oder den Niederlanden - zur Regelversorgung gehört, sei man in Deutschland allerdings noch «Lichtjahre entfernt».

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Krankenkassen-Reserven steigen auf 17,5 Milliarden. Die Kassen erwirtschafteten nach dpa-Informationen in der ersten Hälfte 2017 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro. Das ergibt sich aus den Vorabmeldungen der Kassen. Damit wurde der Überschuss von 612 Millionen Euro aus dem ersten Quartal nochmals mehr als verdoppelt. Die Reserven der gesetzlichen Krankenkassen sind damit bis Mitte des Jahres auf rund 17,5 Milliarden Euro gestiegen. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung dürften in 2018 stabil bleiben. Berlin - Rekordbeschäftigung und gute Konjunktur füllen die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung. (Politik, 22.08.2017 - 21:00) weiterlesen...

Erhöhungen bleiben aus - Krankenkassen-Reserven steigen auf 17,5 Milliarden. Damit dürften Beitragserhöhungen für die Versicherten in nächster Zeit ausbleiben. Trotz aller Unkenrufe hat die gesetzliche Krankenversicherung am Ende der Legislaturperiode volle Kassen. (Politik, 22.08.2017 - 18:40) weiterlesen...

Botschaft an die Eltern - Drogenbeauftragte: Smartphone beim Essen kein gutes Vorbild Köln - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat vor der Videospielmesse Gamescom in Köln an die Vorbildfunktion von Eltern im Umgang mit dem Internet appelliert. (Wissenschaft, 21.08.2017 - 15:16) weiterlesen...

Nicht nur auf App verlassen - Frühe Pilzsaison führt zu mehr Vergiftungen. Kundige Sammler füllen ihre Körbe für einen leckeren Schmaus. Doch gleichzeitig vergiften sich mehr Menschen. In einigen Regionen Deutschlands lässt der nasse Sommer die Pilze sprießen. (Politik, 19.08.2017 - 09:34) weiterlesen...

Steigender Konsum - Drogenbeauftragte warnt vor Verharmlosung von Cannabis. Sie verweist auf einflussreiche Interessengruppen. Wie gefährlich ist Cannabis wirklich? Die Drogenbeauftragte warnt eindringlich vor der Droge, die immer beliebter wird. (Politik, 18.08.2017 - 16:14) weiterlesen...

Fipronil-Skandal: weiterer Giftstoff in Desinfektionslösung entdeckt. Das erklärte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Zuvor hatte der «Spiegel» über die Untersuchungsergebnisse berichtet. Belgische Behörden hätten bei der Untersuchung von sichergestellten «Dega 16»-Kanistern Spuren des Giftstoffs gefunden, zitiert das Nachrichtenmagazin aus einem vertraulichen Bericht. Demnach soll Belgien den Fund bereits im Juli an die übrigen EU-Staaten übermittelt haben. Berlin - Bei einer Analyse der Desinfektionslösung «Dega 16», das als Auslöser des Fipronil-Skandals gilt, ist in Belgien auch das Pestizid Amitraz entdeckt worden. (Politik, 18.08.2017 - 15:50) weiterlesen...