Regierungen, Russland

TOKIO - Japan und Russland wollen im Streit um eine Inselgruppe im Pazifik Gespräche über eine wirtschaftliche Kooperation in dem Gebiet aufnehmen.

16.12.2016 - 11:43:24

Russland und Japan streben Wirtschaftskooperation an. Darauf einigten sich Russlands Präsident Wladimir Putin und Japans Regierungschef Shinzo Abe zum Abschluss zweitägiger Gespräche in Japan. Einen Durchbruch in dem jahrzehntelangen Territorialkonflikt erzielten sie jedoch nicht.

Die Inseln zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und der nördlichsten japanischen Hauptinsel Hokkaido fielen nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion. Die 17 000 damaligen japanischen Bewohner, von denen noch 6000 leben, wurden vertrieben. Die Regierung in Tokio erhebt Anspruch auf den Südteil der Inselgruppe, Moskau weist das zurück.

Der Streit um die Kurilen-Inseln, die Japan als seine "nördlichen Territorien" bezeichnet, verhindert bis heute den Abschluss eines Friedensvertrages. Der Konflikt sei nicht schnell zu lösen, machte Putin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Abschluss seiner Gespräche mit Abe deutlich. Doch die von beiden Ländern angestrebte wirtschaftliche Zusammenarbeit werde helfen, Vertrauen zwischen beiden Staaten zu stärken und werde die Verhandlungen beschleunigen.

Beide Seiten sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von einem möglichen "wichtigen Schritt" hin zu einem solchen Friedensvertrag. Abe, der auf Fortschritte in dem jahrzehntelangen Inselstreit dringt, hatte Putin eingeladen, obgleich Japan und andere G7-Staaten Sanktionen gegen Russland wegen dessen Annexion der Krim 2014 verhängt haben. Für Putin war es seither der erste offizielle Besuch eines G7-Landes. Er war am Donnerstag in Japan eingetroffen.

Ob es jedoch tatsächlich zu gemeinsamen wirtschaftlichen Aktivitäten auf den vier Inseln kommt, gilt wegen der Hoheitsfrage unter Beobachtern als nicht sicher. Während Russland möchte, dass eine Kooperation nach russischem Gesetz erfolgt, will Japan sichergehen, dass eine wirtschaftliche Zusammenarbeit nicht als Anerkennung der russischen Position verstanden wird. Zum Abschluss des Treffens zwischen Abe und Putin unterzeichneten beide Staaten eine Reihe von Abkommen in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport.

Russland ist sehr an japanischen Investitionen interessiert. Japan wiederum hofft, dass gemeinsame Wirtschaftsprojekte dazu beitragen, den jahrzehntelangen Insel-Konflikt eines Tages beizulegen. Am Vortag hatten Abe und Putin unter anderem über die Möglichkeit freier Besuche der früheren japanischen Bewohner der Inseln gesprochen.

@ dpa.de

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