Deutschland, Volkswirtschaft

USA: Einzelhandelsumsätze steigen weniger als erwartet

14.12.2016 - 17:10:23

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 14.12.2016

einen Aufschub für die Erfüllung ihres Rettungsplans verwehrt. Das Geldhaus habe am Dienstag einen entsprechenden Beschlussentwurf der EZB erhalten, teilte es am Abend mit. Wegen Verlusten bei der Auslagerung fauler Kredite in Milliardenhöhe braucht die Bank dringend frisches Geld. Der im Sommer vereinbarte Sanierungsplan sieht vor, den Kapitalpuffer zu stärken.

Wirtschaftsforscher: Privater Verbrauch stützt Konjunktur auch 2017

HALLE/BERLIN - Die starke Binnennachfrage wird nach Ansicht von Wirtschaftsexperten die Konjunktur in Deutschland auch im kommenden Jahr antreiben. Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) erwartet 2017 ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent. Das wäre knapp ein halber Punkt weniger als in diesem Jahr, teilte das IWH am Mittwoch mit. Die Binnennachfrage bleibe anhaltend kräftig. Bremsend wirke dagegen eine geringere Zahl an Arbeitstagen sowie die negative Entwicklung in der Exportwirtschaft. Die IWH-Prognose liegt leicht unter den Schätzungen des Bundeswirtschaftsministeriums und der Bundesbank. Sie gehen für 2017 von einem Plus von 1,4 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent aus.

DIW: Wirtschaft wächst weiter, aber Etatüberschüsse schwinden

BERLIN - Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung von Ökonomen ihren Aufwärtstrend in den kommenden beiden Jahren fortsetzen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet nach einem Plus von 1,8 Prozent in diesem Jahr zwar nur mit 1,2 Prozent Wachstum im Jahr 2017. Das sind aber 0,2 Punkte mehr als im September erwartet. Für 2018 liegt die Prognose bei 1,6 Prozent, wie das DIW am Mittwoch in Berlin mitteilte. Wachstumstreiber bleibe der private Konsum, der aber etwas an Dynamik verlieren dürfte. Auch höhere Energiepreise könnten die Kaufkraft verringern.

Eurozone: Industrieproduktion geht überraschend weiter zurück

LUXEMBURG - Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Oktober überraschend weiter gesunken. Die Produktion sei um 0,1 Prozent zum Vormonat gefallen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Volkswirte hatten hingegen nach einem deutlichen Dämpfer im Vormonat mit einem leichten Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

Italien: Inflation bleibt schwach

ROM - Die Inflation in Italien bleibt schwach. Wie das Statistikamt Istat am Mittwoch mitteilte, betrug die nach europäischen Standards berechnete Inflationsrate (HVPI) 0,1 Prozent. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Zahlen. Schon seit längerem bewegt sich die Teuerung in Italien um die Nulllinie herum. Ein wesentlicher Grund dafür ist das wenig dynamische Wirtschaftswachstum.

ROUNDUP 2: Schwächerer Yen hebt Stimmung in Japans Industrie

TOKIO - Der schwächere Yen hat die Stimmung in der japanischen Großindustrie erstmals seit eineinhalb Jahren etwas aufgehellt. Doch die Manager bleiben mit Blick auf die noch unklare Wirtschaftspolitik des designierten US-Präsident Donald Trump vorsichtig. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Bank von Japan (BoJ) hervorgeht, stieg der von der Zentralbank in einer Quartalsumfrage ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionskonzerne im Dezember auf plus 10 nach plus 6 drei Monate zuvor. Ein positiver Index bedeutet, dass die Optimisten in der Mehrheit sind. Das Ergebnis der Umfrage lag jedoch leicht unter den Erwartungen von Ökonomen. Diese hatten im Schnitt mit einem Index von 11 gerechnet.

Frankreich: Inflation auf höchstem Stand seit zweieinhalb Jahren

PARIS - In Frankreich zieht die Inflation von geringem Niveau aus langsam an. Nach Angaben der Statistikbehörde Insee vom Mittwoch erhöhte sich die nach europäischen Standards errechnete Inflationsrate (HVPI) im November um 0,2 Punkte auf 0,7 Prozent. Die Statistiker bestätigen vorläufige Zahlen. Damit sind die Verbraucherpreise im Jahresvergleich so stark gestiegen wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Spürbar legten die Preise für Energie und Ölprodukte zu, nachdem sie lange Zeit deutlich gefallen waren.

ROUNDUP: Kabinett beschließt Bund-Länder-Finanzpakt

BERLIN - Die von Bund und Ländern vereinbarte Neuordnung ihrer Finanzbeziehungen ab dem Jahr 2020 nimmt konkrete Formen an. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin die nötigen Änderungen des Grundgesetzes sowie weitere Gesetzespläne. Mit den Entwürfen werden der Beschluss von Bund und Ländern vom Oktober und die Einigung über zusätzliche Kompetenzen des Bundes umgesetzt.

ROUNDUP 2/Studie: Chinas Hightech-Pläne bedrohen Wachstum in Deutschland

PEKING - Chinas Hunger auf westliche Technologie droht laut einer Studie zu einem handfesten Problem für Deutschland und andere Industriestaaten zu werden. Hightech-Staaten müssten sich auf "eine Schwächung ihres Wirtschaftswachstums" einstellen, warnte das Berliner China-Institut Merics in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse zu Pekings neuer Industriepolitik "Made in China 2025".

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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