Regierungen, Deutschland

WIESBADEN - Die Ausgaben für Gesundheit steigen in Deutschland immer stärker.

21.02.2017 - 14:32:25

Ausgaben für Gesundheit wachsen um 4,5 Prozent. 2015 flossen insgesamt 344,2 Milliarden Euro in den Sektor. Das waren 4,5 Prozent (15 Milliarden Euro) mehr als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. 2014 hatte die Steigerungsrate bei 4,2 Prozent gelegen. Die Gesundheitsausgaben hätten das vierte Jahr in Folge auch stärker zugenommen als das Bruttoinlandsprodukt. Auf jeden Einwohner entfielen 2015 statistisch gesehen 4213 Euro (2014: 4050 Euro).

Für das Jahr 2016 prognostiziert das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Gesundheitsausgaben auf 359,1 Milliarden Euro. Das wäre eine Zunahme von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Rund 58 Prozent der Ausgaben zahlte die gesetzliche Krankenversicherung. Gegenüber 2014 erhöhten sich ihre Ausgaben um 4,3 Prozent. Die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck - etwa Caritas und die Diakonie - trugen 13,4 Prozent der Gesundheitsausgaben. Hier lag der Anstieg bei 3,1 Prozent. Auf die privaten Krankenversicherungen entfielen 8,9 Prozent der Gesundheitsausgaben - eine Steigerung von 5 Prozent.

Das Bundesgesundheitsministerium begründete die gestiegenen Ausgaben mit der demografischen Entwicklung und dem medizinischen Fortschritt. Zudem sei 2015 die erste Stufe der Pflegereform in Kraft getreten, sagte ein Sprecher. Dies habe aber auch zu einer Verbesserung der Versorgung von Pflegebedürftigen und Kranken geführt.

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) verwies auf seine Ausgaben für Krankenhausbehandlungen, Behandlungen bei niedergelassenen Ärzten und Arzneimittel. Die Ausgaben in allen drei Bereichen seien 2015 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. "Wenn wir die Vorsorge, die wir haben, erhalten wollen, muss uns klar sein, dass es das nicht zum Nulltarif gibt", sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Trittin: Investitionen haben Vorrang vor Steuerentlastung. "Wir müssen uns klarmachen, dass in Deutschland jede dritte Brücke baufällig ist, dass wir 100 Milliarden Investitionsstau in den Kommunen haben" , sagte der Grünen-Abgeordnete Jürgen Trittin am Freitag im ARD-"Morgenmorgenmagazin". Auch in der Pflege seien Investitionen nötig. BERLIN - Für die Grünen haben in einer möglichen Jamaika-Koalition Investitionen Vorrang vor Steuerentlastungen. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 08:25) weiterlesen...

EU-Gipfel berät über Brexit-Verhandlungen - Kürzung der Türkei-Hilfen. Trotz einiger Fortschritte bei den Gesprächen über den Austritt Großbritanniens hält EU-Chefunterhändler Michel Barnier die Eröffnung der zweiten Verhandlungsphase über die künftigen Beziehungen noch nicht für sinnvoll. Die EU setzt aber darauf, dass dieses Signal beim Dezember-Gipfel gegeben werden kann. BRÜSSEL - Zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel wollen die 27 Staats- und Regierungschefs am Freitag ohne die britische Premierministerin Theresa May über das weitere Vorgehen bei den Brexit-Verhandlungen beraten. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 06:32) weiterlesen...

EU einig bei Kürzung der Türkei-Hilfen. Darauf habe sich der EU-Gipfel geeinigt, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am frühen Freitagmorgen. Gleichwohl sprach sich die CDU-Chefin dafür aus, weiter mit Ankara zu reden. Auch stellte sie sich eindeutig hinter den EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei, einschließlich der Zahlung weiterer Milliarden zur Versorgung Schutzsuchender. BRÜSSEL - Die Europäische Union will die Finanzhilfen zur Vorbereitung eines Beitritts der Türkei kürzen. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 05:57) weiterlesen...

Merkel: EU für 'verantwortliche Kürzung' der Türkeihilfen. Die EU-Kommission sei beauftragt, dies umzusetzen, sagte Merkel nach dem ersten Gipfeltag am frühen Freitagmorgen. Damit reagiere die EU auf die "absolut unbefriedigende Situation der Menschenrechte" in der Türkei. Auch Gespräche über die von Ankara geforderte Erweiterung der Zollunion mit der EU werde es nicht geben. BRÜSSEL - Der EU-Gipfel in Brüssel hat sich nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel dafür ausgesprochen, die Finanzhilfen für die Türkei "in verantwortlicher Weise zu kürzen". (Wirtschaft, 20.10.2017 - 05:31) weiterlesen...

Rajoy droht katalanischen Separatisten mit Zwangsmaßnahmen. Die Zentralregierung will am Samstag bei einem Treffen des Ministerrats über Zwangsmaßnahmen beraten, mit denen die Pläne der Katalanen für einen eigenen Staat gestoppt werden sollen. Ministerpräsident Mariano Rajoy reagierte damit am Donnerstag auf die Weigerung der Regionalregierung in Barcelona, sein Ultimatum zu erfüllen und das Streben nach Unabhängigkeit umgehend zu beenden. BARCELONA/MADRID - In Spanien sind fast alle Hoffnungen auf eine einvernehmliche Lösung des Katalonien-Konflikts geplatzt. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 05:29) weiterlesen...

US-Senat stimmt Haushaltsentwurf zu - Hürde für Steuerreform genommen. 51 Senatoren stimmten am Donnerstagabend (Ortszeit) für den Entwurf, 49 waren dagegen. WASHINGTON - Der US-Senat hat einen Haushaltsentwurf verabschiedet und damit eine Hürde für die von Präsident Donald Trump geplante Steuerreform aus dem Weg geräumt. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 05:24) weiterlesen...