Deutschland, Volkswirtschaft

US-Notenbank steuert auf Zinsanhebung zu

17.11.2016 - 17:08:23

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 17.11.2016

WASHINGTON - Die amerikanische Notenbank Fed steuert auf ihre zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise zu. Die Vorsitzende der Fed, Janet Yellen, gab am Donnerstag klare Hinweise auf einen baldigen Schritt. Eine Zinsanhebung könnte "relativ bald" angemessen sein, sagte Yellen laut Redetext am Donnerstag vor einem Kongressausschuss in Washington. Damit wird eine Straffung im Dezember, mit der an den Finanzmärkten bereits fest gerechnet wird, immer wahrscheinlicher.

US-Notenbankpräsidentin Yellen will volle Amtszeit absolvieren

WASHINGTON - Die US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen will trotz scharfer Attacken durch den künftigen US-Präsidenten Donald Trump im Wahlkampf ihre volle Amtszeit absolvieren. Es sei ihre Absicht bis zum Ende der laufenden Amtszeit an der Spitze der US-Notenbank Fed zu stehen, sagte Yellen am Donnerstag bei einer Anhörung vor einem Kongressausschuss. Der US-Dollar reagierte mit einem leichten Kursanstieg auf die Aussage.

US-Notenbanker Harker: Lockere Fiskalpolitik spricht für straffere Geldpolitik

PHILADELPHIA - Eine deutlich lockerere Fiskalpolitik in den USA könnte schnellere Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed nach sich ziehen. Diese Einschätzung äußerte Patrick Harker, Präsident der regionalen Notenbank von Philadelphia, am Donnerstag in der Ostküstenmetropole. Allerdings sei es zurzeit unmöglich, die konkrete Ausgabenpolitik der neuen Regierung vorherzusagen, schränkte Harker vor Journalisten ein. "Alles hängt davon ab, was mit Blick auf die Fiskalpolitik passiert."

USA: Stärkster Anstieg der Baubeginne seit 1982

WASHINGTON - In den USA hat der Bau neuer Wohnungen im Oktober so stark zugenommen wie seit 34 Jahren nicht mehr. Die Zahl der Baubeginne sei zum Vormonat um 25,5 Prozent gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag mit. Das ist der stärkste Anstieg seit Juli 1982. Bankvolkswirte hatten nach einem Rückschlag im Vormonat eine Erholung erwartet, waren aber nur von einem Zuwachs um 10,4 Prozent ausgegangen.

USA: Inflation wie erwartet leicht gestiegen

WASHINGTON - In den USA hat sich der Preisauftrieb im Oktober wie erwartet verstärkt. Wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 1,6 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Vormonat hatte die Inflationsrate 1,5 Prozent betragen. Bankvolkswirte hatten mit der aktuellen Entwicklung gerechnet. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau mit 0,4 Prozent ebenfalls wie erwartet etwas stärker als zuletzt.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fallen auf 43-Jahres-Tief

WASHINGTON - Der Arbeitsmarkt in den USA läuft weiter auf Hochtouren. Dies zeigen wöchentliche Daten vom Jobmarkt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die einen Hinweis auf die kurzfristige Entwicklung am Arbeitsmarkt geben, fielen in der vergangenen Woche auf den tiefsten Stand seit 43 Jahren. Nach Zahlen des Arbeitsministeriums vom Donnerstag gingen sie um 19 000 auf 235 000 zurück. Die Markterwartungen wurden deutlich unterschritten. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt fiel ebenfalls deutlich um 6500 auf 253 500 Anträge.

USA: Philly-Fed-Index sinkt etwas stärker als erwartet

PHILADELPHIA - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im November etwas stärker als erwartet eingetrübt. Der Index der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) sei von 9,7 Punkten im Vormonat auf 7,6 Punkte gefallen, teilte die Zentralbank am Donnerstag mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 7,8 Punkte gerechnet.

EZB dämpft Erwartungen weiterer geldpolitischer Lockerungen

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) will zu hohe Erwartungen an ihre Geldpolitik verhindern. Man sei sich einig gewesen, dass man keine "übertriebenen Erwartungen an den Finanzmärkten zur künftigen Geldpolitik" schüren dürfe, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll zur Zinssitzung im Oktober.

Eurozone: Höchste Inflation seit über zwei Jahren

LUXEMBURG - In der Eurozone ist die Inflation im Oktober wie erwartet gestiegen und hat den höchsten Stand seit über zwei Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise hätten im Jahresvergleich um 0,5 Prozent zugelegt, teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mit. Das ist die höchste Rate seit Juni 2014. Eurostat bestätigte damit wie erwartet eine erste Schätzung. Im September hatte die Teuerung 0,4 Prozent betragen. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Oktober um 0,2 Prozent.

Großbritannien: Einzelhandel steigert Umsätze dank schlechtem Wetter deutlich

LONDON - Die Geschäfte des britischen Einzelhandels sind im Oktober deutlich besser gelaufen als erwartet. Wie das Statistikamt ONS am Donnerstag mitteilte, erhöhten sich die Erlöse im Monatsvergleich um 1,9 Prozent. Im Jahresvergleich betrug der Zuwachs 7,4 Prozent. Beide Resultate lagen klar über den Erwartungen von 0,5 (Monat) beziehungsweise 5,3 (Jahr) Prozent.

Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland auf Rekordstand

WIESBADEN - Der Boom am deutschen Arbeitsmarkt geht weiter. Im dritten Quartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent auf rund 43,7 Millionen und damit auf den höchsten Stand in einem Vierteljahr seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Allerdings verlangsamte sich das Tempo zuletzt etwas. Zum Jahresbeginn hatte der Zuwachs noch 1,3 Prozent betragen, im zweiten Quartal waren es 1,2 Prozent. Mehr Menschen als im Vorjahr waren von Juli bis September vor allem im Dienstleistungsbereich tätig. Im Produzierenden Gewerbe - ohne den Bau - sank die Zahl der Erwerbstätigen hingegen leicht um 0,1 Prozent.

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