Haushalt, Steuern

ST.

10.10.2016 - 04:36:24

Clinton und Trump gehen bei TV-Duell hart aufeinander los. LOUIS - In einem hitzig geführten TV-Duell im Kampf um das Weiße Haus haben sich Hillary Clinton und Donald Trump gegenseitig mit herben Vorwürfen überzogen. Der Republikaner Trump, zuletzt wegen sexistischer Äußerungen im Jahr 2005 in die Defensive geraten, forderte sogar Haft für seine Gegnerin wegen ihres Umgangs mit ihren dienstlichen E-Mails als US-Außenministerin. Die Demokratin Clinton bezichtigte Trump ihrerseits mehrmals, falsche Angaben zu machen. "Was Sie von Donald hören, ist wieder nicht wahr. Er lebt in einer parallelen Realität", sagte Clinton.

In der Debatte um das Ende vergangener Woche aufgetauchte Video mit sexistischen Äußerungen zeigte sich Trump reuig. "Ich schäme mich", sagte er über die frauenfeindlichen Bemerkungen. Er achte die Frauen. "Niemand respektiert Frauen mehr als ich", sagte Trump. Seine Äußerungen bezeichnete er als "Umkleidekabinen-Gespräche". Trump hatte in dem Video unter anderem erklärt, als "Star" könne er sich Frauen gegenüber alles erlauben, auch den Griff an ihre Geschlechtsteile.

Clinton erklärte, des Gesagte sei bezeichnend für Trumps Persönlichkeit. "Jedem, der (das Video) gehört hat, ist klar, dass das genau ausmacht, wer er ist", sagte Clinton. Trump habe Frauen beleidigt. Er habe zudem Migranten, Afroamerikaner, Latinos, Behinderte, Muslime und andere verbal ins Visier genommen.

Trump redete sich zu Anfang der 90-minütigen Debatte mehrmals in Rage, musste von den Moderatoren unterbrochen werden, weil er die vereinbarte Redezeit überzogen hatte. Der Immobilienmilliardär fühlte sich daraufhin schlecht behandelt. "Es ist drei gegen einen", sagte Trump, als die Moderatoren Anderson Cooper und Martha Raddatz baten, beim Thema zu bleiben.

Clinton gab ihrerseits Versäumnisse beim Umgang mit ihren E-Mails in ihrer Zeit als Außenministerin zu. "Es war ein Fehler", sagte sie zu der Praxis, dienstliche E-Mails als US-Außenministerin von einem privaten und nicht gesicherten Server zu versenden. Ihr Kontrahent Donald Trump hatte zuvor bei der zweiten Fernsehdebatte der beiden Präsidentschaftskandidaten herbe Vorwürfe gegen Clinton vorgebracht. Die ehemalige Ministerin und First Lady müsse inhaftiert werden.

In der Debatte um die Behandlung von Muslimen in den USA forderte Clinton mehr Toleranz. "Meine Vision von Amerika ist ein Amerika, in dem jeder einen Platz hat." Trump bekräftigte dagegen, dass Muslime vor deren Einreise in die USA "extrem" überprüft werden müssten. Die Anschläge von Paris, Orlando und San Bernardino zeigten, wie groß die Gefahr durch radikale islamische Terroristen sei.

Trump gab zu, Schlupflöcher im Steuersystem der USA ausgenutzt und damit 916 Millionen Dollar gespart zu haben. Hillary Clinton habe dies als Senatorin in New York selbst ermöglicht. "Die Leute, die ihr all das Geld geben, wollen das so", sagte Trump mit Blick auf Clintons Parteispender.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Milliarden-Investitionen sollen Macrons Reformpolitik unterstützen. Die Investitionsspritze ist ein Wahlversprechen von Präsident Emmanuel Macron und soll unter anderem dazu beitragen, die Arbeitslosigkeit zu senken und die klimaschädlichen CO2-Emissionen des Landes zu verringern. PARIS - Mit einem Investitionsplan von 57 Milliarden Euro will Frankreichs Regierung in den kommenden fünf Jahren ihre Reformpolitik flankieren. (Wirtschaft, 25.09.2017 - 14:50) weiterlesen...

