Indikatoren, Deutschland

(Wiederholung: 118 000 statt 118 im 4. Absatz)

21.02.2017 - 13:31:25

WDH/ROUNDUP: So viele freie Stellen wie nie zuvor - Vor allem Ingenieure gefragt

NÜRNBERG/FRANKFURT AM MAIN - In Deutschland hat es nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern noch nie so viele freie Stellen gegeben wie im Schlussquartal 2016. Mit 1,044 Millionen habe die die Zahl der zu vergebenden Jobs sogar noch um 6000 über dem bisherigen Rekordniveau von Ende 2015 gelegen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg.

81 Prozent der freien Stellen seien sofort zu besetzen. Auch das sei ein neuer Höchststand, berichtete die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA). "Die Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung zeigen eine anhaltend gute und robuste Arbeitsmarktnachfrage in ganz Deutschland", erklärte dazu der IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis.

Allerdings seien die freien Stellen weiterhin zwischen Ost- und Westdeutschland sehr ungleich verteilt: Von den bundesweit 1,044 Millionen freien Jobs waren im vierten Quartal 801 000 in Westdeutschland und lediglich 242 000 in den neuen Bundesländern zu besetzen. Für rund zwei Drittel der Stellen ist eine Berufsausbildung erforderlich, in 16 Prozent sogar ein FH- oder Uni-Abschluss. Nur rund jede fünfte Stelle kommt auch für einen Ungelernten in Frage.

Die besten Jobchancen hatten Arbeitslose am Jahresende 2016 gemessen an der jeweils angebotenen Zahl der freien Stellen in der Industrie mit 118 000 freien Stellen, dem Handel und der Kfz-Reparaturbranche mit 120 000 Jobs und sogenannten unternehmensnahen Dienstleistungen mit 308 000 Stellen. Darunter fallen neben Rechts- und Steuerberatern auch Werbeagenturen, Liegenschaftsverwalter und Marktforscher.

Stark nachgefragt sind nach Angaben von Verbänden und Wirtschaftsforschern auch Ingenieure. So habe es im vierten Quartal 2016 mehr als 70 000 freie Stellen für diese Berufsgruppe gegeben, berichtete das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Dienstag, das die Nachfrage im Auftrag des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) untersucht hat.

Haupttreiber sei der seit Monaten anhaltend große Bedarf an Bauingenieuren. Nach IW-Erkenntnissen waren allein in diesem Sektor zuletzt rund 25 000 Stellen für Bau-, Vermessung- und Gebäudetechnik-Experten sowie für Architekten unbesetzt. Die Branche profitiere von dem starken Bauboom: 2016 seien für besonders viele Büro-, Verwaltungs- und Wohngebäude genehmigt worden.

Ähnlich sei die Lage im Maschinenbau. Bis 2025 müssten dort geschätzt rund 32 000 Stellen wiederbesetzt werden, geht aus einer am Dienstag in Frankfurt vorgestellten Erhebung des Branchenverbandes VDMA her. Vor allem ab 2020 rechnet die mittelständisch geprägte Branche mit steigendem Bedarf, weil die geburtenstarken Jahrgänge dann in Rente gehen. Zudem brauchen den Angaben zufolge viele Unternehmen zusätzlich Ingenieure.

@ dpa.de

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