Spanien, Italien

WIEN - Die Wirtschaftsaussichten für die meisten Länder in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sind nach einer Studie in den nächsten Jahren sehr günstig.

16.03.2017 - 12:31:24

Studie: Gute Wirtschaftsaussichten für Ost- und Südosteuropa. Zunächst sei bis 2019 von einem jährlich durchschnittlichen Wachstum von drei Prozent auszugehen, schreibt das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) in seinem am Donnerstag vorgelegten Bericht. "In manchen Ländern wie zum Beispiel Ungarn, Rumänien, Slowakei, Albanien und Kosovo könnte das Niveau sogar höher sein", so die Prognose.

Allerdings gebe es politisch besorgniserregende Szenarien, die die Prognosen als zu optimistisch erscheinen lassen könnten, erklären die Forscher. Bedroht sei der Trend durch die politische Unsicherheit in Folge der US-Wahlen und des Brexits. Der von US-Präsident Donald Trump favorisierte Protektionismus könne auch dieser Region schaden. Zugleich sei das Bekenntnis einiger EU-Länder zu der für die Region wichtigen Arbeitnehmerfreizügigkeit im bisherigen Umfang infrage gestellt.

Getrieben wird die positive Entwicklung laut Studie bislang von der gestiegenen Konsumlaune, von sich erholenden Investitionen und dem positiven Umfeld der Eurozone, die ihrerseits ein Wachstum von 1,7 Prozent erwarte. Die Arbeitslosenquote unter den EU-Mitgliedern in der Region werde bis 2019 auf sechs Prozent fallen, das sei der niedrigste Wert seit der Finanzkrise. In Tschechien und Ungarn liege sie schon jetzt unter fünf Prozent und werde weiter sinken, so das Institut. Kroatien bleibe mit zwölf Prozent Arbeitslosigkeit das Sorgenkind.

@ dpa.de

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