Indikatoren, Spanien

WIESBADEN / LUXEMBURG - Höhere Energiepreise haben die Teuerung in Deutschland und im Euroraum Ende 2016 auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren getrieben.

18.01.2017 - 14:48:24

GESAMT-ROUNDUP/Deutschland: Höchste Inflation seit mehr als drei Jahren. Die Verbraucherpreise in Deutschland kletterten im Dezember um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist der stärkste Anstieg seit Juli 2013. Das Statistische Bundesamt bestätigte damit am Mittwoch eine erste Schätzung. Im Vergleich zum November legte die Inflation um 0,7 Prozent zu.

Deutlich mehr als im Vorjahr mussten Verbraucher vor allem für Heizöl (plus 21,9 Prozent) und fürs Tanken zahlen (6,0 Prozent). In den ersten elf Monaten waren die Energiepreise gegenüber dem Vorjahr noch gesunken. Auch Nahrungsmittel wurden in der Advents- und Weihnachtszeit teurer (plus 2,5 Prozent).

Für 2016 insgesamt errechnete das Statistische Bundesamt eine durchschnittliche Preissteigerung von 0,5 Prozent. Von Januar bis November hatten die Raten durchweg unterhalb von 1 Prozent gelegen, vor allem wegen niedriger Energiepreise. Deutlich günstiger waren im Jahresschnitt Heizöl (minus 16,9 Prozent), auch fürs Tanken, für Gas und Fernwärme mussten die Verbraucher weniger zahlen. Die Strompreise stiegen dagegen um 0,6 Prozent.

Auch im Euroraum erreichte die jährliche Inflationsrate im Dezember mit 1,1 Prozent den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren, wie das Statistikamt Eurostat nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Deutlich teurer als vor einem Jahr war Energie, nachdem sie die allgemeine Preisentwicklung lange gedämpft hatte. Weil der Ölpreisverfall von 2015 aber zunehmend aus dem Jahresvergleich fällt, ergibt sich automatisch ein preistreibender Effekt. Die Ölpreise waren zudem zuletzt gestiegen.

Steigende Inflationsraten sind auch für Sparer keine gute Nachricht. Wegen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) werfen Tagesgeld, Sparbuch und Co. so gut wie nichts mehr ab. Bisher glich die geringe Teuerung die Effekte der niedrigen Sparzinsen aus, wie Notenbanker immer wieder betonten. Das könnte sich jetzt ändern.

Die EZB strebt mittelfristig für den gesamten Euroraum eine Inflation von knapp unter 2,0 Prozent an. Weit genug von der Nulllinie entfernt. Dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Konjunkturrisiko. Unternehmen und Verbraucher könnten Investitionen aufschieben in der Erwartung, dass es bald noch billiger wird.

Weil das Inflationsziel seit Jahren verfehlt wird, versucht die EZB, mit viel billigem Geld nachzuhelfen. Angesichts der steigenden Inflation wächst der Druck auf die Währungshüter, den Geldhahn allmählich wieder zuzudrehen.

Allerdings hatte die EZB erst im Dezember ihr Kaufprogramm für Staatsanleihen und Unternehmenspapiere um neun Monate bis mindestens Ende 2017 verlängert - wenn auch ab April etwas vermindert mit 60 Milliarden statt 80 Milliarden Euro monatlich.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

EU verzeichnet Beschäftigungsrekord. Nach Schätzungen des europäischen Statistikamtes Eurostat waren im dritten Quartal dieses Jahres insgesamt 236,3 Millionen Männer und Frauen erwerbstätig. Dies sei der höchste Wert, der jemals verzeichnet wurde, teilte die Behörde am Mittwoch mit. LUXEMBURG - Die Zahl der Beschäftigten in der EU ist auf ein Rekordhoch gestiegen. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 14:17) weiterlesen...

Deutsche Inflation zieht etwas an - Energie im November teurer. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Verbraucherpreise um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Oktober hatte die Rate bei 1,6 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau im November um 0,3 Prozent. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Zahlen. WIESBADEN - Getrieben von höheren Energie- und Nahrungsmittelpreisen hat die Inflation in Deutschland im November etwas angezogen. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 11:51) weiterlesen...

DIW: Aufschwung in Deutschland gewinnt an Breite. Neben dem privaten Konsum und der Exportstärke nehmen auch die Investitionen der Unternehmen zu. Die Beschäftigung steigt weiter, die Einkommen der Arbeitnehmer ziehen an. Das sind Kernpunkte einer am Mittwoch in Berlin vorgelegten aktuellen Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Deutschland sei auf dem Weg in die Hochkonjunktur, sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher. BERLIN - Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland hält aus Sicht des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW an und gewinnt an Breite. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 11:14) weiterlesen...

Eurozone: Industrieproduktion steigt leicht. Wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, lag die Herstellung 0,2 Prozent höher als im Vormonat. Analysten hatten dagegen mit einer Stagnation gerechnet. Der Rückgang im Vormonat wurde von 0,6 auf 0,5 Prozent korrigiert. Im Jahresvergleich stieg die Produktion im Oktober um 3,7 Prozent. Auch das lag über den Erwartungen. LUXEMBURG - Die Industrieunternehmen des Euroraums haben ihre Produktion im Oktober leicht ausgeweitet. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 11:02) weiterlesen...

Großbritannien: Beschäftigung fällt - Löhne steigen stärker. Es wurden so viele Jobs gestrichen wie letztmalig vor etwa zweieinhalb Jahren. Nach Daten des Statistikamts ONS vom Mittwoch fiel die Beschäftigung in den drei Monaten bis Oktober um 56 000 Stellen. Das ist der deutlichste Abbau seit Mai 2015. Allerdings wurde ein Stellenabbau erwartet, wenngleich in etwas geringerer Größenordnung von 40 000 Jobs. LONDON - Die Lage am britischen Arbeitsmarkt hat sich im Oktober etwas eingetrübt. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 10:56) weiterlesen...

Deutschland: Inflation zieht etwas an. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Oktober hatte die Inflationsrate 1,6 Prozent betragen. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau im November um 0,3 Prozent. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Zahlen. WIESBADEN - Die Inflation in Deutschland hat im November etwas angezogen. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 08:02) weiterlesen...