Regierungen, USA

USA beim Thema Klimaschutz unter G7-Umweltministern isoliert

12.06.2017 - 18:29:25

BOLOGNA - Die Umweltminister der großen Industrienationen wollen sich auch ohne die USA weiter für die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens einsetzen. Die Vereinbarung sei das Instrument, mit dem der Klimawandel und seine Auswirkungen wirksam bewältigt werden könnten, hieß es in einer Erklärung zum Abschluss des G7-Ministertreffens am Montag in Bologna. Die Vereinigten Staaten distanzierten sich in dem Kommuniqué von der Linie der Ressortchefs aus Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien und Kanada. Sie bekräftigten aber, weiter an der Reduzierung des CO2-Ausstoßes arbeiten zu wollen.

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Juni den Ausstieg aus dem Klimaschutzabkommen verkündet und mit der Entscheidung weltweit Bedauern und Kritik ausgelöst. Die Vereinbarung, die Ende 2015 beschlossen wurde, sieht vor, die Erderwärmung auf klar unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Die Staaten wollen dazu den Netto-Ausstoß ihrer Treibhausgase in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts auf Null bringen.

Das Abkommen sei "unabänderlich" und entscheidend für die Sicherheit und den Wohlstand auf der Erde, für die Gesellschaft und die Wirtschaft, erklärte die Gruppe der Sieben ohne die USA. Der Leiter der US-Umweltagentur EPA, Scott Pruitt, erklärte hingegen in einer Mitteilung: "Wir stellen den Dialog zurück auf Null, um zu sagen, dass Paris nicht der einzige Weg ist, um Fortschritte zu erzielen."

"Bologna sendet eine klare Botschaft nach Washington und an den Rest der Welt: Die USA bleiben mit Trumps Verweigerung beim Klimaschutz isoliert", teilte Andree Böhling von Greenpeace mit. Die Nichtregierungsorganisation forderte von den übrigen sechs Staaten, Taten folgen zu lassen. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die nationalen Klimaziele hochzuschrauben."

Auch die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßte die Geschlossenheit der sechs Umweltminister, die gezeigt hätten, dass das Paris-Abkommen nicht neu verhandelt werden könne. "Der Versuch der US-Regierung, sich aus der Verantwortung für das Klima zu stehlen, wird nicht akzeptiert", erklärte Christoph Bals in einer Mitteilung.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Hessens Finanzminister erneuert Angebot zur Auswertung der 'Paradise Papers'. Fachliche Expertise und technische Ausrüstung gebe es in Hessen in hohem Maß, sagte der Minister am Donnerstag im Wiesbadener Landtag. Ihn interessiere nicht die Quelle der "Paradise Papers", sondern der Inhalt der Daten. "Ich verstehe und respektiere den Quellenschutz, den Journalisten zu Recht hochhalten. WIESBADEN - Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) hat das Angebot erneuert, die "Paradise Papers" mit millionenfachen Daten über Steuertricks federführend auszuwerten. (Wirtschaft, 23.11.2017 - 18:51) weiterlesen...

Lettland beschließt Erhöhung von Militäretat auf zwei Prozent des BIP RIGA - Lettland hat für 2018 einen Haushalt mit einem geplanten Defizit von 1,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und höheren Militärausgaben verabschiedet. (Wirtschaft, 23.11.2017 - 18:35) weiterlesen...

Konzernvorstände fordern höhere EU-Forschungsausgaben. Insgesamt 28 Vorstände sprachen in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief von "einer einmaligen Gelegenheit", den EU-Haushalt für Forschung und Innovation aufzustocken. Damit könne "das Innovationsdefizit in Europa überwunden" werden, sagte Markus Beyrer, Generaldirektor des Unternehmerverbands BusinessEurope, zur Begründung. BRÜSSEL - Europäische Konzerne fordern gemeinsam eine Erhöhung des EU-Forschungsetats, darunter deutsche Unternehmen wie BASF , Bayer oder Bosch. (Wirtschaft, 23.11.2017 - 17:19) weiterlesen...

SPD-Chef Schulz und Siemens-Chef Kaeser streiten über Stellenabbau. Zugleich räumte er ein, dass die Politik in der Frage weitgehend machtlos sei. Die Streichung tausender hoch qualifizierter Jobs sei volkswirtschaftlich irrsinnig und verantwortungslos, sagte Schulz am Donnerstag vor rund 2000 Demonstranten, die sich am Tagungshotel der jährlichen Siemens-Betriebsräteversammlung in Berlin-Neukölln versammelt hatten. BERLIN/MÜNCHEN - SPD-Chef Martin Schulz hat den geplanten Stellenabbau bei Siemens erneut scharf kritisiert. (Boerse, 23.11.2017 - 16:31) weiterlesen...

IAEA-Chef verteidigt Atomdeal mit dem Iran - 'Kontrolle funktioniert'. Die Überwachung der Nuklearanlagen der Islamischen Republik funktioniere reibungs- und lückenlos, betonte IAEA-Chef Yukiya Amano am Donnerstag vor dem Gouverneursrat der UN-Organisation in Wien. "Die Behörde hatte Zugang zu allen Orten, die wir aufsuchen wollten", sagte Amano vor Vertretern aus 35 Staaten. WIEN - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat dem Iran erneut die volle Umsetzung des Atom-Abkommens bescheinigt. (Wirtschaft, 23.11.2017 - 16:00) weiterlesen...

Kartellamt verbietet Four-Artists-Übernahme durch CTS Eventim. "CTS Eventim ist als Anbieter des mit Abstand größten Ticketsystems in Deutschland marktbeherrschend", sagte Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt am Donnerstag in Bonn. Aus diesem Grund untersagte seine Behörde die Übernahme von "Four Artists". BONN/MÜNCHEN - Konzerte der Fantastischen Vier, Clueso, David Guetta und Andreas Bourani dürfen nach dem Willen des Bundeskartellamts nicht vom Tickethändler und Veranstalter CTS Eventim organisiert werden. (Boerse, 23.11.2017 - 15:59) weiterlesen...