Deutschland, Volkswirtschaft

USA: ISM-Index steigt etwas stärker als erwartet

01.11.2016 - 17:08:24

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 01.11.2016

WASHINGTON - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Oktober etwas stärker als erwartet aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM sei von 51,5 Punkten im Vormonat auf 51,9 Punkte geklettert, teilte das Institute for Supply Management (ISM) am Dienstag in Washington mit. Bankvolkswirte hatten im Schnitt hingegen nur mit 51,7 Punkten gerechnet.

USA: Bauausgaben im September überraschend gefallen

WASHINGTON - In den USA sind die Bauausgaben im September überraschend zurückgegangen. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 0,4 Prozent gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet.

ROUNDUP/China: Industriestimmung auf höchstem Stand seit gut zwei Jahren

PEKING - Die Industriestimmung in China hat sich im Oktober deutlich verbessert. Sowohl der von der Regierung erhobene Einkaufsmanagerindex als auch ein vom Wirtschaftsmagazin Caixin erfasstes Konjunkturbarometer stiegen auf den höchsten Stand seit Juli 2014, wie aus Zahlen vom Dienstag hervorgeht. Volkswirte werteten die Aufhellung als Beleg für eine stabilere Wirtschaftsentwicklung. Gleichwohl bleiben große Risiken für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Japanische Notenbank schiebt Inflationsziel auf die lange Bank

TOKIO - Die japanische Notenbank (BoJ) hat ihr Inflationsziel einmal mehr verschoben. Trotz der extrem lockeren Geldpolitik wird sich die Teuerung in Japan nach Einschätzung der Zentralbank wohl frühestens Ende 2018, aber wahrscheinlich sogar erst Anfang 2019 der angepeilten Marke von zwei Prozent nähern. Dies geht am Dienstag aus der Mitteilung nach Abschluss der zweitägigen Sitzung der Währungshüter in Tokio hervor. Eigentlich sollten die Preise für Konsumgüter ohne frische Lebensmittel bereits Anfang 2017 wieder um rund zwei Prozent zulegen. Ihren im September leicht korrigierten sehr lockeren Kurs der Geldpolitik bestätigte die Notenbank.

Großbritannien: Industriestimmung trübt sich etwas stärker als erwartet ein

LONDON - Die Stimmung in britischen Industrieunternehmen hat sich im Oktober etwas stärker als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie sei um 1,2 Punkte auf 54,3 Punkte gefallen, teilte das Marktforschungsunternehmen Markit am Dienstag in London mit. Experten hatten lediglich einen Rückgang auf 54,5 Punkte erwartet. Der Indikator liegt damit weiter merklich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Wirtschaftsweise erwarten schwächeres Wachstum 2017

BERLIN - Die Top-Wirtschaftsberater der Bundesregierung rechnen im nächsten Jahr mit einem etwas schwächeren Wachstum in Deutschland. Die fünf Wirtschaftsweisen gingen davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 1,9 Prozent zulegt, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) unter Berufung auf das neue Jahresgutachten des Sachverständigenrats berichtet. Im nächsten Jahr sollen es dann nur noch 1,3 Prozent sein.

US-WAHL/ROUNDUP: E-Mail-Affären setzen Clinton und US-Demokraten zu

WASHINGTON - Mehrere Affären um E-Mails bringen Hillary Clinton und die US-Demokraten wenige Tage vor der Präsidentenwahl noch einmal in die Defensive. Während eine Untersuchung neu entdeckter Mails durch die US-Bundespolizei FBI über der Kandidatin schwebt, verlor die Übergangs-Parteichefin Donna Brazile wegen Enthüllungen gehackter E-Mails ihren Job als Expertin beim Nachrichtensender CNN.

Anleger sehen Italien vor Griechenland als größten Wackelkandidaten im Euroraum

FRANKFURT - Erstmals seit dem Höhepunkt der Euro-Krise wird an den Finanzmärkten nicht mehr Griechenland als größter Wackelkandidat der Eurozone gesehen. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausscheidens aus dem Euroraum werde von Anlegern inzwischen für Italien höher eingeschätzt als für Griechenland, teilte das Marktforschungsinstitut Sentix am Dienstag mit. Dies habe eine jüngste Befragung von mehr als 1000 Investoren ergeben.

Volkswirte: Jobaufschwung droht 2017 kräftige Delle

NÜRNBERG - Dem Arbeitsmarkt-Aufschwung in Deutschland droht nach Einschätzung von Fachleuten im kommenden Jahr eine kräftige Delle. Zwar sei keine schwere Jobkrise zu erwarten. Nach einer anfänglichen Seitwärtsbewegung müsse in der zweiten Jahreshälfte 2017 aber mit spürbar steigenden Arbeitslosenzahlen gerechnet werden, prognostizierten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Neben dem etwas schwächeren Wirtschaftswachstum werde dazu auch die wachsende Zahl arbeitsloser Flüchtlinge beitragen. Für Oktober rechnen die Volkswirte nahezu einmütig mit einem erneuten saisonbedingten Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 50 000 bis 55 000 auf rund 2,56 Millionen. Dies wären etwa 96 000 weniger als vor einem Jahr.

Finanzkrise in Puerto Rico: Staatsbank vor der Pleite

SAN JUAN - Die Entwicklungsbank des hoch verschuldeten US-Außengebiets Puerto Rico steht vor der Pleite. Staatliche Stellen und Gemeinden müssten sich auf den Verlust ihrer Einlagen einstellen, schrieb Finanzminister Juan Zaragoza kürzlich an die Direktoren öffentlicher Einrichtungen und Bürgermeister. Die Zeitung "El Nuevo Día" veröffentlichte den Brief vom 24. Oktober am Dienstag. "Die Entwicklungsbank verfügt derzeit nicht über genügend Liquidität, um die Einlagen auszuzahlen", sagte Zaragoza.

Britischer Notenbankchef Mark Carney bleibt bis 2019 im Amt

LONDON - Der Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, wird bis Mitte 2019 auf seinem Posten bleiben. Das teilte die Bank of England am Montag mit.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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