Verfassungsbeschwerde: Brauerei Beck gegen Gewerbesteuer-Ausweitung. Eine Verfassungsbeschwerde der Bremer Brauerei Beck werfe "Grundfragen der Gewerbesteuer" auf, sagte Vizegerichtspräsident Ferdinand Kirchhof zu Beginn der Verhandlung am Montag in Karlsruhe. KARLSRUHE/BREMEN - Eine seit 15 Jahren geltende Neuregelung bei der Gewerbesteuer steht beim Bundesverfassungsgericht auf dem Prüfstand. (Wirtschaft, 25.09.2017 - 11:43) weiterlesen...

WAHL: Petry lässt Zukunft als Parteichefin offen. "Das ist eine Frage, die stellt sich heute Abend auch nicht", sagte Petry am Sonntag in der ARD. Sie habe immer Politik gemacht, "bei der ich die Sachthemen im Vordergrund sehen wollte". Es sei auch weiterhin Aufgabe der AfD, "eine konservative Wende vernünftiger Politik in Deutschland herbeizuführen". Sie werde sich für eine gute Kontroverse, aber auch eine vernünftige Debatte im Parlament einsetzen. BERLIN - AfD-Chefin Frauke Petry hat ihre Zukunft als Parteivorsitzende offen gelassen. (Wirtschaft, 24.09.2017 - 19:38) weiterlesen...

WAHL: Union und FDP appellieren an staatspolitische Verantwortung der SPD. Deutschland brauche eine starke und handlungsfähige Regierung. Das Ergebnis für die Union sei schlechter als erhofft, aber CDU und CSU hätten den Auftrag zur Regierungsbildung, sagte Altmaier am Sonntagabend. Man müsse zunächst das Endergebnis abwarten, dann werde die Union die Initiative ergreifen. "Ich glaube, dass alle Parteien sich ihrer staatspolitischen Verantwortung bewusst sein sollten", sagte Altmaier. "Wir reden und schreiben der SPD nicht vor, wie sie zu entscheiden hat. Wir werden aber auf alle Parteien zugehen und mit ihnen Gespräche führen." FDP-Chef Christian Lindner appellierte an die SPD, sich nicht schon einseitig festzulegen, das sei ein Gebot der staatspolitischen Verantwortung. BERLIN/MÜNCHEN - Die Union will nach den Worten von Kanzleramtschef Peter Altmaier in Gesprächen zur Regierungsbildung auch auf die SPD zugehen. (Wirtschaft, 24.09.2017 - 19:23) weiterlesen...

Autoindustrie kann Kosten für Diesel-Updates steuerlich absetzen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor. "Die den Herstellern entstehenden Kosten sind bilanzrechtlich Betriebsausgaben der Unternehmen", antwortete Wirtschafts-Staatssekretär Rainer Baake in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Informationen zur Höhe der entstehenden Kosten habe die Bundesregierung nicht. BERLIN - Die deutsche Autoindustrie kann die Kosten für die Software-Updates bei Millionen Dieselautos von der Steuer absetzen. (Wirtschaft, 24.09.2017 - 14:28) weiterlesen...

Ein Hauch Optimismus: Italien hebt Wirtschaftsprognosen an. "Wir haben höhere und solidere Wachstumszahlen als zunächst vorhergesehen", sagte Regierungschef Paolo Gentiloni am Samstag in Rom. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll 2017 um 1,5 Prozent steigen, zuvor war mit 1,1 Prozent gerechnet worden. 2018 und 2019 soll es so weitergehen. "Vielleicht hält der ein oder andere diese Prognose für zu optimistisch, ich betrachte sie als vollkommen gerechtfertigt", sagte Finanzminister Pier Carlo Padoan. ROM - Italien hat seine Prognosen für die Wirtschaftsleistung in diesem und im kommenden Jahr angehoben. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:11) weiterlesen...